Förderpreise des Kreisjugendrings Ortenau
Landrat Frank würdigt Projekte

Landrat Frank Scherer (vorne, 3. v. li.) mit den Siegern des KJRO-Förderpreises, vorne li.: 3. Platz „City Bound“ der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch e.V, vorne re.: 2. Platz „Abenteuerspielplatz“ des Jugendwerk im Ortenaukreis e.V., hinten: 1. Platz „JuZe united“ der Jugendzentren Kippenheim-Schmieheim
  • Landrat Frank Scherer (vorne, 3. v. li.) mit den Siegern des KJRO-Förderpreises, vorne li.: 3. Platz „City Bound“ der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch e.V, vorne re.: 2. Platz „Abenteuerspielplatz“ des Jugendwerk im Ortenaukreis e.V., hinten: 1. Platz „JuZe united“ der Jugendzentren Kippenheim-Schmieheim
  • Foto: Landratsamt
  • hochgeladen von Daniela Santo

Lahr (st). Bei einer feierlichen Preisverleihung auf der Landesgartenschau in Lahr hat Landrat Frank Scherer die Gewinner des diesjährigen Förderpreises des Kreisjugendring Ortenau (KJRO) für Projekte der Jugendarbeit in der Ortenau ausgezeichnet. „Es ist wirklich beeindruckend, wie kreativ sich die Jugendlichen engagieren. Und wie viele Erwachsene die Jugendlichen dabei ehrenamtlich unterstützen. Wir, Politik und Verwaltung, müssen dieses Engagement fördern, würdigen und sichtbar machen. Dafür ist der Förderpreis des KJRO eine gute Gelegenheit und deshalb bin ich gerne Schirmherr dieser Aktion“, sagte Scherer bei der Preisverleihung.

Das Siegerprojekt „JuZe United“ der Jugendzentren Kippenheim-Schmieheim erhielt einen Wertscheck über 700 Euro. „JuZe United“ ist ein Brettspiel, das zehn Jugendliche aus den Jugendzentren Kippenheim und Schmieheim aus ausgedienten Materialien und Fundstücken selbst kreiert haben. Mit den Figuren und Häusern sowie den Spielkarten, die entweder Aufgaben oder Fragen enthalten, können die Spieler Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Merkmale des eigenen und des Nachbarwohnorts entdecken. Spielerisch lernen sich die Kinder und Jugendlichen aus den Gemeinden besser kennen, denn das Spiel erleichtert einen ungezwungenen Umgang miteinander und fördert intensiv das Sozialverhalten über alle Gruppen. Es soll etwa für Schulen oder Kindertagesstätten weiterentwickelt werden.

Einen Wertscheck über 500 Euro gewann der Zweitplatzierte, das Projekt „Abenteuerspielplatz“ des Jugendwerks im Ortenaukreis e.V. Die Jury sagt dazu: „Der Abenteuerspielplatz im Hebelpark in Lahr bietet insbesondere Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten durch Bewegung, kreative, handwerkliche Tätigkeiten und auch durch erlebnis- und naturpädagogische Angebote zu entdecken und zu entfalten. Diese Bereiche kommen in der Schule häufig zu kurz und können hier ohne hohe Zugangsbarrieren genutzt werden. Als Begegnungsort für alle Kinder, Jugendlichen und Familien fördert der Abenteuerspielplatz das Gemeinschaftsgefühl vor Ort und lädt mit Aktionen wie „gemeinschaftlichem Gärtnern“ dazu ein, den Frei- und Gestaltungsraum zu nutzen.“ Das seit 2015 durch eine Ehrenamtsinitiative angestrebte Projekt konnte durch viel ehrenamtliches Engagement und mit Unterstützung der Stadt Lahr im Oktober 2016 verwirklicht werden. Bis zum Frühjahr 2017 sind die Planungen für den Platz, Organisation und Durchführung von Vor-Ort-Aktionen ausschließlich ehrenamtlich geleistet worden. Mittlerweile hat sich ein großes Netzwerk an Unterstützern und Mitwirkenden aufgebaut.

Die Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch e.V. freute sich schließlich über einen Wertscheck in Höhe von 300 Euro für ihr Projekt „CityBound“. Hier hat sich eine Gruppe von jungen Menschen mit Behinderung an mehreren Samstagen zu gemeinsamen Aktionen und Ausflügen getroffen. Dabei stand das „CityBound“ im Vordergrund, das zum Ziel hat, mutiger zu werden und sich zu trauen, in Kontakt mit anderen zu kommen, mit ungewöhnlichen Situationen zurechtzukommen und die Stadt besser kennenzulernen. Durch vorbereitete Aufgaben lernen die jungen Menschen spielerisch, sich sicher und akzeptiert zu fühlen. So haben sie etwa „Scotlandyard“ über die Buslinien gespielt oder Gemeinschaftsgeschichten mit Passanten geschrieben. Mittlerweile sind hier richtige Freundschaften entstanden.

Scherer, der von einem „Beatboxer“ begleitet wurde, der Schlagzeug- und Percussionrhythmen mit dem Mund, der Nase und dem Rachen imitierte, dankte mit Mitmachpreisen allen Gruppen, die sich beworben haben. Sein besonderer Dank ging an die Verantwortlichen des Kreisjugendrings, der sich „als Dachverband vieler Jugendorganisationen im Ortenaukreis für die Anliegen und Interessen von Kindern und Jugendlichen im Ortenaukreis einsetzt, hervorragend mit meinem Jugendamt zusammenarbeitet und diesen Förderpreis initiiert hat.“

In Kooperation mit dem Jugendamt im Landratsamt Ortenaukreis hatte der KJRO den Förderpreis für Projekte der vorwiegend ehrenamtlichen Jugendarbeit im September vergangenen Jahres ausgeschrieben. Eine Jury aus Vertretern der offenen Jugend- und Vereinsarbeit, Polizei und Jugendamt hat 21 Bewerbungen aus der ganzen Ortenau bewertet und die Sieger festgelegt.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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