Klima- und Lärmschutz
Thomas Marwein bei der SWEG

Thomas Marwein (links) traf den neuen Vorstand der SWEG in Lahr: Dr. Thilo Grabo (Mitte) und Tobias Harms.
  • Thomas Marwein (links) traf den neuen Vorstand der SWEG in Lahr: Dr. Thilo Grabo (Mitte) und Tobias Harms.
  • Foto: Büro Marwein
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Lahr (st). Seit April sind der neue Vorstandsvorsitzende der landeseigenen Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG (SWEG), Tobias Harms, und sein Vorstandskollege Dr. Thilo Grabo im Amt. Aufgrund der Corona-Einschränkungen war ein „Kennenlern“-Treffen mit dem Offenburger Landtagsabgeordneten und Mitglied des Verkehrsausschusses Thomas Marwein in der SWEG-Zentrale in Lahr erst jetzt möglich. Im Gespräch streiften Harms, Grabo und Marwein eine große Bandbreite regionaler und verkehrspolitischer Themen. Marwein brachte seine Unterstützung für das geplante Güterterminal im Zuge des Rheintalbahnausbaues in Lahr zum Ausdruck, von dem er sich deutliche Auswirkungen auf den intermodalen Güterverkehr - Straße, Bahn, Schiff - erhofft. Die SWEG strebt eine Beteiligung an dem Projekt an.

Eine wichtige Rolle im Gespräch spielten zudem die Ausschreibungskriterien für öffentliche Projekte: Aus Sicht der Grünen soll in die Kosten-Nutzen-Kalkulation auch der gesellschaftliche Mehrwert eines Bauprojekts – beispielsweise nachhaltige Mobilität und Klimaschutz– miteinbezogen werden. Laut Tobias Harms ist es wichtig, dass Ausschreibungsbedingungen im Verkehrsbereich so formuliert sind, dass nicht der Preis im Mittelpunkt steht, sondern die Qualität. So ließen sich auch der zunehmende Druck auf Löhne oder nachträgliche Kostensteigerungen bei öffentlichen Projekten mindern, ist Harms überzeugt. Grabo berichtete als zuständiges Vorstandsmitglied für den Busbereich: „Die SWEG legt Wert auf hohe Sozialstandards und gute Arbeitsbedingungen für Busfahrerinnen und Busfahrer. Im Wettbewerb müssen die Rahmenbedingungen nicht nur von den Aufgabenträgern festgelegt werden, sondern die Branche braucht auch eine Instanz, die die Einhaltung der Tariftreue in den Verkehrsunternehmen kontrolliert.“

Im weiteren Gespräch wurde der Lärmschutz im Schienenverkehr thematisiert – schließlich ist Thomas Marwein der Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung. In den vergangenen Jahren haben sich hier politische, aber auch technische Fortschritte, etwa durch den Einsatz hydraulischer Achslenker ergeben, wie Harms berichtete. Für Harms drängt sich zukünftig allerdings ein Zielkonflikt bei der Frage nach Abstellmöglichkeiten für Triebwagen auf: Auf der einen Seite wird der Schienenverkehr im Zuge einer ökologischen Verkehrspolitik zurecht ausgebaut, auf der anderen Seite wachsen Gemeinden mit ihren Wohn- und Mischgebieten zunehmend an die nicht durchgängig geräuschfreien Bahnanlagen heran. „Hier sind pragmatische Lösungen seitens der Politik erforderlich“, so Harms.

Als ein großes Zukunftsthema betrachteten die Gesprächsteilnehmer den klimafreundlichen Antrieb von Verkehrsmitteln und diskutierten die Vor- und Nachteile von Elektrobatterien oder Brennstoffzellen für Busse. Einig war man sich, dass nicht nur lokale Emissionsfreiheit, sondern echte Klimaneutralität das Ziel sein muss – „deswegen muss der Strom für E-Antriebe oder für die Wasserstoffproduktion unbedingt aus Erneuerbaren Energiequellen stammen“, so der grüne Landtagsabgeordnete Marwein.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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