Hausacher Gemeinderat
Über Schulsozialarbeit informiert

Birgit Lehmann und Lisa Bader informierten über ihre Arbeit.
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Hausach (cao). Schulsozialarbeit leistet eine wertvolle Unterstützung ergänzend zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule und hat positive Auswirkungen auf das Schulleben, so die überwiegende Meinung. Die beiden Schulsozialarbeiterinnen Lisa Bader an der Hausacher Graf-Heinrich-Gemeinschaftsschule (GHS) und Birgit Lehmann am Robert-Gerwig-Gymnasium (RGG) hätten gerne mehr Zeit, um zu wirken. Der Umfang ist enorm, wie sie im Hausacher Gemeinderat am Montag erklärten.

Mobbing

Dazu gehöre eine individuelle Einzelfallhilfe und Beratung. Die Themen seien ganz unterschiedlicher Natur, mit denen die Schüler, aber auch Eltern und Lehrer das offene, freiwillige und ressourcenorientierte Beratungsangebot in Anspruch nehmen. So ginge es unter anderem um Ängste, Unsicherheit, geringes Selbstbewusstsein, Mobbing, Probleme in der Familie oder suizidale Gedanken. Lisa Bader und Birgit Lehmann können, so wurde deutlich, durch ihre Gespräche Hilfe leisten oder vermitteln an entprechende Stellen, wie an das Jugendamt, Kreismedienzentrum, die Polizei, Diakonie, psychologische Beratungsstelle, an Arbeitskreise, Aufschrei e. V. oder an den sonderpädagogischen Dienst. Ganz klar ist für beide, dass sie der Schweigepflicht unterliegen, auch gegenüber Lehrern und Schulleitung.

Soziales Lernen

Wesentlicher Bestandteil sei die Arbeit mit den Klassen zur Prävention. Es gehe um Interaktionspädagogik, soziales Lernen, Teamtraining oder Alkohol- und Cannabisprävention. Sie besuchten die Klassen aber auch, um zu intervenieren, wenn es um Mobbing, das Klassenklima und gewaltfreie Selbstbehauptung gehe. Externe Anbieter würden gerne hinzugezogen. Verkehrswegtraining, Gewaltprävention, Medien- und Sexualpädagogik, Drogen stünden dann auf dem Programm. Allerdings sei das immer eine Frage der Finanzierung.

Klassentraining

Mobbing ist weniger ein Thema, so Birgit Lehmann. Durch die Angebote in den fünften Klassen würde das "relativ gut aufgefangen". In der GHS gebe es zweitägige Klassentrainings. "Dann wird intensiv gearbeitet. Alles kann man nicht auffangen, bekommt auch nicht alles mit", bedauerte Lisa Bader. Doch diese Aktionen seien wichtig. "Das bringt Zivilcourage", sagte sie.

Streitschlichter

Während sich bei der Arbeit mit Kleingruppen zu den unterschiedlichsten Themen die Insel-Gruppe zur Entspannung und Selbstwahrnehmung in der GHS treffe, stoße dieses freiwillige Angebot im RGG auf weniger Resonanz. Die Streitschlichter AG oder die sechs Termine "Lernen lernen", bei denen es um individuelle Lernstrategien geht, seien hingegen gut besucht. "In den seltesten Fällen kommen die Opfer selbst auf uns zu", ergänzte Birgit Lehmann. Hier helfe es, Gespräche zu suchen. Sei es in der großen Pause oder in der Mensa. "Solche Zwischen-Tür-und-Angel-Gespräche sind sehr wichtig", sagte Lisa Bader.

Förderung

Seit Dezember 2013 gibt es an der Graf-Heinrich-Schule eine Schulsozialarbeiterin, zunächst in einem Stellenumfang von 50 Prozent, der im September 2014 auf 75 Prozent erhöht wurde. Seit rund anderthalb Jahren gibt es auch am Hausacher Gymnasium eine Schulsozialarbeiterin, dort entspricht der Stellenumfang 50 Prozent. "Unter Jugendsozialarbeit an Schulen ist die ganzheitliche, lebensweltbezogene und lebenslagenorientierte Förderung und Hilfe für Schülerinnen und Schüler im Zusammenwirken mit der Schule zu verstehen", informierte die Hauptamtsleiterin der Stadt Hausach Viktoria Malek. Diese Stellen würden von Kreis und Land gefördert. Ende dieses Jahres laufe die Förderung aus. "Das Land signalisierte bereits, dass sie weitergeht, auch der Kreis will sich da dranhängen", blickte sie voraus. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen.
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Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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