Start in eine neue Lebensphase
Regina Geppert geht in Ruhestand

Regina Geppert (2. v. r.) war unter drei Oberbürgermeistern bei der Stadt Offenburg beschäftigt: Edith Schreiner (v. l.), Wolfgang Bruder und Marco Steffens.
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Offenburg (gro). "Wir sind auf dem Weg, aber noch lange nicht da", sei das Motto für die Arbeit von Regina Geppert gewesen, erklärte Oberbürgermeister Marco Steffens am Donnerstag, 17. Juni, bei der Verabschiedung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ofenburg im Stadtteil- und Familienzentrum Innenstadt. 20 Jahre hatte Regina Geppert diese Aufgabe inne und wirkte sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch mit Projekten und Aktionen für die Bürger nach außen. Zuvor war sie freigestellte Personalrätin und neun Jahre Leiterin des Gelben Hauses, dem heutigen Treff im Park. 

Zu ihrer Verabschiedung kamen nicht nur Vertreter des Gemeinderats, sondern auch ihre ehemaligen Dienstherren - die beiden Alt-OB Edith Schreiner und Wolfgang Bruder - sowie Bernhard Schneider, ehemaliger Fachbereichsleiter Soziales bei der Stadt. Auch Hans-Peter Kopp, Sozialbürgermeister, gratulierte zum Abschied. Ebenso wie viele Mitstreiterinnen in Sachen Geschlechtergerechtigkeit. Denn wie Steffens betonte, Regina Geppert hat im Laufe der Jahre ein großes Netzwerk in der Stadt und darüber hinaus geschaffen. "Geschlechtergerechtigkeit ist immer noch keine Selbstverständlichkeit", so Steffens in seiner Rede. Aber es habe sich einiges zum Positiven verändert. So seien die Fachbereichs-Leitungen in der Stadt nahezu paritätisch mit Männern und Frauen besetzt. Der OB wies aber auch darauf hin, dass gerade in den sozialen Netzwerken Frauenhass verstärkt zu beobachten sei, aber auch Corona dazu beitrage, dass wieder in alte Rollenmuster zurückgefallen werden. Während die Männer im Home Office in der Regel in Ruhe arbeiten könnten, müssten sich viele Frauen zusätzlich um die Kinder und den Haushalt kümmern.

Wirken nach außen und innen

Regina Geppert habe eine Doppelfunktion mit ihrer Rolle als Gleichstellungsbeauftragte erfüllt. Sie sei als Ansprechpartner der Bürger ebenso gefragt gewesen wie innerhalb der Stadtverwaltung. Sie habe stets offen gelegt, wo Frauen benachteiligt würden und in den 20 Jahren eine Hilfsstruktur für von Gewalt betroffene Frauen aufgebaut. Steffens zählte die zahlreichen Veranstaltungen und Gesprächsangebote auf, die auf Gepperts Initiative aufgebaut wurden - darunter die Frauengesundheitstage, die Frauenwirtschaftstage oder der Girls- und auch Boys-Day in der Stadtverwaltung. 

Personalrat Ralf Huber erinnerte an die gemeinsame Zeit - sowohl im Personalrat als auch in der Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten. "Es war eine besondere Zeit, da sich die Verwaltung im Umbruch befand", so Huber. Dank kam auch von Inge Vogt-Goergens, Frauen helfen Frauen, die Regina Geppert als Ideengeberin und Motivatorin für alle Gruppen, in denen sie sich engagiert habe, bezeichnete. "Ihre Arbeit war mehr als nur ein Beruf, es war eine Berufung", so Vogt-Goergens. 

Regina Geppert selbst fasste ihren Lebenslauf zusammen: Seit dem 1. Oktober 1982 war sie bei der Stadt Offenburg beschäftigt. Sie gestand: "Während meines Studiums dachte ich nicht, dass ich zurück nach Offenburg komme. Doch die Aufgabe als Leiterin des Gelben Hauses war zu verführerisch." Am 1. Juli 2021 beginnt für sie der Ruhestand.

Regina Geppert (2. v. r.) war unter drei Oberbürgermeistern bei der Stadt Offenburg beschäftigt: Edith Schreiner (v. l.), Wolfgang Bruder und Marco Steffens.
In kleiner Runde wurde die Gleichstellungsbeauftragte Regina Geppert im Stadtteil- und Familienzentrum Innenstadt verabschiedet.
Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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