Hitze-Check 2026 der DUH
Grünen Offenburg beantragt aktuelle Stunde
- Die Zahl der versiegelten Flächen hat in Offenburg zugenommen. Die Bäume im Mühlbachquartier sind noch zu klein, um wirksam gegen Hitze anzukommen.
- Foto: gro
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg (gro) Die Städte Offenburg, Lahr und Mannheim schnitten beim Hitze-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe (DUH) besonders schlecht ab. So liegt die Baumüberschirmung - Grad der Bodenbedeckung mit Vegetation von mehr als 2,5 Metern Höhe - nur bei 12,78 Prozent im Oberzentrum. In Lahr lag dieser bei 13,97 Prozent. Von 2018 bis 2025 stieg in Offenburg die versiegelte Fläche um 0,5 Prozent. In Lahr liegt er mit 0,8 Prozent höher. Aus diesen Kennzahlen ergibt sich ein Hitzebetroffenheitsindex für Offenburg von 16,57. Die Deutsche Umwelthilfe gibt den absoluten Baumverlust mit 2.243 im Zeitraum zwischen 2018 und 2025 an. In einer Pressemitteilung vom 9. Juni wird Offenburg als Hitze-Hotspot bezeichnet.
Schlechtes Ergebnis
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt wegen des schlechten Abschneidens der Stadt beim Hitze-Check für die nächste Sitzung des Offenburg Gemeinderats am 29. Juni 2026 eine aktuelle Stunde. "Der aktuelle Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe bescheinigt der Stadt Offenburg das schlechteste Ergebnis im bundesweiten Vergleich", so die Begründung der Fraktion. Laut den wissenschaftlichen Auswertungen würde die Stadt von allen 195 untersuchten Kommunen über 50.000 Einwohnern den geringsten Schutz vor Hitzewellen bieten. Besonders alarmierend sei der extrem niedrige Wert der Baumbeschirmung. Während in Offenburg nur knapp 13 Prozent des Stadtgebiets mit schattenspendendem Grün bedeckt seien, würde der empfohlene Richtwert bei mindestens 30 Prozent liegen. "Zudem wurde per Satellit ein Verlust von 2.243 großen Bäumen in den vergangenen acht Jahren ermittelt", heißt es in dem Antrag. Zudem würde die Stadt mit einer Zunahme der versiegelten Flächen über die vergangenen acht Jahre und einer hohen Hitzebetroffenheit der Einwohner auffallen.
"Über diese rote Laterne für Offenburg wird derzeit überregional in großen Medien berichtet. Dieser Zustand ist kein optisches Problem, sondern eine konkrete Gefahr für die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger - insbesondere für ältere Menschen und Kinder", führt die Stadtratsfraktion weiter aus. "Versiegelte Flächen heizen sich extrem auf. Es fehlt an natürlicher Kühlung durch Bäume."
Daher besteht aus Sicht von Bündnis90/Die Grünen dringender öffentlicher und politischer Diskussionsbedarf. Der Gemeinderat müsse zeitnah darüber beraten, wie die Flächenversiegelung reduziert und dem Trend der schwindenden Bäume effektiv entgegengewirkt werden könne, um auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet zu sein.











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