THW Offenburg war 2020 gefragt
Einsatzstunden haben sich verdoppelt

THW-Helfer bei der Errichtung eines behelfsmäßigen Stegs über den Mühlbach im Juli
  • THW-Helfer bei der Errichtung eines behelfsmäßigen Stegs über den Mühlbach im Juli
  • Foto: THW Offenburg
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Offenburg (st). Die Ehrenamtlichen des Technischen Hilfswerks, Ortsverband Offenburg, blicken 2020 auf eine deutlich gesteigerte Anzahl an Einsatzstunden zurück. Die Corona-Pandemie sorgte für ganz neue Herausforderungen, so eine Pressemitteilung des Ortsverbands Offenburg.

Auch im vergangenen Jahr haben sich zehn Frauen und Männer für eine Grundausbildung entschieden. Die Grundausbildung dient zum Erlernen der Basisfähigkeiten an den diversen Geräten und soll die Grundkenntnisse des THW vermitteln. Eine weitere Möglichkeit zum ehrenamtlichen Engagement wurde durch den Bundesfreiwilligendienst weiter ausgebaut. Die „Bufdis“, wie sie liebevoll genannt werden, unterstützen die Ehrenamtlichen bei den alltäglichen Arbeiten im Ortsverband, oder bei der Ausbildung. In der Jugendabteilung wirken 25 Jugendliche mit.

Anstieg an Einsatzstunden

Einen deutlichen Anstieg der Einsatzstunden hatte der Ortsverband 2020 bei 39 Einsätzen abzuarbeiten. Insgesamt wurden von den 42 freiwilligen Helfern 1.600 Stunden abgeleistet, dies waren doppelt so viele wie noch 2019. Verursacht wurden diese unter anderem durch Einsätze wie der Stromausfall am Offenburger Bahnhof im Januar oder sonstige technischen Hilfeleistungen wie beispielsweise die Errichtung eines provisorischen Steges zur Begehung durch die Kommission der Landesgartenschau-Bewerbung. Weitere Anforderungen gab es durch einen Gebäudebrand in Schutterwald, wo etwa durch großflächiges Ausleuchten die Feuerwehr vor Ort unterstützt werden konnte, oder Absicherung von Stauenden oder Verkehrsunfällen auf der Autobahn. Die AHA-Regeln wurden dabei immer umgesetzt, was dazu führt, dass Fahrzeuge nur mit halber Mannschaftsstärke besetzt werden. Insgesamt legten die Fahrzeuge in 2020 eine Strecke von 12.900 Kilometer zurück. Das Technische Hilfswerk Offenburg dankt den Arbeitgebern, die auf ihre Angestellten verzichten mussten.

Durch die Corona-Pandemie konnten die Jugendlichen der THW-Jugend nur sehr sporadisch an praktischen Diensten aktiv werden. Eine vom THW entwickelte APP konnte etwas Abhilfe schaffen, aber nicht die persönlichen Treffen ersetzen. Auf Anfrage der Stadt Offenburg konnte im April zusammen mit der Feuerwehr Offenburg dringend benötigte Schutzausstattung transportiert werden. Die Ausbildung wurde größtenteils auf Videokonferenzen umgestellt, auf Übungen mit anderen Organisationen wurde zugunsten der Kontaktreduzierung verzichtet. Lediglich im Februar konnte noch eine Übung auf dem Übungsgelände Achern durchgeführt werden, hier wurde das Auffinden und Retten von Verletzten, sowie das Abstützen von beschädigten Gebäuden trainiert.

Nur Erhaltung der Einsatzbereitschaft

Wo möglich wurden nur noch dringende Maßnahmen zur Erhaltung der Einsatzbereitschaft umgesetzt.
Sobald es das Infektionsgeschehen wieder zulässt, werden die Grundausbildung und der übliche Dienstbetrieb wieder fortgeführt.98 Prozent der THW-Angehörigen arbeiten ehrenamtlich. In 668 Ortsverbänden engagieren sich bundesweit 80.000 Helfer in ihrer Freizeit, um Menschen in Not kompetent und engagiert Hilfe zu leisten.

Das Technische Hilfswerk passt bereits seit sieben Jahrzehnten seine Strukturen flexibel den sich ändernden Gefahrenlagen an. Modernes Einsatzgerät und gut ausgebildete Spezialistinnen und Spezialisten sind Grundlage der hohen Effizienz - in Deutschland und in der ganzen Welt.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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