Update Hochwasser
Polder und Rückhalteräume geflutet

Der Rhein bei Ottenheim
  • Der Rhein bei Ottenheim
  • Foto: Jutta Huser
  • hochgeladen von Daniela Santo

Ortenau (ds/st). Noch am Freitag gab das Regierungspräsidium Freiburg (RP) vorläufig Entwarnung, dass das Hochwasser am Oberrhein nach dem Starkregen die kritischen Pegelwerte nicht überschritten habe. Am gestrigen Samstagmittag allerdings wurden dann doch Polder geöffnet und Rückhalteräume geflutet.

Entgegen der bisherigen Prognosen sind die Pegel am Samstag weiter gestiegen, weswegen neben dem Polder Erstein auf französischer Seite auch die beiden Hochwasserrückhalteräume Kulturwehr Kehl/Straßburg und Polder Altenheim planmäßig geflutet worden sind. Wie das RP mitteilte, hat das Hochwasser am Oberrhein gegen 12.30 Uhr die Einsatzkriterien für die beiden Hochwasserschutzanlagen erreicht. Das RP bittet die Bevölkerung, die großräumige Absperrung zu beachten. Es bestehe Lebensgefahr.

Hochwasserscheitel wird abgesenkt

„Mit den Rückhalteräumen Kulturwehr Kehl/Straßburg und Polder Altenheim halten wir Hochwasser zurück. Damit werden der Hochwasserscheitel abgesenkt und effektiv die Schutzdämme entlang der freien Rheinstrecke nördlich der letzten Staustufe bei Iffezheim entlastet“, so Harald Klumpp, Referatsleiter für das Integrierte Rheinprogramm im RP. Die Steuerzentrale dieser Rückhalteräume am Kulturwehr Kehl/Straßburg sei rund um die Uhr besetzt.

„In den vergangenen Tagen wurden bereits alle Vorbereitungen für einen Hochwassereinsatz getroffen. Es zeigt sich, wie gut das Zusammenspiel mit den Bauhöfen, den Kommunen, Feuerwehren, Polizei, betroffenen Vereinen, Betrieben und Privatpersonen in der Vorbereitung auf den jetzt begonnenen Einsatz funktioniert“, so der für das Kulturwehr Kehl/Straßburg zuständige Projektgruppenleiter Eric Schildwächter.

Der Landesbetrieb Gewässer des RP hatte die Rückhalteräume bereits Mitte der Woche weiträumig abgesperrt. Dies war erforderlich, um sicher zu stellen, dass sich keine Menschen im Gefahrenbereich der Rückhalteräume aufhalten. Zudem werden dadurch für die in den Rückhalteräumen lebenden Wildtiere ungestörte Rückzugsmöglichkeiten auf der Binnenseite geschaffen. Das RP dankt allen Bürgern für ihre Umsicht und Rücksichtnahme und bittet, bei den laufenden Flutungen der Rückhalteräume die Einschränkungen zum eigenen Schutz und zum Schutz der Wildtiere zu respektieren.

Hier geht es zur Ursprungsmeldung.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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