Waldbrände in der Ortenau
Feuerwehren haben Feuer unter Kontrolle

In Steinach waren die Löscharbeiten schwierig, da es an einem extrem steilen Hand brannte. | Foto: Bernhard Frei/Landratsamt Ortenaukreis
  • In Steinach waren die Löscharbeiten schwierig, da es an einem extrem steilen Hand brannte.
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Steinach/Zell am Harmersbach/Nordrach/Gengenbach (st) Mehr als 600 Einsatzkräfte kämpften am gestrigen Dienstag, 11. August, gegen die Waldbrände in der Ortenau. Im Einsatz waren die Feuerwehr, Rettungsdienst und Bergwacht, so das Landratsamt Ortenaukreis in einer Pressemitteilung. Am Nachmittag, gegen 15.30 Uhr, war zunächst ein Brand nahe der Bundesstraße 33 in Steinach gemeldet worden. Nur eine Stunde später wurde der Feuerwehr und der Polizei ein weiterer Brand in Zell am Harmersbach gemeldet. Am Abend brach in der Nähe von Nordrach ein weiterer Waldbrand aus. Gegen Mitternacht wurde die Feuerwehr zu einem weiteren Brand nach Gengenbach gerufen.
Laut Landratsamt sind am Mittwochmorgen, 12. August, die Brände gelöscht oder unter Kontrolle. Der Brand in Steinach war nach Angaben von Kreisbrandmeister Bernhard Frei gegen 20.50 Uhr unter Kontrolle. Die Lage blieb aber dynamisch, da die Löscharbeiten in diesem Gebiet besonders schwierig waren. Die Brandstelle befand sich an einem extrem steilen Hang. Auch der Wind erschwerte die Arbeiten. Die Einsatzstelle blieb weiterhin besetzt. Eine Brandwache hat den Einsatzort im Blick.

16 Hektar in Flammen

In Zell am Harmersbach sollen rund 16 Hektar Wald in Flammen gestanden haben. Am Dienstagabend war die Lage angespannt. Ein Teil des Brandes wurde in südwestlicher Richtung kontrolliert weiterbrennen gelassen. Die Löscharbeiten dauerten weit über die Nacht hinaus. Am Morgen war auch dieser Brand unter Kontrolle.
Das in Nordrach gemeldete Feuer konnte noch am Dienstagabend gelöscht werden. Die Feuerwehr war dort nach Meldungen aus der Bevölkerung alarmiert worden.
Landrat Thorsten Erny hatte noch am Dienstagabend die Einsatzstellen in Steinach und Zell am Harmersbach besucht und dort mit den Verantwortlichen und Einsatzkräften gesprochen. „Was die Einsatzkräfte hier seit Stunden leisten, verdient unseren größten Respekt und Dank“, sagt Erny. „Viele von ihnen werden noch bis tief in die Nacht hinein arbeiten, wie selbstverständlich wird hier über Verwaltungs-, Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg zusammengearbeitet. Feuerwehren aus der ganzen Ortenau und aus unseren Nachbarlandkreisen stehen Seite an Seite, Landwirte helfen mit ihren Wassertanks. Mein herzlicher Dank gilt jedem Einzelnen, der hier mit anpackt für die Sicherheit der Menschen in der Ortenau."
Er war es auch, der das Feuer in Gengenbach-Schwaibach entdeckt und gemeldet hatte. Er hatte sich laut Landratsamt gerade auf dem Rückweg von den anderen Brandstellen befunden. Zwei Wohnhäusern hätten laut Pressemeldungen evakuiert werden müssen. Auch dieses Feuer ist inzwischen unter Kontrolle. 
Die örtlichen Feuerwehren werden von zahlreichen weiteren Feuerwehren aus dem Ortenaukreis sowie von zusätzlichen Brandbekämpfungszügen aus den Landkreisen Rottweil und Emmendingen sowie aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis unterstützt. Auch zahlreiche Landwirte helfen mit Wassertanks und bringen Löschwasser zu den Einsatzstellen. In die Koordination der Einsätze sind Kreisbrandmeister Bernhard Frei sowie die stellvertretenden Kreisbrandmeister Thomas Happersberger, Nils Schulze und Viktor Liehr eingebunden.
Update: Um 9.47 Uhr wurde über die Warnapp Nina Entwarnung zu den Waldbranden in Zell am Harmersbach und Steinach gegeben. Der Brand wird als unter Kontrolle gemeldet. Die Nachlöscharbeiten würden noch bis zum späten Abend andauern.

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