Workshop
Kirchengemeinde Mittlere Ortenau entwickelt ihre Strategie
- In einem Workshop wurde die Pfarreistrategie erarbeitet.
- Foto: Kirchengemeinde Mittlere Ortenau
- hochgeladen von Matthias Kerber
Ohlsbach (st) Am 1. Januar wurde die Römisch-Katholische Kirchengemeinde Mittlere Ortenau aus der Taufe gehoben. Zahlreiche Gremien und Gruppierungen haben seitdem ihre Arbeit aufgenommen. Fundament für den Start war die Gründungsvereinbarung, an der Mitglieder verschiedenster Fachrichtungen mitgewirkt haben.
Das Schiff hat Fahrt aufgenommen, doch das Ziel ist noch wage. Wie soll sich die Kirchengemeinde in den kommenden Jahren entwickeln? Welche Schwerpunkte sind wichtig und welche Veränderungen sollen konkret angegangen werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich ehren- und hauptamtlich Engagierte beim ersten Workshop zur Entwicklung einer gemeinsamen Pfarreistrategie im Gemeindezentrum Ohlsbach.
Mitglieder des Pfarreirates, des Pfarreivermögensverwaltungsrats und der Gemeindeteams, hauptamtliche pastorale Mitarbeiter sowie ökumenische Kooperationspartner kamen zusammen, um ihre Erfahrungen und Ideen einzubringen.
„Die Zukunft der Kirchengemeinde soll nicht von wenigen Menschen allein entwickelt werden“, betonte Cornelia Dilger, leitende Referentin der Mittleren Ortenau. Ziel sei es, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und eine Strategie zu erarbeiten, die von vielen mitgetragen wird.
Die aktuelle Situation im Blick
Zu Beginn des Workshops setzten sich die Teilnehmer damit auseinander, was die Kirchengemeinde heute prägt und wofür sie künftig stehen soll. Grundlage waren die Vision aus der Gründungsvereinbarung sowie Überlegungen, die der Pfarreirat bereits bei einer vorausgehenden Klausur gesammelt hatte. Eine Bestandsaufnahme zu gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklungen, den Erfahrungen aus den bisherigen Seelsorgeeinheiten und bestehenden pastoralen Konzepten half dabei, die aktuelle Situation und die Herausforderungen für die Zukunft einzuschätzen.
Die Strategie soll kein Konzept für die Schublade werden, sondern konkrete Veränderungen ermöglichen. „Wir wollen nicht nur darüber nachdenken, wie unsere Kirchengemeinde in Zukunft aussehen könnte, wir wollen ins Handeln kommen“, erklärte Dr. Stefan Meisert, leitender Pfarrer der Kirchengemeinde Mittleren Ortenau. Entscheidend sei, gemeinsam zu klären, welche Schritte wichtig und machbar sind und wo die vorhandenen Kräfte gebündelt werden sollten.
Die Ergebnisse des ersten Workshops wertet nun die „Steuerungsgruppe Pfarreistrategie“ aus. Anschließend wird die Strategie aus unterschiedlichen Perspektiven geprüft und schrittweise weiterentwickelt. Im Sommer 2027 soll sie fertig sein. Spätestens dann geht es von der Theorie in die Praxis. Christoph Benz, Vorsitzender des Pfarreirats: „Wir wollen die ersten Schritte bewusst priorisieren und zeitnah umsetzen, damit aus gemeinsamen Überlegungen konkrete Erfahrungen werden und unsere Kirchengemeinde spürbar vorankommt.“








Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.