Wenig Bewegung
Arbeitsmarkt nahezu unverändert

Ortenau (st). Im Herbstmonat November bleibt der Arbeitsmarkt nahezu unverändert. 6.981 Menschen waren bei der Arbeitsagentur und Kommunalen Arbeitsförderung arbeitslos gemeldet, drei Personen mehr als im Vormonat, allerdings 216 Personen weniger als vor einem Jahr. Mit einer gleichbleibenden Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent ist der Ortenaukreis gut aufgestellt. 

Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verläuft in den beiden Rechtskreisen sehr unterschiedlich: Die Agentur für Arbeit Offenburg (Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III) war für 2981 arbeitslose Menschen erster Ansprechpartner am Arbeitsmarkt, gegenüber dem Vormonat waren das 68 arbeitslos gemeldete Personen mehr.
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im November fand im Bereich der Grundsicherung statt. Die Zahl der Arbeitslosen sank gegenüber dem Vormonat um 65 auf 4.000 arbeitslose Menschen.

Entwicklung am Arbeitsmarkt

„Wie in jedem Jahr meldeten sich im November bei der Arbeitsagentur vor allem Beschäftigte aus dem Freizeit-/Hotel- und Gaststättengewerbe arbeitslos, da in dieser Branche viele saisonbedingte Arbeitsverträge ausliefen. Eine Erhöhung der Arbeitslosenzahlen war in saisonal geprägten Außenberufen wie Forstwirtschaft, Gartenbau oder Baugewerbe nur vereinzelt spürbar,“ so Horst Sahrbacher, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Offenburg, zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Erfreulich ist die positive Entwicklung der arbeitslosen Jugendlichen. 32 junge Menschen haben im Berichtsmonat zum Beispiel eine Ausbildung oder Arbeitsstelle begonnen, somit ist die Zahl der unter 25-Jährigen gegenüber dem Vormonat auf 334 gesunken.

Eine ähnliche Entwicklung gab es bei Menschen, die bereits länger als ein Jahr ohne Arbeit waren, hier sank die Zahl auf 271 langzeitarbeitslose Menschen. Die Zahl der Frauen und Männer in der Alterskategorie 50 plus stieg im Vergleich zum Vormonat auf 1270 Personen. Mit einem Anteil von 42,6 Prozent bilden sie weiterhin die größte Gruppe unter den Arbeitslosen.

Bei den schwerbehinderten Menschen blieb die Arbeitslosenzahl zum Vormonat nahezu unverändert bei 232, davon haben 76 Prozent eine abgeschlossene Ausbildung. „Unser Ziel ist es, Vorbehalte abzubauen und Arbeitgeber dafür zu sensibilisieren, dass Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt einen erheblichen Beitrag leisten können „ sagt Horst Sahrbacher, Leiter der Agentur für Arbeit Offenburg.

Bei der Arbeitsagentur Offenburg und den zugehörigen Geschäftsstellen haben sich im November 1.232 Personen arbeitslos gemeldet. Im gleichen Zeitraum ging für 1.153 Männer und Frauen die Zeit ihrer Arbeitslosigkeit zu Ende.

Aus den Geschäftsstellen

Regional betrachtet ist die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat am deutlichsten in der Hauptagentur Offenburg gesunken. Dort verringerte sich die Arbeitslosenzahl um 49 Personen auf 846 Personen, die eine Beschäftigung suchen.

Die Geschäftsstelle Kehl meldet einen leichten Rückgang auf 422 Menschen ohne Beschäftigung.

Im Vergleich zum Vormonat blieb die Arbeitslosenzahl in der Geschäftsstelle Oberkirch mit 213 Personen und in der Geschäftsstelle Achern mit 343 Arbeitssuchenden nahezu unverändert.

Die Geschäftsstelle Hausach meldet eine Zunahme von 19 Personen auf 290 arbeitslose Menschen.In der Geschäftsstelle Lahr stieg die Zahl der Arbeitslosen um 105 Personen auf 867. Hier ist ein Großteil des Zugangs auf saisonale Faktoren zurückzuführen. Man sieht das an der Freizeitbranche und in der Gastronomie deutlich.

Stellensituation 

Der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur konnte in den vergangenen vier Wochen 869 neue Stellen von den Firmen und Verwaltungen akquirieren. Derzeit sind 4.276 Arbeitsstellen in der Ortenau zu besetzen. Davon sind allein 1.474 unbesetzte Stellen in den Produktions- und Fertigungsberufen. Viele Arbeitsangebote bieten auch die Bereiche Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (717 Stellen), aber auch in den Gesundheitsberufen ist der Bedarf an Personal sehr hoch. Der Handel sucht verstärkt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hier macht sich das Weihnachtsgeschäft bemerkbar.

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