Urkunden überreicht
Bohlsbach, Honau und Großweier haben Zukunft

Kristina Paleit, Kommissionsmitglied, Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau, Landratsamt Ortenaukreis (v. l.), Dr. Diana Kohlmann, Dezernentin Ländlicher Raum, Landratsamt Ortenaukreis, Nicole Kränkel-Schwarz, Ortsvorsteherin Bohlsbach, Silke Moschitz, Leiterin Stabstelle Stadtentwicklung, Stadt Offenburg, Hansjörg Haas, Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau, Landratsamt Ortenaukreis, Helmut Huber, Ortsvorsteher Großweier, Annette Fritsch-Acar, Ortsvorsteherin Honau und Michael Welsche, Bürgermeister Rheinau bei der Übergabe der Urkunden des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" in Offenburg-Bohlsbach
  • Kristina Paleit, Kommissionsmitglied, Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau, Landratsamt Ortenaukreis (v. l.), Dr. Diana Kohlmann, Dezernentin Ländlicher Raum, Landratsamt Ortenaukreis, Nicole Kränkel-Schwarz, Ortsvorsteherin Bohlsbach, Silke Moschitz, Leiterin Stabstelle Stadtentwicklung, Stadt Offenburg, Hansjörg Haas, Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau, Landratsamt Ortenaukreis, Helmut Huber, Ortsvorsteher Großweier, Annette Fritsch-Acar, Ortsvorsteherin Honau und Michael Welsche, Bürgermeister Rheinau bei der Übergabe der Urkunden des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" in Offenburg-Bohlsbach
  • Foto: Landratsamt Ortenaukreis
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Offenburg (st). Die Urkunden des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ überreichte die Dezernentin für ländlichen Raum im Ortenaukreis, Dr. Diana Kohlmann, am Montag, 18. Mai, im Offenburger Stadtteil Bohlsbach den teilnehmenden Gemeinden Bohlsbach, Großweier und Honau, teilt das Landratsamt Ortenaukreis mit.

„Wir führen den Wettbewerb seit 1962 ohne Unterbrechung durch“, erklärte die Dezernentin den Nutzen einer Wettbewerbsteilnahme. Er diene den Gemeinden als wertvolle Selbstanalyse. Der Wert von Selbstverständlichem werde ins Bewusstsein gerückt, Stärken und Schwächen sowie Wege in die Zukunft aufgezeigt. „Und nicht zuletzt stärkt der Wettbewerb die Dorfgemeinschaft“, so Kohlmann. „Die Kriterien und ihre Gewichtungen haben sich über die Jahre verändert und werden laufend den aktuellen Erfordernissen angepasst. Ging es früher vor allem um die Schönheit der Dörfer, so geht heute der Blick in die Tiefe des sozialen Lebens und der wirtschaftlichen Initiativen“, so die Dezernentin weiter.

Urkunden ausgehändigt

Kohlmann händigte die Sieger-Urkunden an Annette Fritsch-Acar, Ortsvorsteherin von Honau, Nicole Kränkel-Schwarz, Ortsvorsteherin von Bohlsbach, und an Großweiers Ortsvorsteher Helmut Huber aus. Kränkel-Schwarz betonte, dass die Dynamik, die die Vorbereitung hervorgerufen habe, alleine schon ein großer Gewinn gewesen sei. Ihr Dank, auch im Namen der weiteren teilnehmenden Gemeinden, galt dem Ortenaukreis. Sie wisse, dass andere Landkreise den Wettbewerb nicht mehr durchführten. Dass das Landratsamt die Zeit und die Energie zur Verfügung stelle, sei daher keine Selbstverständlichkeit und ein großer Gewinn für die Gemeinden. Ihr spezieller Dank galt Hansjörg Haas von der Beratungsstelle für Obst und Gartenbau des Landratsamts für die Begleitung der Gemeinden während der Wettbewerbs-Vorbereitungen.

Die Bewertungs-Kommission bestand aus Sonja Schuchter, Bürgermeisterin von Sasbachwalden, sie bewertete den Bereich „Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen“, Waltraud Rothmann vom Landfrauenverband Südbaden die „Sozialen und kulturellen Aktivitäten“, Hardy Happle, freier Architekt, die „Baugestaltung und Siedlungsentwicklung“ und Kristina Paleit vom Amt für Landwirtschaft den Bereich „Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft“. Hansjörg Haas leitete die Kommission. Begleitet wurde die Jury von Michael Würth, Referent für Gartenbau im Regierungspräsidium Freiburg, der dort für die Durchführung des Bezirkswettbewerbs verantwortlich ist.

Auszüge aus der Bewertungsbegründung:

Großweier, ein 2. Platz: "In Großweier gibt es ein ausgeprägtes bürgerschaftliches Engagement, bis hin zu regelmäßigem Ausliefern von 'Essen auf Rädern' für ältere Mitbürger. Grundschule und Kindergarten sind sehr aktiv und präsent. Der Schulgarten konnte schon mehrmals bei Wettbewerben brillieren. Im Altort finden sich markante Hofstellen, die Ortsmitte wird von der außergewöhnlichen Kirche geprägt."

Honau, ein 1. Platz: "Ein kleiner Ort mit Überraschungen. Es gibt eine außergewöhnliche Vernetzung zwischen den Verantwortlichen der Gemeinde, Vereinen und Gruppen, einzelnen Bürgern aber auch ansässigen Betrieben.
Trotzdem Honau eine kleine Gemeinde ist, hat man ein fundiertes Ortsentwicklungskonzept auf die Beine gestellt. Das Ehrenamt ist sehr ausgeprägt, bis hin zum Betrieb eines Hallenbades und den Bürgersprechstunden am Samstagsmarkt. Der Aufbau dieses kleinen Marktes ist für ein Dorf dieser Größe alles andere als selbstverständlich. Dass er sich vor stimmiger Kulisse zu einem „Kommunikationszentrum“ entwickelt hat, macht ihn umso wertvoller. Eine äußerst vielfältige Landschaft umgibt das Dorf, das vorhandene Naturpotential wird wertgeschätzt. Fischer- und der Schifferverein beteiligen sich aktiv und ehrenamtlich an der Pflege der Landschaft."
Für Honau vergab das Regierungspräsidium Freiburg zusätzlich eine Bronzemedaille im Vorgriff auf den Landeswettbewerb.

Bohlsbach, ein 1. Platz: "Auch hier gibt das Ortsentwicklungskonzept einen Leitfaden für die weitere Entwicklung. Die Ortschaftsräte setzten sich feste Ziele und entwickeln diese regelmäßig weiter. Konzeptionell ist die Gemeinde sehr gut aufgestellt. Dabei werden der Rückhalt und die Unterstützung der Stadtverwaltung und deren Kompetenzen deutlich. Trotz der Größe und der Nähe zur Kernstadt, hat Bohlsbach seinen Dorfcharakter bewahrt. Große Bauvorhaben, wie der Neubau des Klinikums und die Entwicklung eines neuen Wohngebietes werden sehr bewusst begleitet, um eben diese dörfliche Identität zu erhalten."
Bohlsbach wird den Ortenaukreis im Landeswettbewerb am 21. Juni vertreten.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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