Deutlicher Zuwachs bei Umsatz
Kronen blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

Das Firmengebäude in Kehl

Kehl (st). Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen verzeichnet Kronen, weltweit tätiger Nahrungsmitteltechnik-Produzent aus Kehl, eine positive Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr. Das familiengeführte Mittelstandsunternehmen konnte sich 2021 über den größten Auftrag in der Firmengeschichte freuen: vier große Salatverarbeitungslinien im Wert von insgesamt 3,2 Millionen Euro hat ein britischer Hersteller von Frischeprodukten in Kehl bestellt. Kronen plant auch für 2022 Weiterentwicklungen, ehrt langjährige Mitarbeiter und schreibt für dieses Jahr neue Ausbildungsplätze aus.

Größter Auftrag der Firmengeschichte

Mit einem Umsatz von 18,5 Millionen Euro verzeichnet Kronen für das Geschäftsjahr 2021 einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. So konnte der Rückgang des Pandemie-Jahrs 2020 wieder vollständig kompensiert werden und an die Vorjahre angeknüpft werden. Das vergangene Jahr war, wegen einer anfangs schwachen Auftragslage, in den ersten drei Monaten auch bei Kronen durch Kurzarbeit geprägt. Ab dem zweiten Quartal jedoch stieg der Auftragseingang kontinuierlich an. Den Höhepunkt fand er dann mit dem im Juni besiegelten Großauftrag eines Kunden aus Großbritannien über insgesamt 3,2 Millionen Euro. Insgesamt entwickeln sich Auftragsvorrat und Arbeitsvolumen kontinuierlich nach oben.

Angesichts des guten Ergebnisses konnte das Unternehmen den Mitarbeitern auch 2021 das Urlaubs- und Weihnachtsgeld auszahlen und schüttete darüber hinaus im Dezember eine Sonderprämie von 1.000 Euro an alle Mitarbeiter aus.

Der Tatsache, dass im vergangenen Jahr keine Messen stattfinden und die Kunden nur wenig persönlich besucht werden konnten, begegnet Kronen erfolgreich mit Hilfe neuer Kommunikationsmittel. Die Kunden können dank der modernen Technik auf hohem Niveau beraten und Aufträge erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. „Viele Beratungsgespräche macht das Vertriebsteam per Videokonferenz aus unserem Ausstellungsraum, Maschinen werden live vorgeführt. Auch die Abnahmen von versandfertigen Maschinen und Anlagen werden per Live-Chat durchgeführt. So wurde zum Beispiel unser neuer Großkunde aus Großbritannien regelmäßig per Videoschalte über den Fertigungsfortschritt seiner Anlage auf dem Laufenden gehalten“ so Stephan Zillgith, Sprecher der Geschäftsleitung.

Das Jahresergebnis liegt im positiven Bereich auch aufgrund eines effektiven Kostenmanagements, Produktivität und Effizienz konnten weiter gesteigert werden. Reduzierte Messebeteiligungen und Geschäftsreisen trugen zusätzlich dazu bei.
Kronen profitiert zudem von seinem großen internationalen Vertriebspartner-Netzwerk und kann Maschinen und Prozessanlagen an Kunden aus aller Welt liefern.

Im vergangenen Jahr waren insbesondere die beiden Tochtergesellschaften in den USA und in den Niederlanden sehr erfolgreich. Aber auch in Märkten wie England und Frankreich wurden die Vorjahresumsätze weit übertroffen.

Im Oktober fanden, um den fehlenden persönlichen Kontakt mit neuen Mitteln auszugleichen, die Online-Kundentage statt. Eingeladen war die internationale Branche, gezeigt wurde umfassendes Know-how rund um die Verarbeitung von Salat, Gemüse, Obst und anderen Lebensmitteln in einem aufwendig gestalteten Programm. Die ersten virtuellen Kundentage waren für Kronen ein Erfolg. An vier Tagen fanden elf Workshops mit anschließender Fragerunde und rund 60 öffentliche und individuelle Live-Maschinen-Vorführungen statt. Die über 270 Teilnehmer aus rund 40 Ländern zeigten sich zufrieden.

Aufwärtstrend und Personalzuwachs auch 2022 erwartet

Die Integration des Dreh- und Frästeileherstellers WS Edelstahltechnik aus Achern, der 2020 als Kronen-Unternehmensbereich übernommen wurde, wurde 2021 mit der erfolgreichen Zertifizierung des Qualitätsmanagements von WS Edelstahltechnik abgeschlossen. Wie schon Kronen im Jahr 2019 erhielt das Unternehmen das Zertifikat nach dem international anerkannten Standard ISO 9001:2015. Damit stellt es seine Kundenorientierung und kontinuierliche Weiterentwicklung erneut in den Fokus.

Analog zu der Geschäftsentwicklung von KRONEN hat sich die Auftragslage auch bei WS Edelstahltechnik nach anfänglicher Durststrecke im ersten Quartal bis zum Jahresende 2021 positiv entwickelt. Sowohl bei Kronen als auch bei WS Edelstahltechnik wurde die Personaldecke nochmals aufgestockt und im Laufe diesen Jahres sollen weitere neue Stellen besetzt werden. Kronen profitiert noch vom hohen Auftragsbestand des Vorjahres und zusätzlich von den neuen Anfragen. Auf das Jahr 2022 blickt Kronen entsprechend optimistisch, zumal sich die Lage auf Seite der Kunden, den Lebensmittelherstellern, entspannt.

„Unsere Kunden waren unterschiedlich von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Betriebe, die die Gastronomie und die Gemeinschaftsverpflegung in Schulen, Mensen und Betriebskantinen beliefern, haben sich wieder erholt und investieren verstärkt in neue Maschinen. Kunden, die Supermärkte, Bringdienste und regionale Lieferketten sowie die Bio-Branche bedienen, konnten auch während der Pandemie von der anhaltenden Nachfrage der Verbraucher nach küchenfertigem Salat, Gemüse und Obst sowie Tiefkühlprodukten profitieren und ihren Umsatz moderat steigern“ erklärt Stephan Zillgith.

Erschwerend ist eine Entwicklung, die viele Unternehmen trifft. Im vergangenen Jahr haben sich auch für Kronen Herausforderungen mit den Lieferketten offenbart. Selbst zuverlässige Lieferanten haben teilweise Schwierigkeiten, Teile fristgerecht zu liefern. Sogar einfache Bauteile, die sonst binnen weniger Tagen im Haus sind, konnten nur verspätet geliefert werden. Die Situation setzt sich auch im laufenden Jahr fort. Sie erfordert das besondere Engagement der Mitarbeiter, die auf allen Kanälen nach fehlenden Teilen suchen und meist fündig werden.

Kronen beschäftigt inzwischen über 120 Mitarbeiter. Beim Jahresrückblick, der diesmal in Form einer Videobotschaft durch den Sprecher der Geschäftsleitung Stephan Zillgith übermittelt wurde, bedankte er sich im Namen der gesamten Geschäftsleitung bei der ganzen Belegschaft und sprach den langjährigen Mitarbeitern für ihre Verbundenheit und ihr
andauerndes Engagement ihren besonderen Dank und ihre Anerkennung aus.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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