Tourismus-Experten des Kreises und des Schwarzwalds über Urlauber im Winter
Die Weihnachtsmärkte sind Anziehungspunkte für Gäste

Weihnachtsmärkte wie hier in Gengenbach haben für Touristen einen hohen Wert.
2Bilder
  • Weihnachtsmärkte wie hier in Gengenbach haben für Touristen einen hohen Wert.
  • Foto: D. Wissing/ Kultur und Tourismus Gengenbach
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Ortenau (rek). Von November bis April ist die klassische Wintersaison. Die regionalen Touristiker legen Wert darauf, dass der Schwarzwald ein Ganzjahres-Reiseziel sei. Dabei spiele der Schnee nicht unbedingt eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Urlaubsziels entlang der Mittelgebirges.

Steigende Gästezahlen für die Ortenau

"Die Wintermonate haben sowohl an der Zahl der Gästeankünfte als auch bei denen der Übernachtungen einen Anteil von rund 40 Prozent an den Zahlen des gesamten Jahres", erklärt Wolfgang Weiler, Sprecher bei Schwarzwald-Tourismus. Die Zahlen seien konstant. Dies bestätigt Sandra Bequier, Tourismusbeauftragte beim Landratsamt im Ortenaukreis. Im Vergleich zum Vorjahr hätten in der Saison 2018/2019 1,3 Millionen Gäste Urlaub in der Ortenau gemacht und damit 1,5 Prozent mehr. Das Fünf-Jahres-Hoch sei im Winter 2016/2017 mit 1,4 Millionen Besuchern gewesen.

Besucherstarke Vorweihnachtszeit

"Gerade in der Vorweihnachtszeit verzeichnen die Unterkünfte im Ortenaukreis viele Buchungen", erklärt Bequier und sieht die Tradition der Weihnachtsmärkte von Kehl über das Acher- und Renchtal und das Kinzigtal bis in den Großraum Lahr als Grund dafür. Mit dem Jahreswechsel gäbe es vermehrt kurzfristige Buchungen, die dann auch abhängig von der Schneelage seien.

Tagestourismus in Wintersportgebieten

"Die Wintersportgebiete des Schwarzwaldes profitieren zu einem großen Teil vom Tagestourismus", so Weiler. Zwei Drittel der Gäste, erläutert Bequier für die Ortenau, kämen aus Deutschland, vorwiegend Nordrhein-Westfalen und ganz Baden-Württemberg. Bei den ausländischen Gästen seien neben Franzosen vor allem Schweizer und Niederländer stark vertreten. Viele Unterkünfte, bestätigt Bequier, hätten ein Gesamtpaket aus Kulinarik, Wellness und Aktiverlebnissen im Angebot. Die Kombination aus Winterwandern, gesunder Luft und Wellnessangeboten sei mitentscheidend für die hohe Nachfrage in der Ortenau. Dies gebe es bei Gastgebern in der Rheinebene schon länger. Aber auch in den Höhen des Schwarzwalds werde dies stärker nachgefragt und daher auch angeboten.

Wandern oder Mountainbike werde von der Rheinebene bis in die Höhen angeboten. Hier hätten Urlaubsorte quer durch die Ortenau mit dem Ausbau der Wanderwege in die Premiumklasse viel geleistet. "Wir müssen uns angesichts der Klimalage langfristig darauf einstellen, dass es auch in den Höhen weniger Schnee gibt", so Bequier. Als eine Reaktion auf den Wandel habe das Landratsamt für Wintergäste ein Prospekt aufgelegt, der die Indoor-Aktivitäten aufzeige. Hier seien etwa Museen und auch Bowlingbahnen aufgeführt – "eben alles, was bei ungünstigem Wetter im Innenbereich erlebbar ist." Vom Europa-Park als beliebtes und bekanntes Urlaubsziel profitiere die gesamte Region mit ihren Angeboten.

"Zudem besteht das Vorhaben, den Nationalpark zusammen mit der Schwarzwaldhochstraße neu in Szene zu setzen", nennt Bequier ein Ziel. Auch im Winter kämen Familien vor allem während der Ferienzeiten in die Ortenau, vielfach seien es aber auch Paare, für die Aktivitäten und Wellness dann im Vordergrund stehen", erklärt Bequier das Urlaubsverhalten: "Eltern mit Kinder gehören dann eher zu den Tagestouristen, die zum Schlittenfahren kommen." Damit sich Besucher im Vorfeld ihres Urlaubs besser vorbereiten könnten, sollen über digitale Medien weitere Informationen wie Befahrbarkeit der Straßen im Winter, Wanderwege und weitere Angebote verbreitet werden.

Eine Prognose des Tourismusverbands lautet, dass 2019 ein Rekordjahr bei den Gästezahlen werden könnte. Dazu passt auch die von Bequier genannte Entwicklung in der Ortenau.

Weihnachtsmärkte wie hier in Gengenbach haben für Touristen einen hohen Wert.
Wintersport ist vielfach im Angebot der Kommunen, allerdings ziehen Urlauber andere Angebote an.
Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.