Musiker Peter Uwe Funk erfüllt sich Wunsch
"Hat besonderen Reiz, Gedanken zu vertonen"

Musiker Uwe Peter Funk zusammen mit seinem Hund Lilu, die gemeinsam auf dem Musikvideo "Colour of my heart" zu sehen sind
  • Musiker Uwe Peter Funk zusammen mit seinem Hund Lilu, die gemeinsam auf dem Musikvideo "Colour of my heart" zu sehen sind
  • Foto: Michael Bode
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Kehl-Hohnhurst. Mit 13 Jahren stand für Uwe Peter Funk fest, dass er Musik machen möchte. Inspiriert dazu wurde er durch seinen damaligen Nachbarn Dieter "Wendy" Wendling. "Er war zehn Jahre älter und hat Rockmusik in der Band 'The Dogs' gespielt. Zu ihm habe ich damals aufgeschaut", erzählt Funk. Seinen Vater konnte er mit seiner Leidenschaft für die Musik nicht überzeugen, weshalb sein Nachbar ihm seine erste Gitarre gekauft hatte. "Er hat meinem Vater dann auch gesagt, dass er mir Unterricht geben wird. Da konnte mein Vater dann nicht mehr nein sagen", erzählt Funk lachend. Im Laufe der Jahre hat er sich aber viele Dinge auch selber beigebracht und experimentiert. Die Musikrichtung stand allerdings nie zur Debatte. "Wir haben damals natürlich richtigen Rock gespielt. Uns konnte es gar nicht hart genug sein", sagt er. Bands wie "Deep Purple" waren die Vorbilder, an denen sich der junge Funk orientiert hat, nachdem er mit 18 Jahren seine erste Band gegründet hatte. Seine Songs schreibt er bis heute immer noch selbst. "Ich vertone gerne meine Gedanken. Das hat einen besonderen Reiz für mich", erzählt Funk. Dass er dies meist auf Englisch tue, liege daran, dass "ich mich da einfach wohler fühle, weil es mich in der Musik einfach geprägt hat."

Wenn er darüber spricht, was ihn zu seinen Liedern inspiriert, wird der 58-jährige dreifache Familienvater nachdenklich. "Viele Songs sind direkt aus dem Leben gegriffen. Dinge, die ich selbst erlebt habe, verarbeite ich in meinen Liedern", so Funk. Und weiter: "Die Musik hat mir auch immer in schwierigen Zeiten geholfen. Ich kann da in eine andere Welt abtauchen."

An einen seiner ersten großen Auftritte als Musiker kann er sich noch sehr gut erinnern. Mitte der 80-er Jahre durfte Funk mit drei seiner besten Musikerfreunde in der legendären Diskothek „Drops“ in Goldscheuer die samstägliche Rockrunde ab Mitternacht bestreiten. "Da hatten wir die Gelegenheit, einige der bekanntesten Rocksongs vor rund 3.500 Leuten zu präsentieren", schwärmt er noch heute. Das Schöne sei gewesen, dass dort die optimale Technik vorhanden war. "Man musste nur noch einstöpseln und konnte dann direkt loslegen."

Lang gehegter Wunsch ging jetzt in Erfüllung

Vor einigen Wochen konnte Funk sich aber einen ganz besonderen Wunsch erfüllen. "Ich hatte immer den Traum, einmal ein professionelles Musikvideo zu drehen." Er habe aber anfangs überhaupt keine Ahnung gehabt, wie man so etwas angehe und wer Musikvideos produziere, gesteht er. Nach einigen Recherchen fand er dann heraus, dass der Sohn eines guten Freundes in diesem Metier zu Hause ist. An zwei Drehtagen war das Video "Colour of my heart", das auf Youtube abrufbar ist, im Kasten. "Das Endprodukt ist perfekt", schwärmt Funk. Der Song fragt nach dem eigentlichen Sinn des Lebens und korrespondiert gekonnt mit den atmosphärischen Aufnahmen des Videos, das hauptsächlich bei ihm zu Hause in der Natur bei Hohnhurst gedreht wurde.

Und die Natur, vor allem der Wald, hat für Funk eine besondere Bedeutung. "Der Wald ist meine zweite Heimat. Dorthin kann ich mich immer zurückziehen." Wie wichtig ihm die Natur ist, zeigt auch sein ehrenamtliches Engagement als Naturschutzwart, bei dem er die Wälder durchstreift.

Der Wald ist auch eine Inspirationsquelle und ein Ort, an dem er seinen Gedanken und auch lebensphilosophischen Fragen nachgehen kann, die immer wieder Eingang in seine Songs finden – vor allem auch im Video "Colour of my Heart". Dass sich der Sound dieses Songs von den alten Hardrock-Zeiten seiner Bands "Mayday" und "G-Neric" abhebt und im Subtext eine gewisse Country-Note mitschwingt, kommt nicht von ungefähr. "Ich komme eigentlich vom Westernreiten", erzählt Funk. "Western war schon seit meiner Kindheit mein Ding, ob im Fernsehen, an Fastnacht oder später dann mit eigener 'Ranch' und unterwegs mit dem Pferd." Auch beruflich blieb er dabei. "Als ich mich vor 20 Jahren selbstständig gemacht habe, waren wir anfangs mit einem mobilen Satteltruck unterwegs und haben Sättel und Reitsportzubehör den Kunden vor Ort angeboten", erzählt Funk. Das 2008 in Offenburg eröffnete Fachgeschäft ist heute auf Outdoor-Bekleidung und Hüte spezialisiert. M. Kerber

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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