Neue Saison mit weniger Fluglärm
Vereinbarung mit Black Forest Skydive

Lahr (st). Kommunalpolitische Vertreter, Flughafenbetreiber und Vereinsführung sind Mitte Mai zusammengekommen, um über die Entwicklungen der Aktivitäten der Fallschirmsportler am Lahrer Flughafen zu sprechen.

Es liegt in der Natur der Sache: Fallschirmspringer benötigen ein Flugzeug, das sie auf die entsprechende Absetzhöhe bringt. Doch eben diese Flugaktivitäten des Fallschirmspringervereins Black Forest Skydive e. V. sorgten in der Saison 2019 bei einigen Anrainern des Lahrer Flughafens für Unmut. Obwohl in der Saison 2018 durch die vereinbarte und weiterhin eingehaltene zweistündige Mittagspause von 12 bis 15 Uhr an Sonn- und Feiertagen eine Lärmminderung zu verzeichnen war, gingen vergangenes Jahr wieder Fluglärmbeschwerden aus den Umlandgemeinden ein. Gründe hierfür waren sowohl die weiterhin zum Einsatz kommende und als besonders laut empfundene Drei-Blatt-Propellermaschine als auch das mehrmalige Überfliegen von Ortschaften in geringer Höhe. Vor diesem Hintergrund forderten und fordern die kommunalpolitischen Vertreter den Fallschirmspringerverein nachdrücklich auf, zusätzlich zu der Einhaltung der mittäglichen Flugpause an den Sonn- und Feiertagen konkrete Maßnahmen zur Lärmreduzierung zu ergreifen.

Lärmvermeidungskonzept

Der seit 2019 am Flughafen Lahr aktive Fallschirmspringerverein Black Forest Skydive e. V. möchte mit einem Lärmvermeidungskonzept dafür sorgen, dass die anliegenden Gemeinden durch den Fallschirmsport nicht gestört werden. Zudem will der Verein seine Öffentlichkeitsarbeit intensivieren.

Oberbürgermeister Markus Ibert: „Es ist gut, dass es einen Fallschirmsportverein gibt, der zu unserer Vereinsvielfalt in der Region beiträgt, doch die Beeinträchtigungen auf die Umgebung müssen deutlich reduziert werden.“ Diese Auffassung teilen alle Beteiligten, so dass gemeinsam mit den Vereinsverantwortlichen folgende Regelungen vereinbart wurden:

  • Die Vereinbarung zur Einhaltung einer zweistündigen Flugpause im Zeitkorridor von 12 bis 15 Uhr an Sonn- und Feiertragen bleibt unverändert bestehen.
  • Der Umbau des aktuell eingesetzten Drei-Blatt-Propellers auf einen Fünf-Blatt-Propeller wird zum Saisonbeginn 2020 erfolgen und eine Lärmminderung von rund 25 dB erzielen.
  • Um für die Anwohner rund um den Flughafen Lahr möglichst wenig Lärmemissionen zu verursachen, werden die Piloten ab sofort angehalten, das Überfliegen von Ortschaften in niedriger Höhe konsequent zu vermeiden.

Diese Maßnahmen sind ab sofort verbindlich einzuhalten. Die Beteiligten sind sich einig, dass die oben genannten Punkte tragbare Lösungsansätze darstellen, die nach der diesjährigen Saison von allen Beteiligten neu bewertet werden. Bei Fragen und auch bei Beschwerden können sich die Bürger direkt an den Vereinsvorsitzenden des Black Forest Skydive e. V., Dennis Birnbaum, wenden. 

Hintergrund

Die bisherigen Vereinsstrukturen haben sich zwischenzeitlich verändert: Black Forest Skydive ist ein seit 2019 eingetragener Verein mit Sitz in Lahr, mit dem der bislang am Flughafen tätige Breisgauverein für Fallschirmsport e. V. fusioniert werden soll.

Am Gespräch beteiligt waren: Oberbürgermeister Markus Ibert (Lahr), Bürgermeister Erik Weide (Friesenheim), Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf (Ortsteil Schuttern), Peter Heuken (Neuried), Ortsvorsteher Thomas Eble (Ortsteil Schutterzell), Bürgermeister Alexander Schröder (Meißenheim), Ortsvorsteher Hugo Wingert (Ortsteil Kürzell), Dennis Birnbaum, erster Vorsitzender von Black Forest Skydive,  die Lahrer Flugbetriebs GmbH & Co. KG mit Betriebsleiter Wolfgang Pieles sowie die IGZ Raum Lahr GmbH mit Geschäftsführer Daniel Halter und Bereichsleiterin Verena Haas.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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