RADSPORT: Hausacher MTB-Asse bei den UCI-Marathon-World-Series in Singen
Clarissa Mai und Alina Bähr haben die WM-Norm geschafft

Frauen-Power: Clarissa Mai (links) und Alina Bähr knackten in Singen die WM-Norm.                                                        Foto: Jasmin Heizmann
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Singen (mi). In Singen kämpfte die Weltelite der Marathonfahrer in den Hegaubergen auf dem Weltmeisterschaftskurs von 2017 um Punkte und Normen. Die Fahrer des SC Hausach/Team LinkRadQuadrat gingen mit ambitionierten Erwartungen an den Start. Eine Top-20-Platzierung und die damit verbundene Qualifikation für die Marathonweltmeisterschaften im September in Grächen (Schweiz) waren das Ziel. Während Clarissa Mai (11.) und Alina Bähr (16.) in der Damen-Eliteklasse die WM-Norm bereits im ersten Rennen knacken konnten, verfehlten Martin Zehnle (41.), Marian Singler (45.) und Matthias Pfundstein (64.) in dem über 80-köpfigen hochkarätig besetzten Starterfeld ihr Ziel. 2050 Höhenmeter sowie 80 kräftezehrende und wellige Kilometer hatten die aus zahlreichen Nationen angereisten Marathonspezialisten bei der UCI Marathon-World-Series in Singen zu bewältigen.
Vom Start weg konnte sich Clarissa Mai in der Spitzengruppe, darunter auch die mehrfachen Welt- und Europameisterinnen Esther Süss (Schweiz) und Sabine Spitz, positionieren. Nach etwa 30 Kilometern konnte sich ein Trio absetzen. Mai, die nach einer fast neunmonatigen Wettkampfpause noch wenig Rennpraxis hatte, hielt sich mit Spitz und Süss in der Verfolgergruppe. „Bei Kilometer 50 setzten sich zunächst fünf Fahrerinnen ab. Um die Lücke wieder zu schließen, ergriff ich die Initiative. Mit Sabine Spitz, Miriam Oeschger und Verena Huber im Schlepptau, die zu diesem Zeitpunkt keine Führungsarbeit leisten konnten, holten wir die Ausreißer wieder ein.“ Dieser Kraftakt rächte sich jedoch. Bei Kilometer 60 bekam die Steinacherin Krämpfe, musste abreißen lassen und kämpfte sich die letzten 20 km alleine ins Ziel. „Dass ich aber einen Platz vor der Olympiasiegerin und amtierenden deutschen Marathonmeisterin Sabine Spitz ins Ziel fahren und die WM-Norm erfüllen konnte, stimmt mich positiv für die weiteren Wettkämpfe“, freute sich die 21-jährige BWL-Studentin.
Alina Bähr hatte eine lange Alleinfahrt hinter sich, ehe bei Kilometer 60 zwei Konkurrentinnen auf sie auffuhren. „Nach einem Fahrfehler am letzten Anstieg musste ich absteigen und schieben. Mit letzter Kraft konnte ich die beiden Konkurrentinnen wieder einholen und den Schlusssprint für mich entscheiden“, berichtete die Oberkircherin. „Mit Platz 16 und der Qualifikation für die WM bin ich mehr als zufrieden." Martin Zehnle war über seinen 41. Platz sehr enttäuscht. „Mein Ziel, die WM-Norm zu knacken, habe ich weit verfehlt. Nach einem Sturz gleich zu Rennbeginn machte ich mich mit Wut im Bauch auf die Verfolgung und fuhr auch in die Top-20 rein. Noch vor Ende der ersten Runde musste ich aber für meine Aufholjagd bezahlen und fiel bis auf Platz 41 zurück.“ Zufrieden war dagegen Marian Singler. „Je länger das Rennen dauerte, umso besser lief es bei mir. Auf der Überholspur konnte ich noch bis Platz 45 vorfahren“, freute sich der Schuttertäler über sein Ergebnis. Matthias Pfundstein beendete das Rennen als 64.

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