OB Vetrano und Eurométropole-Präsidentin Imbs
„Grenzschließung vermeiden“

Toni Vetrano und Pia Imbs

Kehl (st). Mit der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen in Frankreich ist bei zahlreichen Bürgern auf beiden Rheinseiten auch die Furcht vor einer Schließung der Grenze zurück: „Wir werden alles dafür tun, um eine neuerliche Grenzschließung zu vermeiden“, sind sich die neue Präsidentin der Eurométropole de Strasbourg und Kehls Oberbürgermeister Toni Vetrano einig, die sich am Montag zu einem ersten Arbeitsgespräch getroffen haben.

Paris, Berlin und Stuttgart sensibilisieren

Die Regelungen zu einer Eindämmung der Ausbreitung des Virus müssten „vor Ort so umgesetzt werden, damit das gemeinsame Leben weitergehen kann“, forderte Toni Vetrano unisono mit Pia Imbs.Mit sehr pragmatischen Vorschlägen wollen Präsidentin und OB die Regierungen in Paris, Berlin und Stuttgart sowie die Präfektur in Straßburg sensibilisieren, um – sollten verstärkte Grenzkontrollen wieder notwendig werden – Grenzpendlern oder auf beide Rheinseiten verteilten Familien das Leben nicht unnötig zu erschweren.

Außerdem tauschten sich die beiden Politiker über das Projekt zur grenzüberschreitenden Nutzung der Abwärme der Badischen Stahlwerke aus und kamen auf den Nachtrag zur Finanzierungsvereinbarung zur Tram zu sprechen, über den die Verwaltungen gerade verhandeln. Auch das Thema Sicherheit beschäftigt beide; Toni Vetrano wies einmal mehr darauf hin, dass gemeinsame Streifen der deutschen und der französischen Polizei mehr Wirkung entfalteten als rein nationale. Die Kontrollen der französischen Polizei bereits an der Tramhaltestelle Port du Rhin hätten im Sommer 2019 zur Befriedung der Situation beigetragen. „In solchen Situationen kann allein die Präsenz eines französisches Polizeifahrzeugs sehr helfen“, erklärte er.

Toni Vetrano berichtete Pia Imbs darüber hinaus von den Kehler Plänen, ein neues Kombi-Bad zu errichten – vielleicht könne man, im Zusammenhang mit der städtebaulichen Entwicklung Straßburgs hin zum Rhein auch über eine Kooperation nachdenken, regte er an und lud die Präsidentin der Eurométropole ein, sich – wie Oberbürgermeisterin Jeanne Barseghian am Mittwoch, 30. September, – in einer Sitzung des Kehler Gemeinderats vorzustellen.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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