Regierungspräsident Gabbert
Auf Artenschutz-Tour in der Ortenau

Im Naturschutzgebiet „Saure Matten“ entlässt Regierungspräsident Gabbert einen zuvor zum Anschauen eingefangenen Wiesenknopf-Ameisenbläuling  wieder in die Freiheit. | Foto: Regierungspräsidium Freiburg
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  • Im Naturschutzgebiet „Saure Matten“ entlässt Regierungspräsident Gabbert einen zuvor zum Anschauen eingefangenen Wiesenknopf-Ameisenbläuling wieder in die Freiheit.
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Ortenau (st) Der Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten in der Region stand im Fokus einer Tour von Regierungspräsident Carsten Gabbert im Ortenaukreis. In Begleitung von Abgeordneten, Bürgermeistern, Vertretern von Umweltverbänden und Journalisten machte er sich ein Bild von Projekten, die das Regierungspräsidium (RP) im Rahmen der Artenschutzprogramme des Landes Baden-Württemberg angestoßen hat. Stationen waren eine Wochenstube der seltenen Fledermausart Großes Mausohr in Ettenheim, das Naturschutzgebiet „Saure Matten“ bei Ettenheim und das Naturschutzgebiet „Unterwassermatten“ bei Schutterwald.

Lebensgrundlagen

„Das Schwinden der Artenvielfalt passiert nicht nur in Afrika oder am Nordpol, sondern auch leise und schleichend vor unserer Haustür. Damit unsere schönen Landschaften wie die Rheinebene und der Schwarzwald mit vielfältigem Leben erfüllt bleiben, müssen wir entschlossen handeln. Artenschutz ist zugleich der Schutz unserer Lebensgrundlagen“, so Regierungspräsident Carsten Gabbert. Von 200 in Baden-Württemberg vorkommenden Brutvogelarten gelten mittlerweile 60 Prozent als gefährdet, bei den Schmetterlingsarten sind es gar 70 Prozent. Um hier gegenzusteuern, hat die Landesregierung neben ihren Artenschutzprogrammen eine Artenschutzoffensive auf den Weg gebracht und dazu für dieses Jahr landesweit zusätzlich sieben Millionen Euro bereitgestellt.
Über das Naturschutzreferat des RP werden jährlich rund 500 Maßnahmen in und außerhalb der rund 270 Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Freiburg umgesetzt. Dazu zählt etwa der Schutz der Gelege von Wiesenbrütern mit Elektrozäunen, die Sicherung von Winterquartieren von Fledermäusen, aber auch die Anpassung der Mahdzeiten an den Lebenszyklus seltener Schmetterlingsarten.

Erfolge

„Deutliche Erfolge konnten wir zum Beispiel bei den Wiesenbrütern in der Rheinebene wie dem Großen Brachvogel und dem Kiebitz erzielen. Diese Arten stehen kurz vor dem Aussterben und die Populationen konnten durch Schutzmaßnahmen und die Entwicklung ihrer Lebensräume in Ihrem Bestand stabilisiert werden,“ berichtete Susanne Hund vom Naturschutzreferat des RP. Auch bei gefährdeten Schmetterlingsarten wie den Wiesenknopf-Ameisenbläulingen oder dem Hochmoorgelbling, Fledermäusen, Amphibien und Libellen seien die Artenschutzmaßnahmen wichtig, um die Arten und damit die Artenvielfalt zu erhalten. Jede und jeder Einzelne könne einen Beitrag leisten, um das Artensterben aufzuhalten, zum Beispiel durch die Anlage eines vogel- und insektenfreundlichen Gartens oder durch Rücksichtnahme auf Fledermäuse und brütende Vögel bei der Sanierung von Gebäuden.

Im Naturschutzgebiet „Saure Matten“ entlässt Regierungspräsident Gabbert einen zuvor zum Anschauen eingefangenen Wiesenknopf-Ameisenbläuling  wieder in die Freiheit. | Foto: Regierungspräsidium Freiburg
Live-Übertragung aus der Wochenstube: Edmund Hensle (links), ehrenamtlicher Betreuer der Großen Mausohren in Ettenheim, berichtet Regierungspräsident Gabbert (rechts) und MdB Johannes Fechner von seiner Arbeit. | Foto: Regierungspräsidium Freiburg

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