Soulfood macht glücklich
Kulinarische Kindheitserinnerungen

Heiß geliebt: Amerikanische Pancakes, hier mit Kirschen, versüßen den Tag.
  • Heiß geliebt: Amerikanische Pancakes, hier mit Kirschen, versüßen den Tag.
  • Foto: Einladung zum Essen/pixabay.com
  • hochgeladen von Christina Großheim

Jeder kennt sie, die Gerichte, die es früher zu Hause gab und die niemand besser kochte als die eigene Mutter. Bei dem einen waren es Spaghetti mit Tomatensoße, die keiner italienischen Kochanleitung folgte. Andere lieben die Rouladen aus Mamas Küche und sonst keine. Bei so manchen befinden sich auch Gerichte darunter, die es heute nicht mehr in jedem Lokal zu bestellen gibt, wie Innereien oder regionaltypische Spezialitäten. Es gibt unzählige Lieblingsessen, die einen von klein auf und oftmals durch das ganze Leben begleiten.

Lieblingsessen machen glücklich

Dabei handelt es sich aber nicht nur um schlichte Nahrungsaufnahme: Lieblingsessen machen glücklich, heben die Stimmung und wecken im besten Falle Erinnerungen. Kein Wunder, dass sich neudeutsch der Begriff Soulfood etabliert hat. Denn sie sind oftmals wahres Seelenfutter. Was gibt es Schöneres, als an einem regnerischen Tag seine Stimmung mit einer Portion Käsespätzle zu heben oder – für alle, die es lieber amerikanisch mögen – Mac 'n' Cheese, also Maccaroni mit Käse. Während für die erstere Variante ein wenig Mühe nötig ist, schließlich schmecken Käsespätzle am besten, wenn die Teigwaren selbst gemacht wurden, lassen sich Mac 'n' Cheese mühelos aus den Vorräten bestreiten.

Zu diesem Seelenfutter, das ganz dem alten Sprichwort "Essen hält Leib und Seele zusammen" folgt, gehören sehr unterschiedliche Gerichte. Gerade in der kalten Jahreszeit steigt bei vielen Menschen der Appetit auf deftige Fleischgerichte. So liebt der eine Sauerbraten mit Klößen und Rotkraut, der andere zieht einen deftigen Rostbraten mit Zwiebeln vor. Auch Gulasch, stundenlang geschmort, gehört zu diesen Gerichten, die den Bauch gut füllen und ein sonniges Gefühl an einem trüben Tag hinterlassen.

Suppen heben die Stimmung

Ein Teller mit einer selbstgekochten Suppe macht nicht nur satt, sondern hebt auch noch die Stimmung. Außerdem wecken Suppen die Lebensgeister. Man denke nur daran, wie gut Hühnersuppe tut, wenn einen eine Erkältung erwischt hat. Aber auch andere Suppen haben nahezu "heilende" Wirkung. Eine Tomatensuppe nach einem stressigen Tag hilft runter zu kommen. Das mag am Geschmack liegen, aber auch an den Inhaltsstoffen der Tomaten, die tatsächlich eine stresssenkende Wirkung haben. Und natürlich hebt allein das Rot der Tomatensuppe die Laune. Eine ähnliche Wirkung kann Kürbissuppe haben, die je nach Sorte in einem kräftigen Orange strahlt. Das Gute an Suppen: Wer gleich einen großen Topf davon kocht, der hat noch etwas für den nächsten Tag über oder friert sich kleinere Portionen für Notfälle ein. Dann muss der Seelentröster einfach nur aufgewärmt werden.

Nudeln sind immer richtig

Ohne Nudeln geht in der Küche nichts: Denn sie können immer auf Vorrat gelagert werden. Außerdem lassen sie sich mit den unterschiedlichsten Soßen kombinieren: Kinderaugen glänzen, wenn sie mit Tomatensoße auf den Tisch kommen. Mit Olivenöl und Parmesan serviert sind sie mehr als nur ein schnelles Essen, nämlich ein Genuss.

Seelenfutter muss nicht kalorienträchtig sein: Frischer Salat oder der erste Spargel aus der heimischen Produktion machen fit und Lust auf den Sommer. Dazu gehören ebenfalls frische Kräuter, die nach den ersten warmen Tagen aus dem Boden sprießen – man denke nur an Bärlauch mit seinem wunderbaren Duft, der so vielseitig in der Küche einsetzbar ist. Sogar Gewürze sorgen dafür, dass es uns ein bisschen besser geht: Chili und Ingwer sorgen für eine wohlige Wärme beim Essen. Vorausgesetzt sie werden nicht überdosiert. Die einen lieben ihn, die anderen stört schon der Geruch: An Knoblauch scheiden sich die Geister, aber er weckt bei vielen Urlaubserinnerungen.

Man muss nicht immer lange in der Küche stehen, um sich etwas Gutes zu tun. Ein Stück frisches Brot – wer mag, kann es selber backen – ist ein Genuss. Dazu reichen manchmal schon ein Stück Butter, ein Brotaufstrich oder ein guter Käse.

Pfannkuchen und Schokolade

Nicht nur Kinder lieben sie, auch Erwachsene mögen Pfannkuchen. Seien es nun die klassischen deutschen Eierpfannkuchen, zu denen hervorragend ein fruchtiges Obstkompott passt, oder aber die amerikanischen Pancakes. Diese fluffige Variante macht ein Sonntagsfrühstück zu etwas Besonderem, vor allen Dingen, wenn die Pfannkuchen mit Heidelbeeren verfeinert und gutem Ahornsirup übergossen werden.

Eine Zutat darf in der Aufzählung des Seelenfutters auf keinen Falle fehlen: Schokolade. Schon eine Tasse heiße Schokolade an einem regnerischen Apriltag macht das Leben besser. Der Gedanken an einen echten Schokoladenkuchen, vielleicht noch mit einem warmen, flüssigen Kern, lässt so manchen wohlig seufzen. Als Sckokoladenpudding und Mousse au chocolat hat sie schon viele zum Abschluss eines Menüs den Tag versüßt. Raffiniert wird es, wenn Schokolade mit Gewürzen wie Ingwer oder Chili verfeinert wird.

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