Matthias Katsch will in den Bundestag
Designierter SPD-Kandidat

Richard Groß (v. l.), SPD-Ortsvereinsvorsitzender, der designierte Bundestagskandidat Matthias Katsch und Kreisvorstand Karl Rainer Kopf
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Offenburg (gro). Matthias Katsch ist der designierte Bundestagskandidat der SPD im Wahlkreis Offenburg 284. Am Donnerstag, 19. November, stellte ihn Kreisvorsitzender Karl Rainer Kopf in der SPD-Geschäftsstelle in Offenburg vor. Katsch ist Mitglied im Ortsverein Offenburg und stammt aus Berlin. Seit 2007 lebt er in Offenburg. 

Der Name ist nicht unbekannt: Matthias Katsch machte 2010 mit zwei Schulkameraden den sexuellen Missbrauch an Schülern des Canisius-Kollegs in Berlin öffentlich. Als Betroffener macht er sich seitdem stark für die Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs durch die katholische Kirche. 

Katsch studierte Philosophie und Politikwissenschaft in München und Berlin und arbeitete bei der Deutschen Telekom sowie in der Erwachsenenbildung. Anfang der 1990er-Jahre absolvierte er noch ein Betriebswirtschaftsstudium mit Schwerpunkt Kommunikation und neue Medien in St. Gallen. Seit 16 Jahre ist er in diesem Bereich als Unternehmensberater tätig.

"Ich bin seit 18 Jahren verheiratet und stamme aus einem sozial-demokratisch geprägten Elternhaus", so Katsch. Zu seinen politischen Vorbildern gehört Willi Brand, aber auch Egon Bahr. "Er steht für mich für den pragmatischen Ansatz in der Politik, der das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt stellte", erklärt er.

Sein persönliches Motiv, sich um einen Sitz im Bundestag zu bewerben, kommt aus seinen persönlichen Erfahrungen. "Dieses Thema sehe ich im Parlament noch unterrepräsentiert, aber ich habe auch ein generelles Bemühen, die Chancen für Kinder und Jugendliche zu verbessern. Wir befinden uns mitten in einem rasanten technischen Wandel, der alles in Frage stellt, was wir als Gewissheit haben." Ganz nach Helmut Schmidt sieht er den Sozialstaat als größte Erfindung des 20. Jahrhunderts und möchte aktiv daran mitarbeiten, diesen fit für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu machen. Speziell für die Ortenau will er sich für eine weitere Vertiefung der deutsch-französischen Zusammenarbeit am Oberrhein, aber auch für die Verbesserung der Infrastruktur in Sachen Verkehr und Internet stark machen. 

Er rechnet sich Chancen gegen Wolfgang Schäuble aus: "Ich traue mir ein anständiges Ergebnis in der Ortenau zu", so Katsch. Die Nominierungsveranstaltung wird am 12. Dezember in Gengenbach sein. Karl Rainer Kopf machte deutlich, dass der SPD-Kreisvorstand hinter Katsch als Kandidaten stehe. "Stand heute, gibt es keine weiteren Kandidaten", so Kopf.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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