Kommunale Arbeitsförderung Ortenaukreis
2018 war Jahr der Superlative

Zufrieden mit der Entwicklung im Jahr 2018: Kreissozialdezernent Georg Benz und Armin Mittelstädt, Leiter der KOA
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  • Foto: Gabriele Ritter
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Offenburg (gr). „Man kann es drehen und wenden, wie man will: Es gibt nur Superlative" – eine so positive Bilanz konnte Armin Mittelstädt, Leiter Kommunale Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA), lange nicht mehr ziehen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der Vorjahre sei 2018 deutlich erfolgreicher verlaufen als man hätte erwarten können. Eine hocherfreuliche Entwicklung, die, so Georg Benz, Dezernent für Bildung, Jugend, Soziales und Arbeitsförderung, der KOA das beste Jahr seit 2005 beschert habe.

Jahresbericht

Laut Quartals-/Jahresbericht hat sich der Bestand an Bedarfsgemeinschaften (Familienhaushalte) in der Grundsicherung für Arbeitssuchende seit Juni 2017 um über 1.100 vermindert, die Zahl der Haushalte ohne Fluchthintergrund ist seit März 2015 sogar um 1.600 zurückgegangen. Allein 2018 hat der Bedarfsgemeinschaften-Bestand um 798 Haushalte abgenommen, im vierten Quartal 2018 ist die Zahl letztendlich auf 7.560 gesunken. Lässt man die aktuell 1.306 Flüchtlings-Bedarfsgemeinschaften außen vor, würden im Ortenaukreis derzeit nur 6.254 Haushalte SGB II-Leistungen beziehen: der mit Abstand niedrigste Stand, seit es die Kommunale Arbeitsförderung gibt.

Historisches Tief

Dass auch die Gesamtzahl der Bedarfsgemeinschaften – also einschließlich Geflüchtete – auf einem historisch niedrigen Stand ist, zeigt ein Vergleich der Dezemberwerte: Hier wurde 2018 mit 7.560 erstmals der bislang niedrigste Wert mit 7.610 aus dem Jahr 2008 unterschritten. 
Im Bereich der Superlative liegt der Ortenaukreis auch bei einem überregionalen Vergleich: Während sich die Fallzahlen im Bundesgebiet, in Baden-Württemberg und auch bei ähnlich strukturierten Jobcentern innerhalb der vergangenen zwölf Monate um lediglich 6,3 Prozent bis 7,5 Prozent vermindert haben, betrug der Rückgang hier 9,5 Prozent.

Arbeitslose Jugendliche

Analog dieser Entwicklung ist auch die Zahl der Arbeitslosen rückläufig: Gegenüber dem Vorjahresmonat zählt die Statistik aktuell 396 Arbeitslose weniger (minus 9,4 Prozent). Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren hat die Arbeitslosigkeit im selben Zeitraum sogar noch deutlicher abgenommen (minus 14,8 Prozent): Nur noch 207 Personen haben den Status, arbeitslos zu sein – auch hier der niedrigste Stand, seit es die KOA gibt. Für Benz und Mittelstädt ist dies besonders erfreulich, denn „diese Personengruppe hat einen besonderen Stellenwert in der Betreuungsarbeit der KOA". 

Kluge Personalpolitik

Einen besonderen Stellenwert schreiben Benz und Mittelstädt auch der strategisch klugen Personalpolitik, das heißt dem guten Personalstand, im Bereich KOA zu: „Unsere Mitarbeiter hatten und haben die Möglichkeit, sich intensiv um die Kundschaft zu kümmern." Momentan sind es 250 Mitarbeiter – und die werden auch gebraucht, denn der Abbau des Langzeitleistungsbezugs steht 2019 ganz oben auf der Agenda der KOA. Waren es 2017 noch 55 Prozent der Arbeitslosen, die schon länger als zwei Jahre SGB II-Leistungen bezogen, betrugen es im Dezember 2018 bereits 65 Prozent. „Diese Personengruppe braucht intensive Betreuung und maßgeschneiderte Arbeitsfördermaßnahmen", so Benz. Dazu gehören auch in verstärktem Umfang gemeinnützige Beschäftigungen, also Arbeitsgelegenheiten.

Qualifizierung

Ein weiterer Schwerpunkt der KOA: berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahmen. Denn eine – prognostizierte – Konjunkturabschwächung würde vor allem ungelernte Arbeitskräfte treffen: „Die Vergangenheit zeigt, dass zuletzt eingestellte, oft nicht passgenaue Arbeitskräfte bei einem wirtschaftlichen Abschwung sehr gefährdet sind, wieder arbeitslos zu werden. Gerade Geflüchtete, die geringqualifizierte Beschäftigungen begonnen haben, um schnell Geld zu verdienen, tragen ein hohes Risiko. Hier gilt es Überzeugugsarbeit leisten – schwierig, aber wichtig", sagt Mittelstädt.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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