Weinbruderschaftswein 2025 gewählt
Neue Mitglieder aufgenommen
- Sekretarius Deger Dereli (v. l.), Thomas Männle, Ordensmeister Thomas Laubenstein, Jessica Männle, Ordenskellermeister Frank Palmer und Ordenskanzler Klaus-Peter Mungenast
- Foto: Ortenauer Weinbruderschaft
- hochgeladen von Christina Großheim
Ortenau (st) Weinbruderschaften verstehen sich als kulturelle Vereinigungen zur Pflege des Weingenusses. Die Ortenauer Weinbruderschaft kommt der historischen Bedeutung mit ihrer Aufgabe der Förderung des Kulturgutes Wein nun im 17. Jahr ihres Bestehens nach, mit einer Entwicklung von ungebrochenem Mitgliederzuwachs.
Durch die Aufnahme von weiteren sechs Mitgliedern anlässlich des traditionellen „Großen Konvent“, so nennt sich der alljährliche gesellschaftliche und vinologische Höhepunkt zum Jahresbeginn, ist die Zunft nun auf deutlich über 100 Mitgliedern angewachsen, heißt es in einer Pressemitteilung. Aber nicht nur mit Weinprofis, wie allgemein angenommen, sondern mit Frauen und Männern aller Coleurs. Zur restriktiven Aufnahmevoraussetzung gehören nicht Titel und Geldbeutel, sondern einfach die Liebe und die Hingabe zum Wein und dem Weinparadies Ortenau. Neu hinzu gesellen sich nun eine Verwaltungswirtin, eine SAP- ID Spezialistin, ein Koch und Gastronom, ein Lebensmitteltechnologe bis hin zum Amtsgerichtsdirektor.
Das Aufnahmeritual mit Verleihung der Urkunden durch Ordensmeister Thomas Laubenstein und dem Ehrentrunk von Ordenskellermeisters Frank Palmer war eingebettet in ein Mehrgangmenü mit regionalem Schwerpunkt und korrespondierenden Ortenauer Weinen von Küchenmeister Karl-Heinz Lott vom gastgebenden Restaurant und Weinhotel „Engel“ in Appenweier-Nesselried.
Blindverkostung
Im Mittelpunkt des festlichen Abends stand die Verleihung des „Weinbruderschaftsweines 2025“. Diese Ehrung ist eine Auszeichnung der etwas anderen Art: Winzersekte standen im Wettbewerb. In einer Blindverkostung wählten die Mitglieder der Bruderschaft im Vorfeld aus 22 angestellten Ortenauer Winzersekten den „2021er Pinot Brut“ vom Schwarzwald Weingut Thomas Männle zum „Weinbruderschaftswein 2025". Der feine geschliffene Pinotcharakter überzeugte die 35 sachkundigen Probanten. Platz zwei ging an den Winzerkeller Hex vom Dasenstein mit einem „Villa Heynburg“ Cremant Brut, den dritten Platz teilten sich das Weingut Simon Huber, Gengenbach, mit einem Cuveé Blanc Brut und die Winzergenossenschaft Rammersweier mit der Scheurebe Brut.
Die Verkoster hatten nur eine einzige Bewertungsvorgabe: „Welcher Sekt schmeckt mir am besten“. In einem solchen Publikumswettbewerb wird nicht ein Produkt gepriesen, das von Weinprofis getestet wird, sondern von anspruchsvollen Weinfreunden als Verbraucher, so Ordenskanzler Klaus-Peter Mungenast in der Laudatio. Eine Bereicherung in Sachen Weinmarketing erfuhr die Festgesellschaft durch einen Redebeitrag von Jessica Männle, der Tochter von Weingutsbesitzer Thomas Männle. Die studierte Marketing- und Kommunikationsexpertin stellte die zeitgemäße Weinvermarktung in Form von Social Media in ihrem Kurzvortrag in den Mittelpunkt.
Jahresprogramm
Das Jahresprogramm, vorgestellt von Sekretarius Deger Dereli, stellt mit zwei Vergleichsverkostungen Elsass und Steiermark zur Ortenau und einer Likörverkostung den önologisch- sensorischen Part des Jahresprogrammes heraus. Ein Ärtztevortrag über „Wein und Gesundheit“, eine Rebbegehung und Betriebsbesichtigungen sind weitere Themen im Rahmen der monatlichen Veranstaltungen.




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