Ausstellung in Riegel
Zehn Jahre Kunsthalle Messmer

André Evard, "Symphonia 4"
  • André Evard, "Symphonia 4"
  • Foto: Sammlung Messmer
  • hochgeladen von Daniela Santo

Die aktuelle Ausstellung „10 Jahre kunsthaller messmer – Ein Leben für die Kunst“ in Riegel erzählt die lebendige Geschichte des Schweizer Künstlers André Evard (1876-1972) und ordnet ihn erstmals umfassend in die Zeitgeschichte ein.

André Evard 

Evards Kreis besteht neben zahlreichen Künstlern auch aus Persönlichkeiten der Politik, wie dem Sozialist Charles Naine und dem späteren Schweizer Außenminister Pierre Graber. Die Ausstellung erhellt bisher unbeleuchtete Facetten im Leben des Schweizers: Wer waren Evards Wegbegleiter? Wo und mit wem hat Evard ausgestellt? Wie sah die Kunstsammlung Evard aus? Wer und was inspirierte den Künstler? Das erwartet die Besucher: Auguste Renoir, Georges Braque, Paul Klee, Le Corbusier, Octave Matthey, Louis Reguin, Léon Perrin, Charles L'Eplattenier, Hans Arp, Max Bill, Leo Leuppi, Richard Paul Lohse, Leopold Schmutzler und Verena Loewensberger.
Der 1876 im Berner Jura geborene André Evard zeichnet sich Zeit seines Lebens durch künstlerische Neugier und Experimentierfreude aus. Zu seinen Kommilitonen an der Akademie zählen Le Corbusier, mit dem Evard an der berühmten Villa Fallet und dem Maison Spillmann arbeitet. Nach einer Italienreise schenkt Le Corbusier Evard ein Exemplar von John Ruskins „Sesame and Lilies“ mit folgender Widmung: „Für meinen unübertroffenen Studienkollegen und Freund, A. Evard – ein bescheidenes Dankeschön für die wertvolle Hilfe.“ Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist André Evard in seinem Heimatort sozial engagiert und arbeitet über 30 Jahre ehrenamtlich für das „Feuille Dimanche“. In den 20er-Jahren beginnt er, asiatische und afrikanische Kunst sowie Arbeiten von Auguste Renoir und anderen Zeitgenossen zu sammeln.
1909 findet in München die Internationale Kunstausstellung statt, bei der Leopold Schmutzler und Charles L'Eplattenier ausstellen. Evard tritt mit einem Meisterstück des Art Nouveau an die Öffentlichkeit: „Ciel Étoilé“, der nächtliche Sternenhimmel ist ein Schlüsselwerk im Werk des Künstlers. Aber auch Aquarell-Miniaturen, wie der entzückende „Blütenbaum“ von 1911, zeigen die Qualitäten der Künstlerhand. In den 20er-Jahren zog es den Künstler nach Paris, wo er unter anderem auf Georges Braque, Robert Delaunay und Théo van Doesburg trifft und sich von der pulsierenden Stilvielfalt der 20er-Jahre inspirieren lässt. Er stellt in den berühmten Salons d’Automne und des Indépendants aus und erlebt eine überaus fruchtbare Schaffensphase. 1924 entstehen die Serien „Symphonia“ und „Composition“, mit denen Evard sich einer konstruktiv-konkreten Stilrichtung zuwendet. Künstlerisch aktiv bis ins hohe Alter nimmt Evard an zahlreichen Ausstellungen teil, wenige Monate vor seinem Tod entsteht das Werk „PAX“. Im Alter von 96 Jahren stirbt der Künstler André Evard in Le Locle, unweit seines Geburtsortes.

Info: Die Ausstellung "10 Jahre kunsthalle messmer – Ein Leben für die Kunst" in Riegel ist bis zum 15. September zu sehen. Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Erwachsene zahlen 13,50 Euro Eintritt. Weitere Informationen gibt es unter www.kunsthallemessmer.de.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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