Radtour "Zu den Kirchen im Ried"
Zwischen Barock und Klassizismus

Die Radgruppe vor dem Portal der Kirche in Allmansweiler.
  • Die Radgruppe vor dem Portal der Kirche in Allmansweiler.
  • Foto: Jürgen Stude
  • hochgeladen von Christina Großheim

Neuried (st). Dem Regen und den herbstlichen Temperaturen zum Trotz, machte sich am vergangenen Sonntag, 28. August, eine Gruppe Unentwegter in Altenheim auf, um mit dem Rad die Kirchen im Ried zu erkunden. Eingeladen hatte der „AK Kultur in der Kirche“ der evangelischen Kirchengemeinde. Mit diesem Angebot will der AK deutlich machen, dass Kirchen nicht allein Orte der Verkündigung und des Gebetes sind, sondern auch Orte der Kunst und der lokalen Geschichte. Diesmal waren Allmannsweier und Schutterzell an der Reihe. Zum Start der Tour führte sie Jürgen Stude durch die 2004 bis 2006 renovierte Altenheimer Kirche. Anhand von historischen Aufnahmen zeigte er, dass diese ihr klassizistisches Äußere seit ihrer Einweihung 1812 beibehalten hat, während ihr Innenraum mehrfachen Änderungen unterworfen war. Als eine Besonderheit verwies er auf die expressionistischen Glasmosaike in den Kirchenfenstern, die bei ihrem Wiederaufbau 1951 in die Kirche gekommen sind.

Die nächste Etappe der Tour war die evangelische Kirche von Allmannsweier, deren barocker Stil sich deutlich vom nüchternen Klassizismus der Altenheim Kirche unterscheidet. Günther Walter, der Vorsitzende des Allmannsweierer Kirchengemeinderats, führte die Gruppe durch das Gotteshaus, das seit 2020 in neuem Glanz erstrahlt und u. a. mit einem völlig neuen Technikkonzept und einen zeitgemäßen Raumkonzept ausgestattet ist. Dankbar nahmen die Radler die Einladung des Allmannsweierer Kirchengemeinderats zu einem Umtrunk an, bevor sie sich auf den Weg Richtung Schutterzell zur Michaelskirche machten, deren Glockenturm sie schon von weitem grüßte.

Dort wurden sie von Lothar Gißler vom historischen Arbeitskreis und Raimund Eichner von der katholischen Gemeinde Schutterzell empfangen. Bei der Führung erfuhren sie, dass das 1855–1861 im neuromanischen Stil erbaute Gotteshaus zu den letzten Simultankirchen Badens zählt und von Anfang an die evangelische und die katholische Gemeinde ihre Gottesdienste – zeitversetzt - dort feiert. Das eine solche gemeinsame Nutzung zu Konflikten führen kann, davon wussten auch die beiden Schutterzeller zu berichten, heute – so versicherten sie - spielen diese aber keine Rolle mehr.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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