Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl
Grundstein für Neubau gesetzt
- Eine Zeitkapsel wurde symbolisch im Grundstein des Klinikum-Campus versenkt.
- Foto: Thorsten Mühl
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg Bei traumhaftem Wetter konnte die rund 75-minütige Grundsteinlegung des neuen Klinik-Campus vonstatten gehen. Nicht nur der formelle Teil wurde von offizieller Seite zelebriert. Auch Ansprachen und Grußworte erinnerten immer wieder daran:
"Heute wird der Grundstein gelegt für eine zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung in der Ortenau", sagte Landrat Thorsten Erny. Er erinnerte an den Beginn der "Agenda 2030", die vor acht Jahren, seinerzeit noch angestoßen durch unter anderem Vorgänger Frank Scherer, aus den Startblöcken ging. Der Entscheidung sei ein "durchaus kontroverser Diskussionsprozess" vorausgegangen. Heute stehe der Grundstein für Verantwortung, Verlässlichkeit und das Vertrauen, die Gesundheitsversorgung gemeinsam gestalten zu können.
Wichtig sei laut Erny die Agenda nicht als "starres Konzept" zu betrachten, vielmehr müsse diese Flexibilität aufweisen, auch nachjustierbar sein. Der neue Klinikcampus sei das Herzstück der neuen Klinikstruktur, Teil eines Gesamtkonzepts. Denn auch in Lahr und Achern entstünden neue Häuser, Wolfach werde eine wichtige Rolle als Grundversorger in der Fläche spielen. Regierungspräsident Carsten Gabbert zeichnete nach, dass sich das Land bereits mit 118 Millionen Euro an der Konzeption beteiligte. Ihm war wichtig zu erwähnen, dass die Neubauten vor allem "beste Bedingungen für die Beschäftigten bieten, die vor Ort die gute Arbeit machen".
Offenburgs OB Marco Steffens erinnerte an die Diskussionen mit den Ortsteilen Bohlsbach und Bühl, die "nicht immer vergnügungssteuerpflichtig" waren. Wenn am Ort "das größte Klinikum zwischen Karlsruhe und Freiburg" entstehe, "fühlt es sich gut an, wenn man hier künftig gut versorgt wird".
Projekt ist im Zeitrahmen
Claudia Bauer-Rabe, Vorstandsvorsitzende des Ortenau Klinikums, freute sich auf Aspekte am neuen Haus, die bisher nur in vorbereitenden 3D-Modellen zu sehen waren. Man sehe "eine leistungsfähige Notaufnahme, hochmoderne Operationssäle und Räume für Medizin und Therapie auf höchstem Niveau", blickte sie voraus.
Mit einigen Kennzahlen wartete Maximilian Ludes von der Ludes Architekten–Ingenieure GmbH auf. 194 Kilometer an Rohrleitungen würden beispielsweise verlegt, sieben Geschosse werde das Klinikum aufweisen, 16 Operationssäle zählen unter anderem zur Ausstattung. Innerhalb der kommenden beiden Jahre solle der Rohbau stehen, an der Fertigstellung bis 2030 werde festgehalten. Die Verantwortlichen versicherten am Rande der Veranstaltung, das Klinikum-Projekt liege weiterhin im Zeit- und Kostenrahmen.
Symbolisch wurde abschließend eine Zeitkapsel in den gemauerten Grundstein versenkt, die an diesen Tag erinnern soll. Ein Duo der Musikschule begleitete die Grundsteinlegung.








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