"Heaven's Carousel" in Offenburg
Rausch aus Licht, Tönen und Bewegung

Aufbautag: Kulturbürgermeister Hans-Peter Kopp (v. l.), Kulturchefin Carmen Lötsch, Tim Otto Roth, seine Ehefrau Miriam Seidler und Ingenieur Michael Reyl
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  • Foto: gro
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Offenburg (gro). Jeden Abend von 20 bis 22 Uhr erklingen sphärische Töne auf dem Platz der Verfassungsfreunde. In einer Höhe von zehn Metern drehen sich mit einer Spannweite von bis zu 16 Metern leuchtende Kugeln. "Heaven's Carousel" heißt die Klangskulptur des Oppenauer Komponisten und Konzeptkünstlers Tim Otto Roth, die bis zum 20. September zu sehen sein wird.

Skulptur von Tim Otto Roth

Geschaffen wurde die Skulptur für die vierte Hubble Space Telescope Conference 2014 in Rom. "Wir hatten nur drei Monate Zeit", erinnert sich Tim Otto Roth, der sowohl die gestalterische Idee hatte, als auch die Musik, die zu hören sein wird, komponiert. Seitdem war das "Heaven's Carousel" in Städten in Karlsruhe aber auch in Baltimore zu sehen. Eigentlich wäre in diesem Jahr New York dran gewesen, doch Corona machte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Die Stadt Offenburg sah und nutzte die Chance, die Klangskulptur zeigen zu können.

Verbindung von Bildern mit Musik, Physik und Kunst

Beim "Heaven's Carousel" verbinden sich Bilder mit Musik, Physik mit Kunst. 36 mit Lautsprechern ausgestattete Kugeln hängen an einem Kran und drehen sich. Sie leuchten, wenn aus ihnen Sinustöne kommen. "Tiefe Töne sind rot", so Roth. "Die hohen Töne strahlen blau und violett." Durch die Drehbewegung erleben die Zuschauer das physikalische Prinzip des Doppler-Effekts, das die zeitliche Stauchung oder Dehnung eines Signals beschreibt. Da sich das Publikum im Raum bewegt, verändern sich die Töne zusätzlich. In Offenburg werden neue Stücke und neue Bewegungseffekte zu erleben sein. "Es entwickelt sich fort", beschreibt Roth. Das Interessante: Die klassische Tonleiter spielt eine untergeordnete Rolle, Roth setzt auf für unsere Ohren ungewohnte Klangintervalle, die multitonal sind. Es gibt aber auch Stücke mit Anklängen an Gustav Mahler.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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