Gutscheine sind weiterhin wichtig
Ein gutes Mittel, um mehr Liquidität zu schaffen

Die Offenburger Einkaufsmeile war in den vergangenen Wochen verwaist. Ab Montag dürfen erste Geschäfte unter strengen Auflagen wieder öffnen. | Foto: gro
  • Die Offenburger Einkaufsmeile war in den vergangenen Wochen verwaist. Ab Montag dürfen erste Geschäfte unter strengen Auflagen wieder öffnen.
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Offenburg (gro). Vor drei Wochen hat der Stadtanzeiger Verlag gemeinsam mit seinen Partnern die Plattform "deingutscheinhilft.de" aus der Taufe gehoben. Die Idee: Um den Einzelhandel und die Gastronomie in der Ortenau in der Krise zu unterstützen, können Gutscheine gekauft werden, die für die notwendige Liquidität sorgen. "Die Plattform wird sehr gut angenommen", freut sich Christian Kaufeisen, Geschäftsführer der Stadtanzeiger Verlags GmbH & Co. KG. Wer einen Gutschein bestellt, der erhält immer eine Bestellbestätigung, die er gegebenfalls auch kurzfristig als Gutscheinersatz einfach und unkompliziert versenden kann. Der echte Wertgutschein wird dann in den kommenden Tagen von dem entsprechenden Unternehmen verschickt.

Positiv sieht Achim Kirsche, Geschäftsführer der City Partner Offenburg die Aktion: "Gutscheine sind ein sehr, sehr wichtiges Mittel, um den Einzelhändlern über diese Zeit zu helfen", macht Kirsche deutlich, auch wenn es nun erste Lockerungen für den Einzelhandel gibt. "Wir müssen Liquidität schaffen und ein Gutscheinkauf ist ein tolles Mittel dazu. Er gibt den Offenburgern, eigentlich allen Ortenauern, die Chance, sich solidarisch zu zeigen und regional zu helfen." Konkrete Überlegungen darüber, wie der Einzelhandel nach der Krise wieder durchstarten kann, gibt es laut Kirsche im Augenblick noch nicht. "Ich halte das für verfrüht", macht er deutlich.

Hilfe für die lokale Infrastruktur

"Alles, was im Moment in irgendeiner Form Geld in die lokale Infrastruktur bringt, ist zu begrüßen – von daher natürlich auch die Gutscheinaktion des Stadtanzeiger Verlags", sagt Stefan Schürlein, Leiter des Stadtmarketings der Stadt Offenburg. Welche unterstützenden Maßnahmen für den Einzelhandel möglich sind, dazu stellt Schürlein fest: "Die werden sich danach richten, was denn nach der ersten Phase der Krise wieder erlaubt sein wird. Im Moment machen unsere Kollegen der Stadtentwicklung eine tolle Arbeit mit der Visualisierung von Lieferangeboten auf der städtischen Homepage. Hier müssen wir uns alle in Zukunft besser und digitaler aufstellen."

"Unser Geschäft in der Freiburger Straße ist seit dem 18. März geschlossen und wir mussten leider über 80 Prozent unserer Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken", so Heinrich Kuhn, Geschäftsführer Sport Kuhn. "Wir hoffen, bald wieder eröffnen zu können, denn der Shutdown tut uns allen sehr weh. In einer Zeit wie dieser ist ein konstanter Informationsfluss zu unseren Mitarbeitern sehr wichtig. Wir stehen über unsere Mitarbeiter-App mit allen in Kontakt und das kommt sehr gut an. Also insgesamt ist die Moral gut." Die Gutscheinbestellungen sind für ihn ebenso positiv wie der Kundenkontakt per FaceTime, Telefon und E-Mail gekoppelt mit dem Versand der Sportartikel. "Hier freut es uns sehr, dass unsere Stammkunden uns so tatkräftig unterstützen", stellt Heinrich Kuhn fest. "Wir hoffen, dass es baldmöglichst für uns und den kompletten Einzelhandel Lockerungen geben wird und kontrolliert und sicher wieder geöffnet werden kann. Am meisten freuen wir uns, wenn wir endlich wieder für unsere Kunden da sein dürfen."

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