Sodbrennen: Tipps, wie Sie in der Schwangerschaft Vorbeugen Können

Für viele Frauen ist es einer der glücklichsten Zeiträume im Leben: die Schwangerschaft und der Umstand Beschützerin und Bewahrerin für das junge Leben bis zur Geburt zu sein. Da kann man leichter über Belastungen, Anspannungen, Schmerzen und weitere Beschwerden hinwegsehen.

Ein Symptom, das in dem Zusammenhang genannt wird, ist Sodbrennen, das speziell in den letzten Schwangerschaftswochen, die Mutter störend und schmerzhaft quält. Welche Ursachen liegen dahinter, wie kann man vorbeugen, welche Maßnahmen zur Linderung sind empfehlenswert. Lesen Sie hier nach.

Sodbrennen in der Schwangerschaft: Was sind die Ursachen, die es hervorrufen?

Sodbrennen basiert auf Verletzungen oder Verätzungen der sensiblen Schleimhäute in der Speiseröhre, manchmal auch im Rachenraum oder den Luftwegen.

Nur ganz wenige Fälle sind auf Verletzungen durch Verschlucken von Gegenständen oder Trinken von ätzenden Flüssigkeiten zurückzuführen.

In der überwiegenden Anzahl handelt es sich um aggressive Magensäure, die hochsteigt. In der Speiseröhre sind die Schleimhäute den Angriffen relativ schutzlos ausgeliefert. Verätzungen, Verbrennungen sind die Folgen, wenn halbverdauter Speisebrei und die Säure am falschen Ort sind: in der Speiseröhre, anstatt im Magen.

Die Frage ist, wie kommt die Magensäure in die Speiseröhre? Die Schuld daran trägt ein dysfunktionaler Muskel, der Ösophagussphinkter, der das verbindende Element bildet. Wenn er in der falschen Richtung aufgeht, dann öffnet das dem Rückfluss (Reflux) im wahrsten Sinne eine Tür und das Malheur ist geschehen.

Die Störungen dieses Muskels können viele Ursachen haben. Im Falle der Schwangerschaft ist es kein pathologischer, kein irreversibler Grund, sondern beruht auf den normalen Veränderungen im Körper der Mutter.

Woran liegt es, dass Sodbrennen in der Schwangerschaft verstärkt auftritt?

Die auslösenden Ursachen liegen zu mehr als 80% am Baby, das wächst, um sich tritt und Platz beansprucht. Etwa ab der 34. Schwangerschaftswoche legt es rund 200 Gramm an Gewicht zu. Woche für Woche.

Die Gebärmutter drückt auf den Magen und andere innenliegende Organe. Für den Schließmuskel, Ösophagussphinkter, plötzlich eine ganz andere Belastungssituation, der er nicht gewachsen ist. Er verliert teilweise seine Schutzfunktion und öffnet sich in der falschen Richtung. Die Magensäure kann nach oben steigen, es kommt zu Sodbrennen, saurem Aufstoßen, schlechtem Mundgeruch. Die gute Nachricht ist, man kann etwas dagegen tun.

Wie kann man gegen Sodbrennen vorbeugen?

Schwangerschaft Sodbrennen sind fast untrennbar miteinander verbunden. Es ist nicht komplett zu vermeiden, doch richtige Vorbeugung und Beachtung einiger Verhaltensweisen kann die Häufigkeit des Auftretens reduzieren und die Beschwerden lindern:

  • Dem Magen wird in den letzten Wochen der Schwangerschaft, einiges an Platz genommen, den das Baby für sich beansprucht. Statt eine oder zwei „große“ Mahlzeiten zu sich zu nehmen, sollten Sie eher mehrmals und kleine Portionen essen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie alles gut kauen, essen Sie langsam und mit Bedacht. Damit geben Sie dem Magen die Möglichkeit für einen langsamen, intensiven Verdauungsprozess.
  • Meiden Sie scharfe, extrem fette, saure Speisen und Süßigkeiten. Die regen die Produktion von Magensäure an, die dann wieder leichter hochsteigt.
  • Der Verzicht auf Nikotin und Alkohol steht hier nur der Vollständigkeit halber, da Sie in der Schwangerschaft diese Genussmittel ohnehin nicht zu sich nehmen.
  • Vermeiden Sie einengende Kleidung, speziell um den Bauch und um die Hüften. Alles was gegen den Magen drückt, kann Sodbrennen begünstigen.
  • Am besten ist eine Schlafstellung mit leicht erhöhtem Oberkörper (ca. 15 cm). Falls Sie lieber seitwärts schlafen, sollten Sie die linke Seite bevorzugen, dann ist die Belastung für den Magen geringer.

Gibt es Hausmittel gegen Sodbrennen?

Die Geschichte kennt eine Menge Hausmittel. Mütter wie Sie, haben von Anbeginn der Menschheit unser Überleben sichergestellt. Sehr gute Ratschläge wird Ihre Hebamme, die Sie durch Schwangerschaft und Geburt begleitet, für Sie haben. Bevor Sie zu Medikamenten greifen, versuchen Sie es mit diesen bewährten Mitteln aus der häuslichen Apotheke:

  • Haselnüsse, Mandeln oder Haferflocken, langsam gekaut binden überschüssige Magensäure.
  • Ebenso wie Heilerde, in einem Glas mit lauwarmem Wasser gelöst und langsam getrunken.
  • Fencheltee, nach jeder Mahlzeit in kleinen Schlucken getrunken, hilft schnell die Beschwerden zu mildern.
  • Der Saft aus rohen Kartoffeln zählt ebenfalls zu den alten und bewährten Hausmitteln. Wenn Sie sich die Arbeit des Auspressens ersparen möchten: Kartoffelpresssaft gibt es in jedem gut sortierten Reformhaus.

Zusammenfassung und Fazit Sodbrennen in der Schwangerschaft

Es ist belastend, schmerzhaft, bereitet Sorge. Aber Sodbrennen in der Schwangerschaft ist nichts Ungewöhnliches und für Mutter und Kind minder gefährlich. Es ist manchmal auch begleitet von saurem Aufstoßen und schlechtem Mundgeruch. Mit zunehmender Dauer der Schwangerschaft nehmen die Beschwerden zu, manchmal verschwinden Sie auch wieder. Falls Ihnen manche Symptome Sorgen bereiten, weil Sie sie sich nicht erklären können, suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Hausarzt.

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