Der neue Karriereschritt sollte allerdings gut geplant sein
Studienabbruch kann auch Chancen eröffnen

Nicht immer endet ein angefangenes Studium auch mit dem ersehnten Abschluß – was dann?
  • Nicht immer endet ein angefangenes Studium auch mit dem ersehnten Abschluß – was dann?
  • Foto: Cindy Parks/Pixabay
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Ortenau (tf). Wer ein Studium beginnt, rechnet mit einem qualifizierten Abschluss. Doch manchmal verläuft der Lebensweg nicht wie geplant und das Studium muss abgebrochen werden. Nahezu jeder dritte Bachelorstudent bricht sein Studium ab. Und nun? Der Abbruch eines Studiums kann der Startpunkt für einen alternativen Bildungs- und Karriereweg sein.

Denn auch für Studienabbrecher bieten Betriebe sehr gute Ausbildungschancen. Besonders ausgeprägt sind die Bemühungen der Betriebe um Studienabbrecher in den Bereichen IT, Banken/Versicherung oder bei den unternehmensorientierten Dienstleistungen. Die im Studium erlangten Kenntnisse sind nicht umsonst gewesen. Beispielsweise können sie bei einer praxisorientierten dualen Ausbildung oder einer beruflichen Weiterbildung berücksichtigt werden. Zudem kann die Ausbildungszeit verkürzt werden, was einen schnelleren Berufseinstieg ermöglicht. Bei genügend Berufserfahrung kann auch eine Externenprüfung oder bei entsprechender Studiendauer und weiterer Praxiserfahrung die direkte Zulassung zu einem Abschluss der höheren Berufsbildung möglich sein.

Eine Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung zeigt, dass mehr als vier von zehn Studienaussteigern innerhalb eines halben Jahres nach Studienabbruch eine duale Ausbildung beginnen. Nach dem Ausbildungsabschluss ist die Weiterbildung zu Fachwirt oder Meister ein weiterer Karriereschritt im Handwerk. Wer mit dem Gedanken spielt, das Studium niederzulegen, sollte frühzeitig Bewerbungen schreiben und den Studienanbruch rechtzeitig planen. Damit ein nahtloser Übergang vom Studium zur Ausbildung möglich ist, sollte unmittelbar nach der Entscheidung mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz begonnen und Bewerbungen verschickt werden. Die meisten Ausbildungsbetriebe aller Branchen beginnen das Ausbildungsjahr zwischen August und September. Ist ein direkter Übergang zur Ausbildung nicht möglich, muss man seine Zeit nicht mit Nichtstun vergeuden.

Es gibt diverse Fortbildungsangebote, die für den Aufbau eines guten Karriereweges hilfreich sind. Zur beruflichen Orientierung gibt diverse Möglichkeiten, wie beispielsweise ein Praktikum, ein Auslandsaufenthalt, ein freiwilliges soziales oder freiwilliges ökologisches Jahr oder die Bewerbung für den Bundesfreiwilligendienst. Wer den Absprung wagen will, sollte sich beraten lassen und sich gut informieren. Die IHK beispielsweise bietet Studienaussteigern mit der Initiative „Mit Praxis zum Erfolg“, attraktive berufliche Qualifizierungs- und Karriereperspektiven. Und unter www.studienabbrecher.com findet sich ein Stellenportal, welches sich besonders an Studienabbrecher wendet. Unter www.studienabbruch-und-dann.de bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung ausführliche Informationen zu Chancen und Möglichkeiten sowie Erfahrungsberichte von Studienabbrechern. Ein Studienabbruch muss nicht das Ende der beruflichen Karriere sein, sondern kann den Anfang von etwas Besserem bedeuten.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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