Eine Frage, Frau Heitmann
Kurzarbeit im Klinikum?

Carina Heitmann

Fakt ist: Viele Beschäftigte müssen derzeit mit Kurzarbeitergeld auskommen. Aber stimmt auch das Gerücht, im Ortenau Klinikum sei Personal auf Kurzarbeit? Anne-Marie Glaser hat bei Personaldirektorin Carina Heitmann nachgefragt.

Ist Personal im Ortenau Klinikum von Kurzarbeit betroffen?

Im Ortenau Klinikum gibt es keine Kurzarbeit. Kliniken dürfen die entsprechenden Leistungen nicht mit dem Rettungsschirm des Bundes kombinieren. Unabhängig davon wäre eine solche Maßnahme aus Sicht von Landrat Frank Scherer und von Ortenau-Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller für das Ortenau Klinikum in Krisenzeiten nicht angemessen. Es gilt vielmehr, den Mitarbeitern des Ortenau Klinikums in einer schwierigen Situation den Rücken zu stärken.

Um für eine erhöhte Anzahl von Covid-19-Patienten gerüstet zu sein, wurden planbare OPs auf unbestimmte Zeit verschoben. Dadurch müssen auch Kapazitäten beim Personal freigeworden sein. Wie wurden diese in den vergangenen Wochen genutzt?
Auf der Grundlage der bundes- und landespolitischen Entscheidungen im Zuge der Corona-Krise hat das Ortenau Klinikum Mitte März seine Häuser neu organisiert. Zur Versorgung schwerer Covid-19-Erkrankugen wurden die Intensivkapazitäten von bis dahin 39 Beatmungsplätzen vorsorglich auf bis zu 120 Beatmungsplätze ausgebaut. Beatmungsmedizin ist sehr personalintensiv. Dieser personelle Mehrbedarf wurde aus einzelnen Bereichen, in denen eine geringere Arbeitsbelastung bestand, abgedeckt. Zudem haben wir freies Personal in zahlreichen Kursen etwa zu den Themen Hygiene und Intensivpflege zusätzlich geschult, um die Mitarbeiter auf die besondere Situation vorzubereiten.

Wie sieht das aus, wenn sich ein Teil der Beschäftigten für den Notfall bereit hält?
Um auf eine erhöhte Anzahl an Covid-19-Patienten vorbereitet zu sein und möglichst flexibel reagieren zu können, wurde als erste Maßnahme eine Urlaubssperre ausgesprochen. Durch die vorläufige Absage der planbaren Operationen sind natürlich zeitweise auch personelle Kapazitäten freigeworden. Die entsprechenden Mitarbeiter haben in dieser Zeit teilweise Überstunden abgebaut. Sie konnten hierbei ihren Tag, natürlich im Rahmen der allgemeinen Kontaktbeschränkungen, frei gestalten. In der Hochphase alle 24 Stunden, später alle 48 Stunden fragten sie telefonisch bei ihrem Vorgesetzten an, ob ein Einsatz abzusehen ist. So hätten wir im Notfall schnell reagieren können. Carina
Heitmann

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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