Maßnahmen zeigen Erfolge
Badeverbot an See in Goldscheuer aufgehoben

Verbot aufgehoben: Seit Montag ist das Baden am Badesee Goldscheuer wieder erlaubt.
  • Verbot aufgehoben: Seit Montag ist das Baden am Badesee Goldscheuer wieder erlaubt.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Kehl (st). An der Badestelle in Goldscheuer darf wieder gebadet und geschwommen werden: Am Montag, 13. Juli, hat das Gesundheitsamt des Landratsamtes in Absprache mit dem Landesgesundheitsamt das Badeverbot zurückgenommen - allerdings unter Auflagen. So sind die sogenannten Bewirtschaftungsmaßnahmen fortzuführen; im 14-tägigen Rhythmus müssen Wasserproben entnommen werden, deren mikrobiologische Analyseergebnisse unauffällig bleiben müssen. Über eine Änderung der Bewertung der Badestelle wird das Landesgesundheitsamt nach Ende der Badesaison entscheiden.

Die Vielzahl der Maßnahmen, welche die Stadt seit 2018 ergriffen hat, zeitigen offenbar nun doch Erfolg: Die Wasserqualität konnte „gemessen an den Beprobungen 2018 bis 2020 stabilisiert werden“, heißt im Schreiben des Gesundheitsamts, das am Montag im Rathaus eingegangen ist. „Die seit Mai dieses Jahres erhobenen Befunde lassen kein erhöhtes Gesundheitsrisiko für die Badegäste erwarten.“

Im Laufe des Dienstags werden Mitarbeitende des Betriebshofs das rot-weiße Flatterband entfernen, das zuletzt in Zick-Zack-Linien über den kleinen Sandstrand an der Badestelle gespannt worden war und am orangefarbenen Fangzaun Zugänge zum Wasser öffnen.

Flatterband und Zaun sind die jüngsten Maßnahmen, die ergriffen worden sind, um die Verursacher der schlechten Wasserqualität von Strand und Liegewiese fernzuhalten: Kanadagänse, die bis zu 1,4 Kilogramm Kot pro Tier und Tag in bis zu 150 Portionen ausscheiden, hatten das Umfeld der Badestelle so sehr verschmutzt, dass der Kot vom Regen auch in den Badesee gelangt ist und dort für einen zu hohen Gehalt an E.Coli-Bakterien und Enterokokken gesorgt hat.

Bereits 2018 waren die Badestege aus dem See entfernt worden, die regelmäßig eingekotet worden waren. Im gleichen Jahr war der Abfluss in Richtung Mummelsee verbessert worden. Das Fütterungsverbot für Wasservögel wurde durch Maßnahmen ergänzt, mit denen man versuchte, die Gänse zu vergrämen. Wasser, Strand und Liegewiese wurden seit 2018 regelmäßig gereinigt.

Weil all diese Maßnahmen noch immer nicht zu einer ausreichenden Wasserqualität geführt hatten, wurden sie in diesem Jahr durch weitere ergänzt: Anfang Juni wurde entlang der Wasserlinie eine weitmaschiger Kunststoffzaum aufgestellt, um zu verhindern, dass die Kanadagänse vom See einfach auf den Sandstrand gelangen konnten. Ein breiter Grasstreifen entlang der Liegewiese wurde nicht mehr gemäht, weil die Gänse hohes Gras aus Angst vor Feinden in der Regel meiden. Weil Gänse besonders gerne kurz geschnittenes Gras fressen, wurde das Angebot entsprechend reduziert. Das Betonwiderlager des einstigen hölzernen Badestegs, der für Schwimmer ins tiefere Wasser führte, wurde entfernt, weil die Wasservögel dieses für sich als Aussichtspunkt entdeckt hatten.

Eine Fachfirma hat den kompletten Sand am kleinen Strand ausgetauscht und die Uferbepflanzung entsprechend gepflegt und gereinigt. Schwimmbalken vor der Zufahrtsbrücke verhindern, dass Treibgut aus Richtung Baggersee in den Badesee gelangen kann. Auf der Höhe des Holzsteges zwischen Badestelle und Mummelsee wurde eine Schwimmleine gespannt, damit auch vom Mummelsee her kein Treibgut in den Bereich der Badestelle gedrückt werden kann. Der Unrat, der sich hier ansammelt, wird regelmäßig vom Betriebshof entfernt. Das Seegras im Wasser wird gemäht, um das Nährstoffangebot und damit die Algenbildung zu verringern.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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