• 20. Februar 2018, 20:36 Uhr
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Ehrenbürgerwürde
Auszeichnung von Ortenauer Kommunen für besonders engagierte Menschen

Zum 70. Geburtstag erhielt Hubert Burda durch Oberbürgermeisterin Edith Schreiner 2010 einen nach ihm benannten Platz, die Ehrenbürgerwürde Offenburgs wurde ihm bereits im Jahr 2000 verliehen.
Zum 70. Geburtstag erhielt Hubert Burda durch Oberbürgermeisterin Edith Schreiner 2010 einen nach ihm benannten Platz, die Ehrenbürgerwürde Offenburgs wurde ihm bereits im Jahr 2000 verliehen.

Ortenau (rek/gro/dh). Die Würde eines Ehrenbürgers ist die höchste Auszeichnung, die eine Kommune an Einzelpersonen verleihen kann. Wer bekommt die Ehrenbürgerwürde und welche Annehmlichkeiten sind damit verbunden?

Der Grund, warum auf der Internetseite der Stadt Kehl keine Namen von Ehrenbürgern zu finden sind, ist einfach: „Es gibt keine Ehrenbürger“, teilt Annete Lipowsky, Pressesprecherin der Stadt, auf Anfrage mit. Natürlich habe es in der Vergangenheit verschiedene Ehrenbürger gegeben, da diese Würde aber mit dem Tod erlösche, würde die verstorbenen Würdenträger dort nicht aufgeführt. Wie in anderen Kommunen auch, entscheidet der Gemeinderat laut der Gemeindeordnung darüber, ob eine solche Ehrenbürgerwürde verliehen wird oder nicht. Verliehen wird sie bei besonderen Verdiensten für die Stadt, welche das sind regelt die Ehrenordnung. Das einzige, was in der jüngsten Vergangenheit innerhalb der Stadt verliehen wurde, war die Bürgermedaille im Rahmen von Neujahrsempfängen.

"Die Stadt Offenburg kann für hervorragende Leistungen oder für besondere Verdienste folgende Ehrungen verleihen: Ehrenbürgerrecht, Ehrenring, Bürgermedaille", heißt es in der Satzung des Oberzentrums. 18 Ehrenbürgerwürden hat es in der Geschichte Offenburgs seit 1836 gegeben, die beiden anderen Auszeichnungen deutlich häufiger. Unter den Geehrten befinden sich Lokalpolitiker wie auch zwei Oberbürgermeister: Josef Holler (1951) und Karl Heitz (1976). Vater Franz, Mutter Aenne und auch Sohn Hubert Burda haben die Ehrung erhalten. Jacques Pélissard, Bürgermeister von Lons-le-Saunier, wurde 2009 zuletzt ausgezeichnet. Damit ehrt Offenburg auch herausragende Verdienste um den städtepartnerschaftlichen Austausch. Vorschläge bleiben dem Stadtoberhaupt sowie den Stadträten vorbehalten.

Bisher gab es in Appenweier drei Ehrenbürger: die beiden verstorbenen Siegfried Götz, Bürgermeister a.D. (2002) und Josef Grumer (2009) sowie Karl Maier (2010). "Generell muss es sich nicht um einen Appenweierer Bürger handeln", so Bürgermeister Manuel Tabor. Allein die besonderen Verdienste um das Wohl und das Ansehen der Gemeinde auf öffentlichem, kulturellem, sozialem oder sportlichem Gebiet zählen dabei.

Wie in Appenweier können auch in Neuried Vorschläge aus den Ortsteilen kommen. Viermal haben Neurieder Persönlichkeiten die Ehrenbürgerwürde erhalten, zuletzt Ludwig Schneider 2012. Allerdings kann das Ehrenbürgerrecht "wegen unwürdigens Verhaltens entzogen werden", darauf weist Bürgermeister Jochen Fischer hin.

Sieben Ehrenbürger Oberkirchs, allesamt bereits verstorben, sind im Internet hervorgehoben, darunter die früheren Bürgermeister Josef Geldreich und Erwin Braun, Heimatdichter August Ganther, Stadtpfarrer Maximilian Ruh und der Präsident des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Hans Furler.

Mindestens seit 1850 verleiht Gengenbach die Ehre, zuletzt an Stadtpfarrer Helmut Eberwein (1989) und die Bundestagsabgeordnete Martha Schanzenbach (1997) verliehen und eine dazugehörende Urkunde überreicht.

"Aktuell gibt es keine Ehrenbürger in Achern. Denn: Das Ehrenbürgerrecht erlischt durch Tod", zitiert die Stadt die Gemeindeordnung.

Allen Kommunen ist gemein: "Privilegien materieller Art genießt ein Ehrenbürger nicht, vielmehr ist dies eine reine Ehrenbezeichnung, es steht die hohe Wertschätzung und besondere Anerkennung im Vordergrund", klärt stellvertretend Heidi Haberecht, Pressesprecherin der Stadt Offenburg, auf. Und: "Ein Ehrenbürger wird zu sämtlichen offiziellen Anlässen eingeladen", hat Manuel Tabor einen Zusatz.

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