Nachfolge von Edith Schreiner
Erstwähler, Briefwahlbezirke, Wahlergebnis

47.100 Wahlberechtigte sind am Sonntag aufgerufen, an die Urne zu treten
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Offenburg (gro). Rund 47.100 Wahlberechtigte sind in Offenburg aufgerufen, am kommenden Sonntag, 14. Oktober, ein neues Stadtoberhaupt zu wählen. Oberbürgermeister Edith Schreiner tritt nach 16 Jahren nicht mehr an und sechs Kandidaten kämpfen um ihre Nachfolge. Es sind Dr. Harald Rau, Marco Steffens, Frauke Brudy, Tobias Isenmann, Bernhard Halter und Ralf Özkara. Erstmals ihre Stimme werden 5.800 Wähler abgeben. "Die auf den ersten Blick hohe Zahl ergibt sich daraus, dass der Zeitraum der letzten Wahl acht Jahre beträgt und vor ein paar Jahren das Wahlalter bei Kommunalwahlen auf 16 Jahre gesenkt wurde", erklärt Fachbereichsleiter Zentrale Dienste und Wahlleiter der Stadt, Oliver Basten.

Wer noch kurzfristig am Wahltag verhindert ist: Briefwahl kann persönlich bis Freitag, 12. Oktober, um 18 Uhr im Bürgerbüro beantragt werden. "Wenn der Antrag per Post an uns gehen soll, muss der Wähler diesen natürlich früher absenden", so Basten.

390 Wahlhelfer werden am Sonntag im Einsatz sein. Denn über das Stadtgebiet verteilt werden 42 Wahllokale eingerichtet. Außerdem wurden acht Briefwahlbezirke gebildet. "Diese Zahl wurde aufgrund der steigenden Briefwählerzahlen in der Vergangenheit erhöht", sagt der Wahlleiter. Die Wahllokale haben von 8 bis 18 Uhr am Wahltag geöffnet.

Danach beginnt die Auszählung der abgegebenen Stimmen. "Die Dauer richtet sich nach der Wahlbeteiligung", schätzt Oliver Basten. "Ich gehe davon aus, dass gegen 19.30 Uhr alles ausgezählt ist. Erfahrungsgemäß dauert die Auszählung der Briefwahl länger, da hier auch Kuverts zu öffnen sind."

Gezählt wird in jedem Wahllokal. Hier wird ebenfalls ein vorläufiges Ergebnis festgestellt, das telefonisch an die Wahlzentrale im Rathaus übermittelt wird. "Dort haben wir drei Stellen, die die Ergebnisse entgegennehmen und in ein PC-Programm einspielen", verrät Basten das Prozedere. "Wenn alle Ergebnisse vorliegen, haben wir das vorläufige Ergebnis der OB-Wahl in Offenburg."
Wer neugierig auf den Wahlausgang ist, der kann am Wahltag ans historische Rathaus kommen. Dort werden die Zwischenergebnisse, aber auch das Endergebnis auf einer LED-Wand davor präsentiert. "Ich rechne mit den ersten Zahlen ab etwa 18.40 Uhr", so der erfahrene Wahlleiter. "Bei der Übertragung fließen weitere Ergebnisse aus den Wahllokalen immer aktuell mit ein."
Wer den Ausgang der OB-Wahl lieber zu Hause verfolgt, das vorläufige Endergebnis wird detailliert ins Netz gestellt. "Da erfahren die Bürger die Ergebnisse der Kandidaten in den Wahlbezirken", sagt Oliver Basten. "Außerdem wird eine laufende Übertragung geplant." Erst wenn der Gemeindewahlausschuss am 17. Oktober ab 18 Uhr alles geprüft hat, steht das endgültige Ergebnis fest. "Eine Prüfgruppe wird zuvor die Niederschriften der einzelnen Wahl- und Briefwahlbezirke nachprüfen", erläutert Basten.

Bei sechs Kandidaten ist ein zweiter Wahlgang am 28. Oktober durchaus denkbar. Denn nach der baden-württembergischen Gemeinderordnung ist vorgeschrieben, dass nur wer mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen auf sich im ersten Wahlgang vereinen kann, Oberbürgermeister werden kann. Schafft dies keiner der angetretenen Bewerber, dann wird es einen zweiten Wahlgang geben. In diesem reicht dem Sieger dann die einfache Mehrheit, um die Wahl für sich zu entscheiden. In Offenburg ist dafür der 28. Oktober vorgesehen, die Bewerbungsfrist ist deutlich kürzer: Nur bis zum 17. Oktober um 18 Uhr können sich die Kandidaten bewerben. Auch sie benötigen, wie schon im ersten Wahlgang, 100 Unterstützer-Unterschriften.
Die Amtszeit von Edith Schreiner endet am 2. Dezember, am 3. Dezember wird ihr Nachfolger im Gemeinderat ins Amt eingeführt.

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