Das rät die Polizei
Wenn der Einbrecher auf frischer Tat ertappt wird

Vorsicht Einbrecher!
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  • Foto: Polizeiliche Priminalprävention der Länder und des Bundes
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Ortenau (ag). Die Pandemie mag zwar noch nicht besiegt sein. Reisen ist aber möglich. Viele nutzen deshalb jetzt im Frühjahr die Feier- und Brückentage für einen Tapetenwechsel. Doch manchmal kann es bei der Rückkehr ein böses Erwachen geben. Nämlich dann, wenn Einbrecher die Abwesenheit nutzten, um ins Haus einzudringen.

Zahlen auf Vorjahresniveau

Immerhin, die Einbruchshochzeiten scheinen im Verantwortungsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg überwunden, wie ein Blick auf die Kriminalstatistik zeigt. "Mit 309 Fällen im Jahr 2021 haben wir den niedrigsten Stand der Einbrüche im Zehn-Jahres-Vergleich erreicht", erklärt Ralf Kaufmann von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle beim Polizeipräsidium Offenburg auf Anfrage der Guller-Redaktion. "Aktuell bewegen sich die Zahlen für den Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls in etwa auf Vorjahresniveau." Grund für den Rückgang nach dem Spitzenjahr 2016 seien die verstärkten polizeilichen Aktivitäten gewesen. "Dies hat zunächst dazu geführt, dass die Einbruchszahlen von 905 Fällen im Jahr 2016 auf 544 Fälle im Jahr 2019 zurückgegangen sind. Dies bedeutete einen Rückgang um zirka 40 Prozent. In der Pandemielage war dann ein weiterer, konstanter Rückgang der Wohnungseinbrüche zu verzeichnen", so Kaufmann.

Das Ganze Jahr wird eingebrochen

Der typische Einbruch ereignet sich laut dem Präventionsfachmann häufig in der dunklen Jahreszeit, vorwiegend zwischen 17 und 21 Uhr. Hierbei nutzen die Täter Dunkelheit und die Abwesenheit der Bewohner aus. Das heißt aber keineswegs, dass Einbrecher in den helleren Monaten Urlaub machen. "Einbrüche finden generell das ganze Jahr statt", betont Ralf Kaufmann.

Als die wichtigsten Sicherheitsregeln nennt er: Abschließen von Fenster und Türen beim Verlassen der Wohnung. Simulieren von Anwesenheit durch automatisierte Beleuchtung. Außerdem empfiehlt Kaufmann, eine kostenlose, sicherheitstechnische Beratung durch die Polizei in Anspruch zu nehmen. Jeder kann sich nämlich individuell beraten lassen. Auf Wunsch kommt ein Beamter zu Hause vorbei, prüft Schwachstellen und gibt konkrete Tipps. Wer an einem solchen Besuch Interesse hat, wendet sich an die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Offenburg unter 0781/214515 oder -4531 oder schreibt eine Mail an offenburg.pp.praevention@polizei.bwl.de. Allgemeine Informationen gibt es außerdem auf www.polizei-beratung.de oder www.k-einbruch.de.

Am besten ist es natürlich, wenn ein Einbrecher gar nicht erst in die Räumlichkeiten kommt. Doch was tun Wohnungsbesitzer, wenn das doch gelingt und sie einen solchen ungebetenen Gast auf frischer Tat ertappen? "Die polizeiliche Erfahrung zeigt, dass Einbrecher beim Kontakt mit den Bewohnern die Flucht antreten", erklärt Ralf Kaufmann. "Wer einen Einbruch feststellt, sollte sich durch lautes Rufen und Einschalten des Lichts bemerkbar machen." Wichtig sei es, in einem sicheren Bereich des Hauses zu bleiben und die Polizei über Notruf 110 zu verständigen. Letzteres gilt genauso, wenn Nachbarn oder Passanten einen Einbrecher in einem Haus vermuten. "Verständigen Sie sofort über den Notruf die Polizei. Beobachten sie aus sicherer Entfernung den vermeintlichen Tatort und schreiben sie sich die Kennzeichen von eventuell verdächtigen Fahrzeugen auf", lautet Kaufmanns Rat.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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