20.000 Euro ergaunert
Anrufe falscher Polizeibeamter und Enkeltrick

Mittelbaden. Seit Anfang der Woche gab es in der Region mehrere betrügerische Anrufe bei älteren Personen von vermeintlichen Polizisten oder Verwandten. Dabei meldeten sich Dutzende besorgte, aber auch aufmerksame Bürger und zeigten dies bei den örtlichen Revieren oder über Polizeinotruf an.

In einem dieser Fälle gelang es den Betrügern laut Pressemeldung durch geschickte Gesprächsführung von einer Dame aus dem Raum Gengenbach über 20.000 Euro zu ergaunern. Hierbei erhielt die hoch betagte Frau nicht nur Anrufe von falschen Polizeibeamten, sondern auch von einem vermeintlichen Staatsanwalt. Das Geld wurde von der Frau für die Übergabe deponiert, nun ist es verschwunden.

Betrügerische Anrufe mit der Forderung nach größeren Geldmengen erfolgen meist unter Vortäuschen der Polizei-Notrufnummer 110 oder einer anderen örtlichen Telefonnummer, die im Telefondisplay des Angerufenen erscheint.

Beispiele zur Betrugsmasche "Falsche Polizeibeamte"

  • Eine Einbrecher- oder Räuberbande wurde in der Umgebung festgenommen, jedoch nicht alle, nur ein oder zwei. Bei diesen wurden Notizzettel mit Name und Adresse des Angerufenen gefunden. Es wird vermutet, dass der Angerufene Opfer eines Einbruchs werden wird. Die Polizei könne nun die Wertsachen sichern.
  • In allen Varianten wird dann auch immer wieder die Verquickung mit einem kriminellen Bankmitarbeiter geschildert, so dass auch auf der Bank das Geld nicht sicher wäre.
  • Anrufer geben sich als Polizei- oder Kriminalbeamte aus, auch als Staatsanwalt.

Beispiele zur Betrugsmasche "Enkeltrick"

  • Ob Enkel, Neffe, Enkelin, Nichte: Es wird versucht ein Verwandtschaftsverhältnis zu unterstellen.
  • Mit den Worten "Rate mal, wer hier spricht" oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger meist bei Älteren Personen an.
  • Wenn der oder die Angerufene keinen Namen nennt wird nachgefragt, wie zum Beispiel: "Oma erkennst du mich nicht, ich bin's."
  • Sobald dann ein Vorname genannt wird, nimmt die Anruferin diese Rolle ein.
  • Identische Variante auch mit der Legende als Angehöriger der Nachbarschaft
  • Aktuelle Masche: Anruf und Mitteilung über einen schweren Verkehrsunfall eines Verwandten mit der Behauptung, dass die Zahlung einer Kaution fällig wäre, da man ansonsten in Haft käme. Der Anrufer meldet sich als Polizist.

Präventionstipps der Polizei

  • Die Polizei ruft Sie niemals unter dem Polizeinotruf 110 an!
  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge oder Wertgegenstände bitten!
Autor:

Stefan Schartel aus Offenburg

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