Museum in Heidelberg
Pharmaziegeschichte erleben

Blick in das Laboratorium des Deutschen Apotheken-Museums, ausgestattet mit zahlreichen Gerätschaften aus dem 18. bis 20. Jahrhundert
  • Blick in das Laboratorium des Deutschen Apotheken-Museums, ausgestattet mit zahlreichen Gerätschaften aus dem 18. bis 20. Jahrhundert
  • Foto: Deutsches Apotheken-Museum
  • hochgeladen von Daniela Santo

Im Heidelberger Schloss hat das Deutsche Apotheken-Museum seit 1957 einen festen Platz. Die Arzneimittelsammlung, die Apotheken aus dem Barock und dem Biedermeier, die schweren Mörser, grazilen Waagen, schimmernden Keramiken und viele andere Kostbarkeiten der Pharmaziegeschichte ziehen die Besucher in ihren Bann.

Das Deutsche Apotheken-Museum besitzt eine weltweit berühmte Sammlung. Es ist die Mischung aus dem nostalgischen Reiz der kostbaren historischen Apothekeneinrichtungen, aus geheimnisvollen alten Gerätschaften wie Destillierapparaten, Gefäßen aus farbig glasierter Keramik oder buntem Glas, Mörsern und jahrhundertealten, höchst präzisen Waagen – und aus dem besonderen Ort, den gewölbten Räumen im Ottheinrichsbau von Schloss Heidelberg. Der leichte Schauder, der einen angesichts der oft skurrilen Zeugnisse der Pharmaziegeschichte anweht – von getrockneten Kräutern bis zum gepulverten Einhorn und zur menschlichen Schädeldecke – trägt seinen Teil zum Reiz bei. Aus vier Jahrhunderten stammen die Bestände des Museums, das 1937 in München gegründet wurde. Nachdem das Stammhaus im Zweiten Weltkrieg zerstört war, kam die Sammlung über einen Zwischenstopp in Bamberg nach Schloss Heidelberg. Das Museumsteam kann mit vielen Führungen aufwarten:„Alraune und Einhorn" lautet der Titel der Überblicksführung. Aber es gibt auch eine genussreiche „Kulinarische Zusammenkunft zwischen Apotheke und Schlossküche" oder den Rundgang „Von Rosenwasser und Konfekt – Heilkunde aus dem Morgenland". Im vergangenen Jahr wurde der Apothekengarten des Deutschen Apotheken-Museums am Heidelberger Schloss eingeweiht. Der Pflanzenauswahl lagen Aufzeichnungen des Heidelberger Hofapothekers Sprenger zu Grunde, der im 16. Jahrhundert einen weithin berühmten "hortus medicus" am Fuße des Schlossbergs anlegte.

Info: Das Deutsche Apotheken-Museum im Heidelberger Schloss ist bis zum 31. März täglich von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet, von April bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr. Am Montag, 17. Februar, bleibt das Museum wegen Instandhaltungsarbeiten geschlossen. Der Eintritt ist im Schlossticket für acht Euro enthalten. Weitere Infos gibt es unter www.deutsches-apotheken-museum.de.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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