50-jähriges Jubiläum der Fliegergruppe
Jubiläumsfeier in Ramsbach-Höfle am 1.Mai

Die Fliegergruppe Renchtal e.V. lädt am 1.Mai zum alljährlichen Fliegerfest ins Fliegerheim nach Oppenau, Ramsbach-Höfle ein.
Parallel findet ab 10:00Uhr bis Mittag auch die 50-Jahre Jubiläumsfeier statt.


Wetterglück für Besucher und Piloten:

Die Wettervorhersage sagt für den 1.Mai 25 Grad und 14 Sonnenstunden vorher   ;-)

Die Feierlichkeiten beginnen mit einer kurzen Andacht und Segnung der Segelflugzeuge durch Pfarrer Achim Brodback. Es folgen Grußworte der Gemeinden Oppenau und Oberkirch, Ehrungen durch den Luftfahrtverband Baden-Württemberg (BWLV) und die Taufe eines Segelflugzeuges auf das frühere Ehrenmitglied „Karl Thoma“.
Der Harmonikaverein Ramsbach sorgt für musikalische Umrahmung.
Ganztags werden die topmodernen Segelflugzeuge ausgestellt und die Faszination sowie Chronik des Luftsportes im Renchtal präsentiert.
Für witterungsunabhängige Bewirtung in den beheizten Fliegerhallen sowie zwei Festzelten ist gesorgt.
Bei gutem Wetter wird auch der imposante Heißluftballon des BWLV auf der Wiese neben Bolzplatz Höfle zu sehen sein. Für Wanderer und Biker am Renchtal-Radweg und natürlich auch für Kinder ist außer dem benachbarten Spiel- und Bolzplatz noch einiges geboten.

Flugpioniere bereits schon 1908 aktiv
Anhand von Zeitungsberichten und -Fotos bauten engagierte Flugpioniere bereits 1908 einfache Gleitapparate aus Holz, mit Fahrradreifen und Stoffen. Die ersten Flugversuche an den steilen Wiesen am Farn in Oppenau blieben jedoch erfolglos.
Nach dem zweiten Weltkrieg bauten man robuste Segelflugzeuge komplett aus Holz und selbstverständlich in Eigenarbeit.

1976 Fusion und Gründung der FG Renchtal e.V.
Im Jahr 1976 schlossen sich der damalige Luftsportclub Oberkirch, mit Vorsitzendem Adolf Hildenbrand und die Fliegergruppe Oppenau, mit Vorsitzendem Dr. Schmidt, zur Fliegergruppe Renchtal e.V. (FGR) zusammen. Die Gründungsversammlung fand im Pflug, Oberkirch statt.
Zum ersten Vorsitzenden der FGR wurde Egon Muschal aus Griesbach gewählt. Muschal prägte die Entwicklung entscheidend und brachte immer neue Ideen und Innovation ein. So bauten die Piloten anfangs schon mal Parkbänke aus Stahlbeton und Holzbrettern und später über viele Jahre lang auch die Matten aus Kunststoffborsten für Skisprungschanzen um die Vereinskasse aufzubessern. Fluglehrer Muschal leitete ab 1964 jahrelang die Produktion von Matten aus Kunststoffborsten für Sommer-Skisprungschanzen in der Fliegerwerkstatt Ramsbach-Höfle. Ergänzend koordinierte er als „Projektleiter Matten“ oft wochenlang die Montagearbeiten und das Belegen mit den Matten vor Ort an den Schanzenanlagen in ganz Europa. Der langjährige Ehrenvorsitzende Egon Muschal verstarb 2023.
Ab 1995 leitete Ludwig Treier aus Oppenau die Geschicke der renchtäler Flieger. Unter seiner Regie wurde in Ramsbach-Höfle die Fliegerwerkstatt mit Vereinsheim gebaut und zweifach erweitert, auch um in den Wintermonaten den Flugzeugparkt zu warten.
Treier wurde dann 2019 und bis heute von Klemens Schmiederer abgelöst. Seit 2025 ist Ludwig Treier Ehrenvorsitzender.

