Artenvielfalt
Lebensräume für Insekten

Artenreiche Wiesenmischungen mit überwiegend mehrjährigen Kräutern gibt es auf städtischen Flächen im Umfeld der Illenau, der Illenbachaue oder auf dem Damm des Hochwasserrückhaltebeckens bei Fautenbach. | Foto: Stadt Achern
  • Artenreiche Wiesenmischungen mit überwiegend mehrjährigen Kräutern gibt es auf städtischen Flächen im Umfeld der Illenau, der Illenbachaue oder auf dem Damm des Hochwasserrückhaltebeckens bei Fautenbach.
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Achern (st). „Mit einer offensiven Strategie wollen wir Lebensräume für Insekten schaffen und damit die Artenvielfalt stabilisieren“, so Oberbürgermeister Klaus Muttach. „Deshalb haben wir zahlreiche Flächen hierfür im Stadtgebiet entwickelt“. Für Insekten bedeutsame Kräuterbestände gibt es auf städtischen Flächen im Umfeld der Illenau, der Illenbachaue sowie auf dem Damm des Hochwasserrückhaltebeckens bei Fautenbach.

Wiesenmischungen

Es wurden jeweils artenreiche Wiesenmischungen mit überwiegend mehrjährigen Kräutern ausgebracht. In Bezug auf Artenvielfalt und Seltenheit von Arten selten gewordenen Magerwiesen und -rasen (Thymian, Wilder Oregano, Wiesensalbei, Nelke) kommt dem Damm des Fautenbacher Hochwasserrückhaltebeckens eine herausragende Bedeutung zu.

Nährstoffgehalt des Bodens

Der Nährstoffgehalt des Bodens entscheidet wesentlich mit, ob konkurrenzschwache Kräuter sich im Bestand nachhaltig etablieren können. Vorbereitend muss deshalb die vorherige Vegetationsdecke abgetragen und der Oberboden mit Sand gemischt werden. Diese Arbeiten wurden vom städtischen Umweltbeauftragten Dr. Stephan Engel vorbereitet und vom städtischen Bauhof ausgeführt. Eine extensive Mahd und Abfuhr des Mähgutes für den Erhalt dieses Artenreichtums ist unerlässlich.

Mehr als 70 Insektenarten

Nicht nur Kräuter sind wichtige Nahrungsgrundlage für Insekten. Auch blühenden Gehölzen, insbesondere die Arten Weissdorn und Schlehe, kommt eine herausragende Bedeutung als Nektarlieferant für mehr als 70 Insektenarten im März, April und Mai zu. Darüber hinaus sind ihre Früchte Nahrung und die Gehölze Habitat für Vögel. Und nicht zuletzt sind diese langsam wüchsigen Gehölze auch eine wohltuende Weide für das menschliche Auge.

Insektenhotel

Einen schönen Kräuterbestand gibt es an der Klara-Reimann-Straße im Kurvenbereich südlich der Jugendkirche mit den Arten Klatsch-Mohn, Kornblume, Habichtskraut, Schafgarbe. Angeregt wurde diese Maßnahme vor rund zwei Jahren vorm Frauenforum Achern. Das Frauenforum Achern selbst hat die Fläche auch tatkräftig mit einer Wiesenmischung aus einjährigen und mehrjährigen Arten eingesät. Vorbereitende Arbeiten erledigten der Umweltbeauftragte Dr. Stephan Engel und der städtische Bauhof: die vorherige Vegetationsdecke musste abgetragen und den Oberboden mit Sand gemischt werden. Das östlich davon stehende Insektenhotel wurde von Franz Panter vom Naturschutzbund NABU in den Illenau Werkstätten gebaut.

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