Coronavirus
Das sollten die Ortenauer wissen

Regelmäßiges und sorgfältiges Händewaschen ist eine Sicherheitsmaßnahme gegen Tröpfcheninfektionen.
  • Regelmäßiges und sorgfältiges Händewaschen ist eine Sicherheitsmaßnahme gegen Tröpfcheninfektionen.
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Ortenau (ag/st). Der Coronavirus breitet sich aus. Im Ortenaukreis wurden bis Redaktionsschluss noch keine Fälle bekannt. Aber viele Menschen machen sich Sorgen und die Vorsicht nimmt zu. So hat die Hochschule Offenburg Veranstaltungen abgesagt. Sie bittet "um Verständnis für diese Entscheidung, die eine reine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz von Gästen und Teams ist." Auf Empfehlung des Verbands der Diözesen Deutschlands wurde in katholischen Kirchen wegen möglicher Ansteckungsgefahr unter anderem das Weihwasser am Eingang entfernt. Ein Physiotherapeut in der südlichen Ortenau erzählt, dass ein Patient seine Termine bei ihm abgesagt habe. Dieser wolle vorsichtshalber alles meiden, bei dem er in engen Kontakt mit anderen Menschen komme. In Supermärkten kam es zu Hamsterkäufen. Das Gesundheitsamt warnt dagegen vor Panik und betonte bereits Mitte der Woche: "Wir sind im Ortenaukreis auf eine Verbreitung des Coronavirus vorbereitet."

Risikogebiete

"Für Personen, die nicht aus einem Risikogebiet kommen und keinen Kontakt mit einer erkrankten Person hatten, ist es eher unwahrscheinlich, dass sie sich infiziert haben könnten“, erläutert Evelyn Bressau, Leiterin des Gesundheitsamts im Landratsamt Ortenaukreis. "Das Robert-Koch-Institut ... aktualisiert laufend die Risikogebiete, die vom neuartigen Coronavirus betroffen sind."

Verhaltensregeln

Das hat laut Evelyn Bressau auch Auswirkungen auf Reisende, die aus diesen Gebieten zurückkehren. Um eine Weiterverbreitung des Virus am Arbeitsplatz und der näheren Umgebung zu vermeiden, rät das Ortenauer Gesundheitsamt Personen, die aus diesen Regionen kommen und keine Symptome haben: „Da die Zeit von Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit maximal 14 Tage betragen kann, wird empfohlen, die nächsten zwei Wochen freiwillig zu Hause zu bleiben – wenn möglich.“ Unter Abwägung der Risiken am Arbeitsplatz weitere Personen anzustecken, müsse dieses Vorgehen mit den Arbeitgebern abgestimmt werden. „Im Idealfall lassen sich Möglichkeiten wie Home-Office-Arbeitsplätze nutzen“, so die Amtsleiterin. Der Kontakt zu anderen Personen solle dabei auf ein Minimum reduziert werden. Generell sei im Haushalt eine räumliche Trennung der eingereisten Personen zu den anderen Haushaltsmitgliedern ratsam. „Die Kontaktperson sollte sich also in einem anderen Raum als die anderen Haushaltsmitglieder aufhalten“, erklärt Bressau.

Was tun bei Symptomen?

Alle Reisenden aus Regionen mit Corona-Erkrankungsfällen, die innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Symptome wie Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten nach telefonischer Anmeldung einen Arzt aufsuchen. Wer am Wochenende medizinische Probleme bekomme, dem helfe der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 weiter. „Die Mitarbeiter dort werden sie beraten und an die richtigen Stellen verweisen“, so Bressau. Bei Personen ohne Symptome mache ein Test dagegen keinen Sinn: „Ist die Inkubationszeit von 14 Tagen nicht beendet, kann ein negativer Test eine falsche Sicherheit geben.“
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Weitere Infos und Links

Der Kreis habe bereits umfangreiche Maßnahmen eingeleitet. Das Klinikum, die Rettungsdienste und die Hausärzteschaft seien eingebunden. Bei Fragen sei das Gesundheitsamt unter 0781/8059695 erreichbar. 
Gesundheitsamt Ortenaukreis
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg
Hotline für Bürger montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 9 und 18 Uhr telefonisch unter 0711/904-39555
Robert-Koch-Institut
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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