Blickpunkt Landratsamt Ortenaukreis
Besuch im Dezernat 1

Jutta Gnädig, Chefin vom Dezernat 1 Zentrale Steuerung, mit Martin Roll, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft
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  • Jutta Gnädig, Chefin vom Dezernat 1 Zentrale Steuerung, mit Martin Roll, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft
  • Foto: Landratsamt Ortenaukreis
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Offenburg (gr). Ob Personalwesen oder Gebäudemanagement, Finanzsteuerung oder Digitalisierung, Postdienst oder Einkauf: Das Dezernat 1 erbringt für das Landratsamt alle Dienstleistungen, die das Ganze am Laufen halten. „Als interne Dienstleister sorgen wir dafür, dass sich die Fachbereiche ganz auf ihre Kompetenzen konzentrieren können“, erklärt Dezernentin Jutta Gnädig. Denn: Je besser die Organisation, umso besser das Landratsamt als Anlaufstelle für die Bürger.

IT-Service

Für eine verlässliche Infrastruktur zeichnet die zentrale Organisation mit 62 Mitarbeitern verantwortlich. Hier sind viele Servicebereiche angesiedelt. In Zeiten zunehmender Digitalisierung hat das Sachgebiet IT-Service einen großen Stellenwert, aktuell laufen einige besondere Digitalisierungsprojekte. Unter anderem sind Digitallotsen im Einsatz, vorwiegend als Motor, als Ideengeber für die Abteilungen, so Jutta Gnädig. Ein weiteres Aufgabenfeld in Sachen Organisation hat die Geschäftsstelle des Kreistags, die zum Beispiel Sitzungen des Kreistags und die Wahl des Landrats organisiert.

Bindung von Fachkräften

Gute Infrastruktur, zufriedene Mitarbeiter – momentan werden rund 2.400 vom Personalamt betreut. 19 Kollegen kümmern sich neben klassischen Aufgaben wie Einstellung, Ausbildung und Bezügerechnung auch um Personalentwicklung sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Die Konkurrenz der Industrie wird größer, die Gewinnung und Bindung von Fachkräften schwieriger“, weiß Gnädig. Wie es momentan aussieht? Nicht schlecht – 136 Auszubildende und Anwärter, also Nachwuchskräfte für die unterschiedlichen Bereiche des Hauses, werden aktuell ausgebildet.

Kämmerei & Gebäudemanagement

Bei dem Geschäftsbereich Kämmerei & Gebäudemanagement stehen Zahlen im Fokus – 1,2 Milliarden Euro sind es im Doppelhaushalt 2019/2020. Insgesamt 106 Mitarbeiter kümmern sich um die Finanzen des Kreises sowie die Verwaltung beziehungsweise Betreuung der kreiseigenen Liegenschaften, also Schulen und Verwaltungsgebäude. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen die Erstellung des Haushaltplans und des Jahresabschlusses sowie die Haushaltsüberwachung. Was viele nicht wissen: Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof gehört ebenfalls zum Ortenaukreis. 65 Mitarbeiter, mit Aushilfen während der Saison, sorgen dafür, dass der Vogtsbauernhof auch zukünftig das besucherstärkste Freilichtmuseum in Baden-Württemberg bleibt – 2018 waren es 218.000 Gäste. Das Ziel sind 220.000 Besucher, denn „dann trägt sich das Museum“, sagt Gnädig. Sie weiß, dass die Ansprüche an Entertainment und Service steigen, mit neuen Projekten und Programmen will man ihnen gerecht werden.

Abfallkalender

Top-Service für alle Bürger liefern die 85 Mitarbeiter der Abfallwirtschaft mit Martin Roll an der Spitze. „Eine geordnete gute Abfallwirtschaft gehört zur hohen Lebensqualität in der Ortenau“, sagt der Geschäftsführer und verweist unter anderem auf den Abfallkalender mit seiner informativen Rückseite: Wo kann ich was wann zu welchem Preis beziehungsweise kostenlos entsorgen? Im Sinne des Klimaschutzes geht es natürlich auch um Abfallvermeidung und gegen Lebensmittelverschwendung. In diesen Bereichen macht sich der Betrieb mit Aktionen und Projekten ebenfalls stark. Passend zum Thema: die MBA, die Mechanisch-Biologische Abfallbehandlungsanlage in Ringsheim. Eine sperrige Wort-Komposition mit genialer Bedeutung: Hier entstehen aus Hausabfall aus der Grauen Tonne durch verschiedene Prozesse hochwertige Rohstoffe und Energieträger. Unter anderem Biogas, das zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt wird. „Dank der MBA brauchen wir keine Bio-Tonne, das bedeutet eine Einsparung von rund drei Millionen Euro pro Jahr für den Ortenaukreis“, so Roll. Die Anlage wird vom Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg betrieben, die Landkreise Emmendingen und Ortenaukreis sind Mitglieder.

Jutta Gnädig, Chefin vom Dezernat 1 Zentrale Steuerung, mit Martin Roll, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft
Die MBA, die Mechanisch-Biologische Abfallanlage in Ringsheim, behandelt über 100.000 Tonnen Abfälle pro Jahr.
Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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