Die Glosse im Guller
Ob eigentlich der Sepp Blatter noch Zeit hat?
- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Was macht eigentlich der Sepp Blatter? Sie wissen schon, der ehemalige Präsident des Weltfußballverbands FIFA, von dem manche denken, er sei ein schlimmer Finger. Korruption und andere üble Dinge standen im Raum. Aber letztendlich wurde er freigesprochen. Egal, inzwischen lenkt ja eine andere Lichtgestalt die Geschicke der FIFA: Gianni Infantino.
König Infantino
Aber auch Infantino hat nicht nur Fans. Manche halten sein Tun für skandalös. Auf den Kapverden, Curaçao oder in Katar fand man ihn bislang allerdings ziemlich pfiffig. Einfach so die WM-Teilnehmerzahl erhöhen, damit noch ein paar semiprofessionelle Außenseiter mitmachen können – da muss man erst einmal drauf kommen. Okay, das war gemein. Es sind alles Profis und mit Herzblut bei der Sache. Trotzdem würde ich mal behaupten, dass ein Spiel Kongo gegen Usbekistan nicht auf die ganz große weltweite Aufmerksamkeit stößt. Nun haben die Stimmen aller 211 in der FIFA organisierten Fußball-Nationalverbände dasselbe Gewicht, weshalb es dem Präsidenten bislang völlig Wurst war, was die großen europäischen Nörgler von ihm halten. Auch bei seiner Idee, Teile der WM-Vermarktungsrechte an Investoren zu verkaufen, glaubte König Infantino die Mehrheit hinter sich. Und was kümmert es die Eiche, wenn sich ein Wildschwein an ihr kratzt? Dann wurde das Wildschweinrudel aber immer größer. Erst bockte nur die UEFA, dann immer mehr. Zuletzt gab der große FIFA-Präsident dann doch klein bei, bevor ihm alle Felle davonschwimmen.
Donald Trump
Dabei hätte Infantino ja noch eine Jobalternative. Schließlich hat Donald Trump seinen Kumpel Jonny, der Gianni heißt, als UN-Generalsekretär ins Gespräch gebracht. Wenn nur das liebe Geld nicht wäre: Bei der FIFA soll Infantino 2025 mit Boni 5,3 Millionen Euro verdient haben. So ein UN-Generalsekretär verdient je nach Kurs nur 360.000 Euro plus Dienstwohnung und ein paar Extras. Ob wohl der Blatter Zeit hätte?









Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.