Fragebogen als Auftakt
Sanierungsgebiet zwischen Bahnhof und Schlachthof

Der Schlachthof wird Ende 2019 frei und steht damit für die anstehende Planung des Sanierungsgebiets zur Verfügung.
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  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Offenburg (rek). "Es ist für uns eine Freude, das in den nächsten Jahren ein weiteres Sanierungsgebiet in den Fokus rückt", kündigte Oberbürgermeisterin Edith Schreiner bei einem Pressegespräch an. "MehrLiN" sei für die Nordweststadt sowie Offenburg gesamt ein absoluter Gewinn durch seine neue Attraktivität und daher Vorbild für das Sanierungsgebiet zwischen Bahnhof und Schlachthof.

Baudezernent Oliver Martini nannte mit Sofienstraße in der Oststadt, Rhein-, Oken-, Freiburger und der Jahnstraße die östlichen und nördlichen Grenzen. Von der Kinzig im Westen wird das Gebiet durch die Wasserstraße und die Unionbrücke im Süden begrenzt. Dabei hofft die Stadt auf eine Förderung von Bund und Land im Rahmen des Projekts "Soziale Stadt".

Diese Bewohner, Eigentümer und Firmen erhalten noch in dieser Woche Post von der Stadt mit einem sie betreffenden Fragebogen. "Die Bürgerbeteiligung ist in diesem Zusammenhang wichtig", betonten Schreiner und Martini. Es gehe neben der Bewohnerstruktur auch um ziele, Kritik und Anregungen im weiteren Verfahren, nannte Martini die Gründe für die Befragung. "Sie kostet kein Geld, nur etwas Zeit", setzte Martini auf eine hohe Beteiligung.

Auch der Immobilienmarkt werde dadurch in dem Gebiet transparenter, wenn Eigentümer Verkäufe, Mieter Umzüge oder Betriebe Vergrößerungen oder Umsiedelungen ankündigen. Fragebögen werden verschickt an 1.300 Bewohner, 400 Eigentümer und 330 Betriebe, die bis Ende Januar per Rückumschlag wieder bei der Stadt eingegangen sein sollten. "Die Auswertung der Befragung wird auf dem geplanten Markttag am 14. April vorgestellt", kündigte Martini an.

"Damit beginnt ein neues Kapitel für die Stadt", bewertete Schreiner das Vorhaben und setzt auf die Erfahrungen, Erwartungen und die dadurch entstehende Identifikation der Bewohner mit dem Stadtteil.

Der weitere Zeitplan sieht vor, dass im Herbst der Gemeinderat die endgültigen Ausmaße des Sanierungsgebiets absteckt und festlegt, dann im Frühjahr 2019 die Aufnahme in das Projekt "Soziale Stadt" feststeht und damit die Detailplanungen beginnen können.

Einer der zentralen Punkte ist der Bahnhof. "Ohne die Deutsche Bahn geht es nicht", machte Schreiner klar. Doch mehr als das "grundsätzliche Interesse" habe das Unternehmen bisher nicht verkündet, um den denkmalgeschützen Bahnhof und das umliegende Gelände aufzuwerten. Dass dabei auch der Straßenverkehr von Unionbrücke, Bahnhof sowie die zufahrt zur Innenstadt in den Fokus rückt, betonte Martini. Als "großen städtebaulichen Missstand" prangerte Schreiner dabei nochmals den Zebrastreifen als Fußgängerverbindung zwischen Bahnhof und Busbahnhof an.

Als erster Baustein für eine Sanierung könne der Ende 2019 frei werdende Schlachthof in Frage kommen. Da die Grundstücke dort in städtischer Hand sind, sei dies vorteilhaft, um hier erste Maßnahmen ergreifen zu können, so Schreiner. Wann dies sei, sei aber noch völlig offen.

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