1.250 Besucher bei Oberkircher Literaturtagen
Für jeden war etwas dabei

Das "Leben des Galilei" bildete im Rahmen der Oberkircher Literaturtage gleichzeitig die Eröffnung der Theatersaison.
  • Das "Leben des Galilei" bildete im Rahmen der Oberkircher Literaturtage gleichzeitig die Eröffnung der Theatersaison.
  • Foto: Peter Empl
  • hochgeladen von Christina Großheim

Oberkirch (st). Elf Veranstaltungen in zehn Tagen boten die Literaturtage „Spätlese“ aus einem breiten Themenspektrum – und das mit einer guten finanziellen Deckung.
„Es war dieses Jahr ein buntes, vielfältiges Programm, das unterschiedliche Zielgruppen ansprach und wir freuen uns darüber, dass eine weitere Buchhandlung das literarische Angebot bereichert“, zog Isabell Hartmann vom Sachgebiet Kultur erfreut Bilanz.

Fester Brauch war auch bisher, dass die Literaturtage und der Einstieg in das Abo-Programm verbunden sind: Dieses Jahr bot die Landesbühne Bruchsal einen grandiosen Abschluss mit dem nicht einfachen, aber blendend gespielten Brecht-Klassiker „Leben des Galilei“, in dem es um die Verantwortung der Wissenschaftler gegenüber der Macht – wer immer sie verkörpert – ging. Willy Astor war mit seinem Programm „Jäger des verlorenen Satzes“ ein hervorragender Türöffner für die „Spätlese“: Rund 420 begeisterte Zuschauer erlebten den begnadeten Reimer, Sänger und Gitarristen.

Der „Tag regionaler Autoren“, organisiert vom Autorennetzwerk Ortenau, füllte morgens und nachmittags zwei Mal die Mediathek mit Vorstellungen für Grundschüler und Kindergartenkinder und bot abends einen bunten badisch-elsässischen Abend, die Vorstellungen erreichten 150 Besucher. Die Plätze in der „Bücherinsel“ waren ausverkauft, als Günter Wessel einen lebensnahen Bericht mit „Vier fürs Klima“ darüber lieferte, wie seine Familie den „ökologischen Fußabdruck“ reduzierte. Es blieb auch nicht bei einer „Lesung“, sondern das Publikum diskutierte angeregt und engagiert mit.

Kultautor Paul Maar („Das Sams“), der gerade seinen 80. Geburtstag feierte, begeisterte mit seinen „Schiefen Märchen und schrägen Geschichten“, die er mit zwei bekannten Musikern zum Besten brachte, rund 160 Grundschüler.

Den regionalen Schwerpunkt betonte Anita Wiegele mit einer Lesung von Texten zum 80. Todestag des Heimatdichters August Ganther, untermalt wurde die gut besuchte Veranstaltung vom Hecker-Chörle. Zum ersten Mal arbeiteten die beiden Regisseure und Schauspieler Carsten Dittrich und Cornelia Bitsch zusammen in der szenischen Lesung „Misery“ nach dem Erfolgsroman von Stephen King und die Zuschauer wurden mitgerissen von der Kombination aus atemloser Spannung und rabenschwarzem Humor – und das in der passenden Atmosphäre des Gaisbacher Schlosskellers. Der aus Oppenau stammende Willi Keller präsentierte seinen ersten Regional-Krimi, in dem es um eine bundesweit vernetzte Gruppe religiöser Eiferer geht, die in Offenburg ihr Unwesen treibt. Gabriele Maier von der Grimmelshausen-Buchhandlung war klar, dass sie diesen Roman in die Literaturtage einbringen würde.

Jede Menge Unterhaltung gab es am letzten Wochenende für junge Leser und Zuhörer in der Mediathek: die interaktive Lesung “Das magische Baumhaus: Das verzauberte Spukschloss“. Und als Abschluss begeisterten Carsten Dittrich und Tanja Lüttner mit der wunderbar poetischen und kreativen Fassung von „Ronja Räubertochter“ als Figurenspiel im „freche hus“. Die Literaturtage, 2011 als Baden-Württembergische Literaturtage gestartet, haben sich mit regionalem Schwerpunkt etabliert und mit dem Interesse des Publikums, ganz bewusst auch des jungen, kann man im kommenden Jahr wieder darauf aufbauen und neue Ideen entwickeln.

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