Maschinenring Ortenau zieht Bilanz
Weiterhin steigende Mitgliederzahlen

Der Vorstand und Beirat des Maschinenrings Ortenau eV.:  Daniel Harter (v. l.), Martin Huber, Stellvertreter Paul Buchholz, Jürgen Riester, Vorsitzender Horst Körkel, Stellvertreter Dionys Metzinger, Günter Franz, Ralf Sester, Simon Glaser
  • Der Vorstand und Beirat des Maschinenrings Ortenau eV.: Daniel Harter (v. l.), Martin Huber, Stellvertreter Paul Buchholz, Jürgen Riester, Vorsitzender Horst Körkel, Stellvertreter Dionys Metzinger, Günter Franz, Ralf Sester, Simon Glaser
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Ortenau (st). Der Maschinenring Ortenau e.V. (MR) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Mit einem Umsatz von knapp 3,5 Millionen Euro wurde ein Plus von 5,2 Prozent erreicht. 1.168 Mitglieder sind im Maschinenring organisiert und damit zeigt auch hier die Entwicklung kontinuierlich nach oben. Die Geschäftsfelder reichen von der Maschinenvermittlung über Winterdienst, Landschaftspflege bis zur Vermittlung von Saisonarbeitskräften aus dem Ausland sowie Betriebs- und Haushaltshilfe.

Auch der Maschinenring klagt über Facharbeitermangel insbesondere beim Einsatz von Betriebshelfern und Familienservice. Hier sei entsprechendes berufliches Fundament erforderlich, wenn Betriebshelfer auf die zumeist spezialisierten Bauernhöfe entsandt werden, weil der Bauer erkrankt ist. Ebenso sind Fachkräfte gefragt, wenn bei Krankheitsfällen im städtischen Bereich Haushalte Hilfe und Unterstützung benötigen. Insgesamt wurden in diesem Bereich 15 254 Arbeitsstunden geleistet.

Der Maschinenring ist auch Arbeitgeber von Saisonarbeitskräften, die in der hiesigen Landwirtschaft eingesetzt werden. In diesem Bereich wurden 70.679 Stunden geleistet. Die zusätzlich vermittelten Saisonarbeitskräfte kommen auf 75.200 Stunden insgesamt. Somit steht die Gesamtleistung in diesem Bereich bei rund 145.000 Stunden.

Vermittlung von Helfern wird eingestellt

Wie Geschäftsführer Manfred Bannwarth mitteilte, wird die reine Vermittlung von Helfern in diesem Jahr eingestellt. Man konzentriere sich auf qualifizierte Kräfte, die der Maschinenring als Arbeitgeber anstellt und auch „mit mehr als dem Mindestlohn bezahlt.“ Ebenso wie die Vermittlung von Saisonarbeitern befindet sich auch das Geschäftsfeld mit Kommunalarbeit, Winterdienst, Landschaftspflege und Grüngut im Aufwind. Eine Steigerung um knapp zwölf Prozent schlägt hier zu Buche. Auch die Warenumsätze bei Rapsöl, Diesel und Bodenproben stiegen um über 34 Prozent. Für letztere hat der Maschinenring eigens ein Spezialgerät entwickelt, das an der Maschinenring-Station „Auenheimer Mühle“ ausgeliehen werden kann.

Neu angeschafft wurde ein 18 Kubikmeter Güllewagen mit modernster Technik, wie es das Gesetz zum Ausbringen der Gülle vorgibt. Es steht in der Siedlung Bruch in Willstätt. Ebenso neu ist ein Traktor an der Station Daniel Harter in Gengenbach-Schwaibach. Für die Sonderkulturen wurde ein Weinbergstreuer der Firma Fischer angeschafft. Damit lässt sich Kompost, Mist und Stroh zwischen und in die Reihe ausbringen. Stationiert ist der Streuer bei Markus Plail in Stadelhofen. Nach wie vor „eine feste Instanz“ und viel genutzt ist das Rinder-Taxi an der MR-Station in Haslach.

Vorstand neu gewählt

Im Mittelpunkt der Versammlung standen Wahlen des Vorstands. Im Amt bestätigt wurde Horst Körkel als Vorsitzender. Als Stellvertreter bestätigt wurde Dionys Metzinger aus Bühl-Moos. Nicht mehr kandidiert hat Josef Mayer aus Oppenau. Für ihn wurde der bisherige Beirat Paul Buchholz einstimmig zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der Beirat umfasst sieben Vertreter. Gewählt wurden Jürgen Riester (Hohberg-Hofweier), Daniel Harter (Gengenbach-Schwaibach), Günter Franz (Willstätt), Ralf Sester (Oberkirch-Bottenau), Martin Huber (Oberkirch-Ödsbach), Simon Glaser (Ottersweier), Hannes Fleig (Lahr). Nicht mehr kandidiert hatte hier Alfred Müller aus Rheinmünster. Die beiden scheidenden Vorstandsmitglieder würdigte Geschäftsführer Bannwarth in einer kleinen Laudatio und bezeichnete sie als „Kämpfer der ersten Stunde“ mit hoher Fachkompetenz und viel Einsatz für den Maschinenring. Zu neuen Kassenprüfern wurden Simon Christ (Amt für Landwirtschaft Offenburg) und Samuel Gesell (Amt für Landwirtschaft Rastatt) berufen.

Belastungen nehmen zu

Zu Beginn der Versammlung hatte der Leiter des Amts für Landwirtschaft, Dr. Rainer Moritz, die Bedeutung des Maschinenrings betont und die gute Zusammenarbeit gelobt. Er unterstrich den Stellenwert dieser Einrichtung für eine kosten- und zukunftsorientierte Landwirtschaft. Digitalisierung und immer anspruchsvoller und damit kostenintensiver werdende Technik machten es zwingend erforderlich über die Themen Maschinen- beziehungsweise Fixkostenbelastung nachzudenken. Die Kosten zur Arbeitserledigung seien ein entscheidender ökonomischer Gradmesser für die Wirtschaftlichkeit der landwirtschaftlichen Betriebe. Die globalisierte Konkurrenz verlange eine kostengünstige Produktion bei höchster Qualität und wachsenden Anforderungen bezüglich Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz. Daher laute das Gebot der Stunde: „Maschinen gemeinsam nutzen.“ Abschließend dankte er den Akteuren des Maschinenrings für ihren hohen persönlichen Einsatz.

Für zehn Jahre Betriebszugehörigkeit wurde Jacqueline Bobzien von Familienservice und Betriebshilfe geehrt. Manfred Bannwarth lobte ihr unermüdliches Engagement und Streben nach guten Lösungen für die Betriebe und Haushalte. Hans Lauppe, jahrelang Vorsitzender des Maschinenrings Ortenau, sorgte mit lustigen Anekdoten und Erinnerungen für gute Unterhaltung. Der 80-jährige Landwirt hat sich der Kleinkunst verschrieben und eigens ein Lied auf den Maschinenring geschrieben.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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