Thomas Marwein: Rheintalbahn-Ausbau
Droht Aus für zentrale Projekte?
- Die Antwort von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder zur Rheintalbahn lässt die Region aufhorchen.
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- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg (st) Der Offenburger Landtagsabgeordnete Thomas Marwein zeigt sich tief enttäuscht über die Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf sein Schreiben zum Ausbau der Rheintalbahn. In einem Brief an den Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte sich Marwein Anfang Februar 2026 für eine verlässliche Finanzierung zentraler Projektbestandteile wie des Güterzugtunnels Offenburg und der autobahnparallelen Trasse eingesetzt.
Die nun vorliegende Antwort aus Berlin sorgt jedoch laut einer Pressemitteilung für große Besorgnis in der Region. Wörtlich heißt es darin: „Aufgrund der aktuellen sowie der mittelfristigen Haushaltslage und der dringenden Sanierung des Bestandsnetzes ist eine Finanzierung über den bereits mit der DB AG vereinbarten Bau der Güterumfahrung Freiburg derzeit nicht gesichert.“
Fatales Signal
„Diese Aussage ist ein fatales Signal für unsere Region“, erklärt Thomas Marwein MdL. „Sie lässt völlig offen, wann und ob die dringend notwendigen Maßnahmen rund um Offenburg umgesetzt werden. Das ist ein Rückschlag für die Planungssicherheit und das Vertrauen in die Zusagen des Bundes.“
Gemeinsam mit seiner designierten Nachfolgerin Maren Seifert, die das Mandat zum 1. Mai übernehmen wird, fordert Marwein nun klare Prioritäten im Bundeshaushalt zugunsten der Schieneninfrastruktur.
Thomas Marwein warnt eindringlich vor den Folgen: „Hier zeigt sich, was passiert, wenn der Bund trotz Infrastrukturpaket die Prioritäten falsch setzt und beim Schienenverkehr den Rotstift ansetzt. Das geht zu Lasten unseres Wirtschaftsstandortes. Eine unsichere Finanzierung gefährdet nicht nur den Fortschritt zentraler Infrastrukturprojekte, sondern schwächt auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region und sorgt für massive Verzögerungen beim dringend benötigten Lärmschutz.“
Zentrale Bedeutung
Maren Seifert unterstützt die Kritik und unterstreicht die zentrale Bedeutung des Projekts für die Zukunft der Ortenau: „Die Rheintalbahn ist eine der wichtigsten europäischen Güterverkehrsachsen – gerade unsere Region ist auf eine leistungsfähige und verlässliche Schieneninfrastruktur angewiesen. Der Bund muss hier zu seinen Zusagen stehen.“ Zugleich erinnert sie daran, dass Baden-Württemberg bereits erhebliche Verantwortung übernommen hat: „Das Land beteiligt sich mit über 400 Millionen Euro an zusätzlichen Maßnahmen für Lärm- und Landschaftsschutz.“
Marwein und Seifert fordern daher eine schnelle Klarstellung aus Berlin sowie eine verbindliche Zusage zur Finanzierung der weiteren Planung und Umsetzung der Projekte im Raum Offenburg.






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