Verbindung zwischen Kehl und Sundheim
Friedhofstraße wird zur Fahrradstraße

Radfahrer geben auf der Friedhofstraße ab sofort die Geschwindigkeit vor. So dürfen sie auf der Fahrradstraße zum Beispiel zu zweit nebeneinander fahren – wie der Erste Beigeordnete Thomas Wuttke (r.) und Gerd Baumer, Sprecher der Bürgergruppe Radverkehr.
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  • Radfahrer geben auf der Friedhofstraße ab sofort die Geschwindigkeit vor. So dürfen sie auf der Fahrradstraße zum Beispiel zu zweit nebeneinander fahren – wie der Erste Beigeordnete Thomas Wuttke (r.) und Gerd Baumer, Sprecher der Bürgergruppe Radverkehr.
  • Foto: Stadt Kehl
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Kehl (st). Mit der Umwandlung in eine Fahrradstraße durch die Stadt Kehl geben in der Friedhofstraße nun Radfahrende das Tempo vor. Mit diesem Beschluss möchte der Gemeinderat die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöhen. Das Projekt wird zunächst für zwei Jahre erprobt, um zu testen, wie gut es von den Bürgern angenommen wird.

Wer von Sundheim mit dem Rad in Richtung Kernstadt unterwegs ist, nutzt dafür häufig die Friedhofstraße, um die stark befahrene Hauptstraße und somit Lastwagen und Autos zu vermeiden. „Laut einer Verkehrszählung liegt der Anteil an Radfahrenden am Gesamtverkehr dort bisher bei rund 35 Prozent“, erläutert Michael Görlitz vom städtischen Tiefbauamt. Der Gemeinderat möchte dieser Situation Rechnung tragen und hat daher beschlossen, die Friedhofstraße im Rahmen des Radverkehrskonzeptes für 41.500 Euro auf ihrer gesamten Länge von über einem Kilometer als Fahrradstraße umzugestalten. Ziel ist es, den Anteil der Radfahrer am Verkehr auf rund 53 Prozent zu erhöhen.

„Generell gilt für eine Fahrradstraße, dass die gesamte Fahrbahn vorrangig dem Radverkehr zur Verfügung steht“, erklärt Michael Görlitz. Radfahrende dürfen hier nun nebeneinander fahren und bestimmen somit das Tempo. Andere Kraftfahrzeuge und Lieferverkehr sind weiterhin zugelassen, damit Grundstückseinfahrten und sonstige erforderlichen Verbindungen erreichbar bleiben. Wie bisher gilt auch zukünftig Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit, allerdings haben Verkehrsteilnehmer entlang der Friedhofstraße Vorfahrt.

In einem zweiten Schritt sind auf der Hauptstraße, jeweils am Anfang und Ende der Fahrradstraße, Fahrbahnteiler vorgesehen. Diese bestehen aus zwei Inseln und dienen Fußgängern und Radfahrenden dazu, sicherer abbiegen zu können. Ergänzend werden auf der Hauptstraße voraussichtlich noch in diesem Jahr Fahrrad-Schutzstreifen aufgetragen. Zwischen der Einmündung in die Oberländerstraße und der nördlichen Einmündung der Friedhofstraße – auf Höhe des Hanauer Museums – wird dieser einseitig markiert sein, zwischen der südlichen Einmündung der Friedhofstraße und der Straße Am Storchennest beidseitig. Auch zwischen der Straße Am Ziegelhof und der Straße Schmalzgrube werden auf beiden Seiten Schutzstreifen aufgebracht. „Mit all diesen Maßnahmen haben wir bald eine durchgehende sichere Radverbindung von Sundheim bis zur Kernstadt“, resümiert Michael Görlitz.

Radfahrer geben auf der Friedhofstraße ab sofort die Geschwindigkeit vor. So dürfen sie auf der Fahrradstraße zum Beispiel zu zweit nebeneinander fahren – wie der Erste Beigeordnete Thomas Wuttke (r.) und Gerd Baumer, Sprecher der Bürgergruppe Radverkehr.
Radfahrende haben auf der Friedhofstraße Vorfahrt (v. r.): Erster Beigeordneter Thomas Wuttke erkundet die neue Fahrradstraße gemeinsam mit Gerd Baumer, Sprecher der Bürgergruppe Radverkehr, Michael Görlitz, Mitarbeiter im Bereich Tiefbau und Hans-Jürgen Schneider, Tiefbauleiter.
Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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