Vier Varianten fürs Herz der Stadt
Umgestaltung Markt- und Rathausplatz

Alexander Buchmüller mit den Modellen der vier Varianten
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Achern (gro). Der Rathaus- und der Marktplatz in Achern sollen im Rahmen des Masterplans Stadtentwicklung ein neues Gesicht bekommen. "Auch in der kürzlich durchgeführten Zukunftswerkstatt wurde das Bedürfnis der Menschen nach einem Platz zum Ausdruck gebracht, auf dem Begegnung, Gemeinschaft und Zusammenleben möglich sind", stellte Oberbürgermeister Klaus Muttach bei der Vorstellung von vier Entwürfen für die Entwicklung dieses zentralen Ortes fest.

Bevor das beauftragte Büro Prof. Schmid, Treiber und Partner an die Arbeit ging, wurden die Anlieger der beiden Plätze befragt. Die Ziele der Planungen sind klar formuliert: Die beiden Plätze sollen zu einer Einheit verbunden werden. Es soll Flexibilität für Märkte und Veranstaltungen geschaffen werden. Die Barrierefreiheit war ein wichtiger Punkt, der immer wieder erwähnt wurde. Mit der Umgestaltung soll ebenso ein attraktiveres Umfeld für die Geschäfte und Gastronomiebetriebe geschaffen werden. "Es soll ein Platz für Jung und Alt werden", brachte es Projektleiter Alexander Buchmüller auf den Punkt.

Barrierefreiheit

Gemeinsam haben alle vier Gestaltungsvarianten: Die beiden Plätze werden optisch miteinander verbunden - durch ein gemeinsames Pflaster. Das Grün wird aufgewertet, so dass das Kleinklima auf dem vor allem im Sommer sehr heißen Platz sich verbessert und mehr Schattenplätze geschaffen werden. Sowohl auf dem Rathaus- als auch dem Marktplatz wird das Thema Wasser eine Rolle spielen. Der Platz wird optisch über die Hauptstraße zum Adlerplatz hin verlängert. Er wird barrierefrei gestaltet, die Wilhelm-Schechter-Straße erhält den gleichen Belag. 

Die erste Variante wird als Achat bezeichnet, denn die mit einem unterschiedlichen Bodenbelag ausgebildete Form erinnert an die Form des Halbedelsteins. Der Stadtraum Markt- und Rathausplatz wird durch einheitliches Pflaster gebildet, in einem anderen Bodenbelag werden die beiden Plätze in einer organischen Form miteinander verbunden. Die Gestaltung ist auf beiden Plätzen gleichwertig. Hohe Rankgerüste sorgen für eine grüne Einfassung und sind das verbindende Element zwischen den beiden Plätzen. Ein Wasservorhang auf dem Rathausplatz und ein Wasserspiel auf dem Marktplatz runden das Ensemble ab.

Gemeinsamer Raum

"Ausgerollter Teppich" nennen die Planer die Variante zwei: Das prägende Rathausgebäude wird durch eine Platz-Intarsie in Szene gesetzt. Dem Gebäude gegenüber werden zehn Bäume gepflanzt, damit die Funktion der Plätze gewährleistet bleibt, müssen deren Krone drei Meter hoch sein. Der Marktplatz wird zu einem grünen Südbereich umgestaltet mit Wasserbecken und integrierter Narrenfigur. 

Große Tulpenbäume - wie der bestehende am Rathausplatz - sollen in der Variante drei die beiden Plätze an den Rändern einfassen. Die Baumfassung öffnet den Rathausplatz zur Hauptstraße, es gibt Sitzgelegenheiten und ein Wasserdüsenfeld. Der Marktplatz erhält eine Erweiterung für Außengastronomie.

Grün für die Innenstadt

Eine Baumhalle wird in der Variante vier auf dem Rathausplatz entstehen. Der Platz würde mit 15 hochkronigen Bäumen bepflanzt werden und würde als grüne Oase dienen. Da die Baumkronen sehr hoch sind, könnten trotzdem die Märkte und Feste wie gewohnt auf dem Platz stattfinden. Auf dem Marktplatz würden weitere Aufstellkapazitäten für Stände geschaffen werden. Der Narrenbrunnen würde inszeniert werden. 

"Im Gemeinderat am Montagabend gab es keine Präferenz", so OB Muttach. Einstimmige Meinung sei gewesen, dass man erst in den Fraktionen diskutieren wolle. Es gibt allerdings bereits einen Zeitplan für die Umsetzung: Bis Ende des Jahres soll die Entscheidung für eine Variante gefallen sein. "Wir würden, wenn es trotz Corona irgendwie möglich ist, die Bürger einbinden", so Muttach. Die Bauarbeiten könnten bereits 2021 beginnen, spätestens 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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