Derzeit fliegen 16 Piloten und eine Pilotin aktiv bei der FGR, weitere 95 Fördermitglieder unterstützen den Verein. Vier Fluglehrer bilden ehrenamtlich und individuell auch werktags Flugschüler ab 14 Jahren aus. Fliegen lernen kann praktisch jeder, fliegerärztliche Tauglichkeit vorausgesetzt. Mitbringen muss man neben Begeisterung für die Fliegerei primär einen hohen Eigenantrieb und die Bereitschaft sich kameradschaftlich im Verein zu engagieren. Ehrenamtliches Engagement und zweistufige Flatrates für Fluggebühren bieten ermöglichen ein kostengünstiges Fliegen. Ausbildungsziel und krönender Abschluß ist die staatlich geprüfte Privatpilotenlizenz für Segel- oder Motorsegelflug. Auf dieser soliden Basis sind durch Weiterbildungen zusätzliche Lizenzen möglich. So sind etliche Berufspiloten anfangs als Privatpilot gestartet.

Gemeinsamer Flugbetrieb in FDS-Musbach seit 1982
Bis 1982 flog die FG Renchtal in Kehl-Sundheim – danach als Gastfliegergruppe auf dem Segelfluggelände in FDS-Musbach. Am östlichen Schwarzwaldrand sind die thermischen Bedingungen für Leistungssegelflug besonders ideal. Zwischen den kleinen Waldgebieten und auf den hügeligen Wiesen kann die Sonne besonders intensiv die bodennahen Luftmassen erwärmen, die dann als mächtige Thermikschläuche hochsteigen und die Segler zu den Cumuli-Wolken hochtragen.
Mit der FG-Freudenstadt besteht eine Schulungs- und Nutzungsgemeinschaft und der Flugbetrieb in Freudenstadt Musbach wird gemeinsam organisiert. Ergänzend steht der Motorsegler SUPER DIMONA, Kennzeichen D-KUHN, ganzjährig am Sonderlandeplatz Offenburg, so dass auch mal werktags oder nachmittags mit geringem Aufwand noch eine Runde geflogen oder auch individuell geschult werden kann.

Leistungsfähiger moderner Flugzeugpark
Über die Jahre hinweg wurde der Flugzeugpark konsequent modernisiert und standardisiert. Die älteren Segler in Holz- oder Gemischtbauweise wurden nach und nach ersetzt. Inzwischen hat die FGR nur noch Flugzeuge in leistungsfähiger Bauweise mit Faserverbundwerkstoffen. Das sind extrem schnittige Flugzeuge mit sehr hoher Leistungsfähigkeit. Derzeit besteht der Flugzeugpark aus vier Flugzeugen:
Dem Motorsegler, sowie zwei einsitzigen und einem doppelsitzigen Segelflugzeug.
Der Motorsegler SUPER DIMONA wurde 2008 gekauft und erlaubt unvergessliche Reiseflüge im herrlichen Schwarzwald, in die Alpen oder bis zur Nord-/ Ostsee. Zusätzlich kann der Motorsegler auch zum Schleppen von Segelflugzeugen genutzt werden.
Der einsitzige DISCUS CS, D-5770, hat immerhin eine Gleitzahl von 43 bei 15 Metern Spannweite. Der Discus auch erste Alleinflüge bereits in der Flugausbildung eingesetzt.

Der Doppelsitzer DUO DISCUS XL, D-5771, wurde 2013 beschafft und hat eine Gleitzahl von 47. Der Segler fliegt also in ruhiger Luft aus einem Meter Höhe ganze 47 Meter weit. Man kann sich das auch anschaulich mit einem Papierflieger als Vergleich vorstellen, den man aus dem Stand herausfliegen lässt und eben 47 Meter weit fliegt. Mit geschickter Nutzung der thermischen Aufwinde sind so stundenlange Flüge über hunderte Kilometer möglich und das bei Geschwindigkeiten bis 280 km/h. Der Weltrekord liegt bei 3008 Kilometern in rund 15 Stunden Flugzeit, geflogen von Klaus Ohlmann in den Anden im Jahr 2003.

Der einsitzige Hochleistungssegler DISCUS2C, D-5772, mit 15 oder 18Metern Spannweite erlaubt Überlandflüge oder auch Teilnahme an sportlichen Meisterschaften. Somit stehen den renchtäler Piloten ausreichend und topmoderne Flugzeuge für ausgedehnte Flüge zur Verfügung. Unvergessliche schöne Flugerlebnisse sind damit garantiert.

Weitere interessante Einzelheiten sind in der Chronik auf der Homepage www.fliegergruppe-renchtal.de Rubrik Verein zu finden.

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