Großkontrolle
Grenzüberschreitend gegen Kriminelle im Einsatz

Eine der Kontrollstellen war in der Schwarzwaldstraße in Lahr. | Foto: Christina Großheim
  • Eine der Kontrollstellen war in der Schwarzwaldstraße in Lahr.
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Ortenau Die grenzüberschreitende Kriminalität stand am Donnerstag im Mittelpunkt einer Großkontrolle im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg. Es wurden Kontrollstellen eingerichtet, aber auch mobile Kontrollen durchgeführt. Rund 200 Beamte des Polizeipräsidiums Offenburg und des Polizeipräsidiums Einsatz wurden vom Zoll, der Bundespolizei, der Gendarmerie Nationale und der Police Nationale unterstützt. Die Aktion lief im Bereich aller neun Polizeireviere.
Dabei waren nicht nur französische Polizisten auf deutscher Seite im Einsatz, sondern auch deutsche Einsatzkräfte auf französischem Territorium. Im Laufe des Tages wurden rund 770 Fahrzeuge, über 1.000 Personen und 450 Dokumente auf deutscher Seite überprüft. Schwerpunkt der Kontrollen war die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität. Hierzu zählen insbesondere Eigentumsdelikte, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Schleusungsdelikte sowie die Fahndung nach gesuchten Personen. Zudem sollten Täterstrukturen und mögliche Transportwege erkannt werden.

Kokain im Fokus

Im Rauschgiftbereich legten die Beamten der Kriminal- und Schutzpolizei mit offenen und verdeckten Maßnahmen insbesondere ein Augenmerk auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz in Zusammenhang mit Kokain. Dies stelle derzeit in zunehmenden Maße ein Problem dar, da der Konsum in der Mitte der Gesellschaft mit allen Begleiterscheinungen und Auswirkungen angekommen sei. Laut Polizei würden eine hohe Verfügbarkeit und sinkende Preise den Handel und Konsum der Droge begünstigen.
Am Flughafen Karlsruhe-Baden-Baden intensivierten die Polizeibeamten zusammen mit Kräften des Zolls und der Bundespolizei die Einreisekontrollen. Die Spezialisten der deutsch-französischen Wasserpolizei in Kehl nahmen die internationalen Routen des Schifffahrtverkehrs auf dem Rhein unter die Lupe. Die Besatzung eines Polizeihubschraubers stand den Einsatzkräften zur Verfügung.
Das Ergebnis: neun Verstöße gegen das Waffengesetz – darunter eine scharfe Schusswaffe –, zwölf ausländerrechtliche Verstöße und eine illegale Einreise. Außerdem wurden fünf zollrechtliche Vorgänge in die Wege geleitet und acht Fahrten ohne Fahrerlaubnis oder Versicherungsschutz festgestellt. Zwei Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz und das Prostituiertenschutzgesetz wurden ermittelt. 36 verschiedene, meist verkehrsrechtliche Ordnungswidrigkeiten mussten geahndet werden. An einer Kontrollstelle wurde eine Person, die per Haftbefehl gesucht wurde, entdeckt und nach Zahlung des ausstehenden Geldbetrags auf freien Fuß gesetzt.
Es wurden vier Verfahren wegen Besitzes diverser Betäubungsmittel eingeleitet, zehn Fahrten unter Drogeneinfluss geahndet und einmal Handel mit Betäubungsmitteln festgestellt. Es wurden Heroin, Haschisch und Marihuana, mehrere Plomben Kokain und Ecstasy-Tabletten aufgefunden.
Auf französischer Seite wurden rund 1.400 Fahrzeuge und rund 1.750 Personen überprüft.

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