Interview mit dem Netzwerk Fortbildung
"Die Weiterbildung passt zur BIM"

Dr. Dirk Gebert
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Offenburg (rek/st). Fort- und Weiterbildung gehören mittlerweile genauso zum Programm der Berufsinfomesse (BIM). Dazu Fragen an Dr. Dirk Gebert, Vorsitzender des Netzwerks Fortbildung Ortenau und Leiter der Gewerbe-Akademie, und Bianca Böhnlein, Leiterin des Regionalbüros für berufliche Fortbildung Ortenau.

Herr Dr. Gebert, was ist das Netzwerk Fortbildung?
Die Netzwerke für berufliche Fortbildung sind regionale Zusammenschlüsse der öffentlichen und privaten Bildungsträger in Baden-Württemberg, in der Ortenau sind das 47 Weiterbildungsträger. Auf der BIM beraten und informieren die ausstellenden Bildungsträger und das Regionalbüro an ihren Ständen.

Was sind Konstanten und was verändert sich derzeit im Bereich Weiterbildung?
Als Konstante sehen wir die ungebrochene Nachfrage nach Fachkursen und Aufstiegsqualifikationen wie Meisterkurse. Auffällig ist allerdings ein anderes Lern- und Nachfrageverhalten. Während früher Kurse oft frühzeitig mit einem Vorlauf von bis zu einem Jahr gebucht wurden, so findet das heutzutage oft sehr kurzfristig statt. Das erfordert größere Flexibilität der Kursanbieter. Die Gewerbe-Akademie hat darauf reagiert und bietet mit dem System des Bildungsbaukastens jedem die Möglichkeit, und durch eine gute Beratung unterstützt, seine Fortbildung modular individuell selbst zusammenzustellen.

Welche Fördermöglichkeiten bestehen für Weiterbildung?
Zu den Fördermöglichkeiten gehören die Fachkursförderung und das heutige Aufstiegs-BAföG. Bei der Fachkursförderung erhält der Teilnehmende je nach Alter bis zu 50 Prozent Ermäßigung durch das Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. Zudem gibt es für bestimmte Personengruppen die einkommensabhängige Bildungsprämie. Außerdem gibt es immer die Möglichkeit berufliche Weiterbildungen steuerlich geltend zu machen.

Frau Böhnlein, was macht das Thema Weiterbildung aktuell?
Zum einen ändern sich die Anforderungen immer rascher, neue Herausforderungen und Aufgaben werden an die Berufstätigen herangetragen. Das Stichwort „Fachkräftemangel“ und „Digitalisierung“ ist in aller Munde. Hier spielt die Weiterbildung eine zentrale Rolle. Zum anderen verlängert sich die Dauer der Berufstätigkeit insgesamt. Neue Schwerpunkte können sich dabei herausbilden oder eine völlige Neuorientierung steht an. Internationale Verflechtungen verändern das Arbeiten auch in kleinen Unternehmen. Lebenslanges Lernen ist für immer mehr Menschen Realität. Sich nicht fortzubilden bedeutet schon oft Rückschritt, den sich keiner mehr leisten sollte, um ein erfolgreiches Berufsleben zu haben.

Weshalb ist es interessant, ein Weiterbildungsangebot auf der BIM vorzustellen?
Menschen, die sich über Ausbildungen informieren, wollen oft schon wissen, welche Perspektiven ihnen ein Beruf über Weiterbildung ermöglicht. Menschen mit einer Ausbildung wollen sich neu orientieren, neue Aufgaben übernehmen oder sich auf ganz bestimmte Verantwortungsübernahmen vorbereiten. Manche Qualifizierungen sind vorgeschrieben, andere sucht man entlang der beruflichen Herausforderungen. Schlüsselqualifikationen wollen perfektioniert werden ebenso wie veränderte fachliche Anforderungen. Sie heißt ja Berufsinfomesse: eben weil es heute nicht mehr mit einer Ausbildung getan ist. Lebenslanges Lernen ist somit nicht nur ein Schlagwort. Darüber zu informieren steht der BIM gut.

Dr. Dirk Gebert
Bianca Böhnlein
Autor:

Daniel Hengst aus Lahr

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