Jugendliche mit Behinderung
Eine Orientierungshilfe und Bewerbungstipps

Andreas Gießler

Viele Jugendliche mit Behinderungen haben nach wie vor Probleme, auf dem Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen. Welche Möglichkeiten und Hilfen es gibt, erläutert Andreas Gießler, Teamleiter Rehabilitation und Schwerbehinderung bei der Agentur für Arbeit in Offenburg, im Gespräch mit Daniela Santo.

Beratungsangebot der Agentur für Arbeit

Welche Tipps können Sie den Jugendlichen geben, die einen Ausbildungspatz suchen und vielleicht noch gar nicht wissen, in welche Richtung sie gehen wollen?
Den Jugendlichen kann vor allem geraten werden, so früh wie nur möglich die Beratungsangebote der Agentur für Arbeit Offenburg in Anspruch zu nehmen. Gemeinsam kann dann eine entsprechende Perspektive entwickelt werden.

Welche Anlaufstellen stehen Jugendlichen mit Behinderung im Ortenaukreis außerdem zur Verfügung, wenn es um Beratung und Hilfe für die Berufsausbildung geht?
Bei der Suche nach einer Berufsausbildung werden die Betroffenen umfassend durch die Reha-Beratung der Arbeitsagentur Offenburg unterstützt. Bereits in den Vorabgangsklassen besteht ein sehr guter Kontakt zu den Jugendlichen. Wir geben Orientierungshilfe und Tipps für die Bewerbung. Unser Ziel ist es, jungen Menschen mit Behinderungen eine Teilhabe an einer Ausbildung zu ermöglichen. Der Integrationsfachdienst, die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sowie die übrigen Schulen der Sekundarstufen I und II sind hierbei wichtige Kooperationspartner. Nebst vielen anderen Einrichtungen sind darüber hinaus die regionalen Bildungseinrichtungen wie das Christliche Jugenddorf in Offenburg oder das Dingliner Haus in Lahr gute Anlaufstellen für eine Beratung im Zugang zum Ausbildungsmarkt.

Was sind die größten Hürden, die die Jugendlichen nehmen müssen?
Talente, Stärken und individuellen Fähigkeiten sollte der Jugendliche in den Vordergrund rücken. Rückschlägen beispielsweise in Form von Absagen sind dabei nicht ungewöhnlich. Dies sollte aber nicht dazu führen, dass der Jugendliche das angestrebte Ziel aus dem Blick verliert.

Gibt es denn spezielle Förderprogramme?
Es gibt eine Vielzahl an sehr unterschiedlichen Fördermöglichkeiten. Diese orientieren sich stets an den Belangen des Einzelfalls. Insbesondere erwähnenswert sind: Ausbildungszuschüsse für den Arbeitgeber, behindertengerechte Ausstattung des Ausbildungsplatzes und weitere Förderungen/ Leistungen zur Barrierefreiheit im Ausbildungsbetrieb. Für die Beratungsanliegen der Auszubildenden und der Ausbildungsbetriebe stehen die Mitarbeiter der Reha-Beratung zur Verfügung.

Was müssen Jugendliche mit Behinderung beachten, die ein Studium absolvieren möchten?
Wichtig ist eine fundierte Studienwahl, die dem Jugendlichen später gute berufliche Perspektiven eröffnet. Dabei ist es von Bedeutung, das die persönlichen Stärken und Interessen zum gewählten Studienfeld passen. Dabei empfehle ich, orientiert an den persönlichen Rahmenbedingungen, den Studienort gut auszuwählen.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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